Kachin-Rebellen fordern Entsendung von UN-Beobachtern

17. Mai 2012, 16:42
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Konflikt mit ethnischer Minderheit war voriges Jahr wieder aufgeflammt

Rangun - Die Kachin-Rebellen in Burma (Myanmar) haben die Entsendung von UNO-Beobachtern in das Konfliktgebiet im Nordosten des Landes gefordert. In einem Schreiben an UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon, das am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP vorlag, rief die Organisation für die Unabhängigkeit der Kachin (KIO) die Vereinten Nationen auf, Beobachter und Vermittler zu entsenden. Nun sei der Moment, um eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern. Die Beobachter sollten sich selbst einen Eindruck von der Lage verschaffen, sagte der KIO-Vertreter James Lum Dau. "Wir brauchen jemand, der nicht parteiisch ist."

Nach 17 Jahren Ruhe war der Konflikt zwischen den Rebellen der ethnischen Minderheit der Kachin und der burmesischen Armee im Juni 2011 wieder aufgeflammt. Nach UNO-Angaben flohen mehr als 55.000 Menschen vor den Kämpfen. Lum Dau sagte, die Armee habe Verstärkung um die Stadt Laiza an der chinesischen Grenze zusammengezogen, wo sich das KIO-Hauptquartier befindet. Ein Journalist an Ort und Stelle sagte der AFP aber, es gebe keine Kämpfe. Ein Regierungsvertreter sagte seinerseits, es sei kein Angriff auf Laiza geplant. Es werde vielmehr eine politische Lösung des Konflikts angestrebt. (APA, 17.5.2012)

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