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Für die Schottergrube zu schade, aber sonst taugt der Koleos für alle Lebenslagen.

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Beim Ein- und Ausladen des Backrohrs, dessen Software (ja, Sie haben richtig gehört, heutzutage werden selbst Backöfen digital gesteuert) sich aufgehängt hatte und deshalb in die Werkstatt musste, war die geteilte Heckklappe natürlich praktisch. Worin der echte Vorteil gegenüber der herkömmlichen ungeteilten Version liegen soll, hat sich uns allerdings nicht vollumfänglich erschlossen. Egal, der nach unten klappbare Teil des Kofferraumdeckels ist quasi eine Laderampe und das stört zumindest nicht.
Daher ist es sicher kein Fehler, dass dem in Fernost gefertigten Renault Koleos dieses Teil, das laut Beschreibung bis zu 200 Kilo trägt (also weit mehr als ein läppisches Küchengerät aus Blech und Glas), bei der Rundumerneuerung erhalten wurde; wie überhaupt die ganze Heckpartie. Formverändert wurden im Prinzip nur Kühlergrill und Gebiss, Augen und Backenknochen. Und das nicht zu seinem Nachteil, wie wir meinen.
Obwohl - drei Jahre nach dem ohnehin späten Start der Franzosen ins SUV-Zeitalter sollte eine Schönheitsoperation eigentlich nicht einmal ansatzweise ein Thema sein. Aber blöd gelaufen. Der Koleos war wie ein Koloss in die Finanzkrise hineingeplumpst, als nicht nur der gemeine Autokäufer nicht wusste, ob sein Geld morgen noch was wert sein wird.

Wie auch immer, um den Euro zittern wir noch immer, während der Franzosen-SUV runderneuert neue Kundschaft anzusteuern versucht. Das sollte eine leichte Übung sein, wäre nicht der VW Tiguan der Liebling der Österreicher, der den Koleos zu einer Art Nischenplayer macht.
Diese Nische ist wohlfühltechnisch freilich eins a. Die von Renault zur Verfügung gestellte Testversion führt neben wahlweise Front- und Allradantrieb (im Automatikmodus schaltet sich der Hinterradantrieb nur bei Bedarf zu) auch Annehmlichkeiten sonder Zahl mit sich. Mit Ledersitzen, Elektro-Glaspanoramadach, Sitzheizung, Spiegelbeleuchtung, Einparkhilfe bis zum Kühlfach läppert sich die "Exception"-Ausführung auf 37.567 Euro zusammen - und ist damit kein Geiz-ist-geil-Produkt, aber ein ziemlich komfortabel ausgestattetes Zwei-Liter-Diesel-Gerät mit Sechsgangschaltung (der Benziner wird in Österreich nicht feilgeboten). Die Bremsenergierückgewinnung soll den Energieverbrauch drosseln.
Der Kofferraum lässt sich übrigens per Handgriff schrumpfen, aus der Versenkung kommen Plätze auf der billigsten Reihe. Dann ist der Koleos fast ein Autobus - und das wär was gewesen vor 40 Jahren für unsere Großfamilie! Wahrscheinlich hat er der automobilistisch nicht gänzlich untalentierten Frau Mama auch deshalb so gut gefallen. (Luise Ungerboeck, Automobil, DER STANDARD, 18.5.2012)
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Von alle jenen, welche glauben SUVs verbieten zu wollen, würde ich gerne wissen welche anderen Autos sie auch noch verbieten wollen. Ein VW Tiguan und ähnliche werden im Stadtverkehr (da dort die Aerodynamik kaum eine Rolle spielt) vermutlich weniger verbrauchen als so manche große Limousine von BMW, Mercedes, Audi, Jaguar,.... welche noch mehr Gewicht auf die Waage bringen und zudem mehr Parkfläche benötigen. Also diese Fahrzeuge auch verbeiten ?!
“ Geländegängiger Autobus mit kleiner Laderampe“
Liebe Frau Ungerböck, die “Geländegängigkeit“ dieser Autos ist ein Schmäh, deswegen werden sie auch fast nur in Städten gefahren, von Leuten, die auch sonst um Leben gern übermäßig viel Raum brauchen um ihre selbstempfundene Wichtigkeit besser wahrnehmen zu können.
Ein typischer “Platz da, jetzt komm ich“-Kachelofen, eine Art von Auto, die bevorzugt gefahren wird von Zahnarztgattinnen u.ä., wo zwei Cayenne in der Familie dann doch noch zu teuer sind und ersteren natürlich der Göttergatte bewegt.
Ah ja, das werden auch wieder all die kaufen die *unbedingt* einen Geländewagen brauchen (etwa in Wien in den Bezirken 13, 18 oder 19, oder in Perchtoldsdorf oder Mödling, alle bekannt für die weitläufigen Wüsteneien und unüberbrückten reißenden Ströme) und wo es zu einem Q7 oder Cayenne doch nicht ganz reicht...
Diese ganzen SUV-Kachelöfen, dir eineinhalbmal die Stellfläche eines durchschnittlichen PKW brauchen, gehören ehrlich verboten, außer vielleicht für Förster u.ä.
Es gibt Einzelbeispiele und es gibt unbrauchbare Einzelbeispiele.
Ich habe in den bewussten Gegenden noch nie einen “kleinen“ SUV gesehen, da werden nur die allergrößten Verdränger gekauft und gefahren.
Und auch ein kleinerer SUV ist von der Bauform her in der Stadt vertrottelt, weil die Geländewagenform nichts bringt außer mehr Volumen und schlechtere cw-Werte.
Wenn jemand unnötig mit dem Sportwagen rumgurkt, ist das genauso kritisch zu sehen, wie überhaupt die großteils unnötige Benutzung des Pkw in der Stadt.
Der Trend im Moment sind aber nun mal die SUVs, und das hauptsächlich ausgerechnet bei den Leuten, die ohnehin jeden Meter mit dem Auto fahren und es unter ihrer Würde befinden, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
mehr als 70% der koleos wurden bisher in asien und lateinamerika verkauft. sogar in frankreich waren es 2010 lediglich 3900, gegen 50.000 vom peugeot 3008. sogar ein tiguan, der fünftplatzierte, verkaufte sich dort 13.000 mal.
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