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Stockholm/Helsinki - Russland gegen Finnland und Slowakei gegen Tschechien lauten die Halbfinal-Duelle der Eishockey-WM in Finnland und Schweden. Die Slowaken sorgten am Donnerstag mit dem 4:3-Viertelfinalsieg gegen Kanada für die ganz große Überraschung des Turniers. Am Abend scheiterte Co-Gastgeber Schweden nach einem dramatischen 3:4 gegen Tschechien.
Michal Handzus, einer von nur vier NHL-Profis im Team, erzielte 148 Sekunden vor dem Ende im Powerplay den vielumjubelten Siegtreffer für die Slowaken. Mit seinem Tor sorgte er dafür, dass sich der Olympiasieger aus Kanada zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale aus dem WM-Turnier verabschiedet.
Handzus profitierte bei seinem Tor von einer unnötigen Strafe für den kanadischen Kapitän Ryan Getzlaf, der seinen Gegenspieler Juraj Mikus mit einem Check gegen das Knie außer Gefecht setzte. 2010 in Deutschland und 2011 in der Slowakei waren die Kanadier zweimal am Erzrivalen Russland gescheitert. Dass sie nun gegen einen aus ihrer Sicht "Kleinen" aus dem Turnier flogen, dürfte selbst im Land, in dem die WM keinen sonderlich hohen Stellenwert genießt, für Stirnrunzeln sorgen.
Slowaken-Rückkehr zu den Großen
Die Slowaken stehen zum ersten Mal seit acht Jahren wieder unter den Top vier. Dort trifft man am Samstag in Helsinki im "Bruderduell" auf Tschechien. Milan Michalek sorgte in Stockholm 29 Sekunden vor der Schlusssirene für das 4:3 gegen Schweden. Die Skandinavier hatten zuvor mit Treffern kurz vor und kurz nach der zweiten Pause einen 1:3-Rückstand aufgeholt. Sie gehen nach dem Gewinn der Silbermedaille 2011 vor heimischem Publikum diesmal leer aus. Für den tschechischen Trainer Alois Hadamczik stand der Sieg seines Teams quasi schon vorher fest: "Wir hatten schon so oft gegen die Schweden verloren und echt die Schnauze voll." Nach dem Spiel hatte ich 184 Glückwunsch-SMS aus Prag auf dem Mobiltelefon", sagte Hadamczik.
Vladimir Vujtek, der Coach des Halbfinal-Gegners ist kein Unbekannter, im Gegenteil: Die beiden Trainer kennen sich gut aus Ostrau und treffen sich gelegentlich sogar zum Bier. Nach der völlig verpatzten Heim-WM 2011 soll Vujtek die Slowaken um den Abwehrriesen Zdeno Chara erstmals nach dem Gold-Coup 2002 wieder ins Endspiel führen.
Dafür lässt der Coach sogar seine Geburtstagsparty sausen. Vujtek wurde am Donnerstag 65 Jahre alt. "Ein schöneres Geschenk habe ich noch nicht bekommen. Ich wollte an diesem Samstag eigentlich in Prag mit vielen Gästen meinen 65. Geburtstag feiern. Das muss jetzt ohne mich stattfinden."
Finnischer Freude 8,8 Sekunden vor Schluss
Finnland zitterte gegen die USA bis 8,8 Sekunden vor Schluss. Dann erlöste Doppeltorschütze und Matchwinner Jesse Joensuu den Gastgeber mit dem Siegestreffer zum 3:2. Erst in der 54. Minute hatte Mikko Koivu für den Weltmeister aus dem Vorjahr zum 2:2 ausgeglichen. "Ich habe die Weltmeisterschaften 18 Jahre lang im Fernsehen angeschaut, und jetzt hier zu sein, ist fantastisch. Daran will ich aber nicht zu sehr denken, sondern mich auf meine Aufgabe fokussieren," sagte Joensuu.
Kapitän Mikko Koivu weiß, wie man Russland richtig wehtut: Vor fünf Jahren hatte er im WM-Halbfinale in Moskau gegen die Sbornajadas entscheidende Siegestor in der Verlängerung erzielt und ein ganzes Land in tiefe Eishockey-Trauer gestürzt.
Owetschkin gleich mittendrin
Schon im Viertelfinale forderten die starken Norweger dem Favoriten alles ab, zweimal glichen die erstaunlichen Skandinavier aus. Erst im Mitteldrittel gelang den Russen mit drei Treffern doch noch ein standesgemäßer 5:2-Sieg. Einen perfekten Einstand bei Russland feierte Alexander Owetschkin. Der Superstar der Washington Capitals erzielte beim ersten Auftritt an diesem Turnier bereits nach siebeneinhalb Minuten seinen ersten Treffer.
Die Russen wollen sich gegen die Finnen für das Aus im letztjährigen Halbfinale revanchieren und setzen auf die geballte Kraft des NHL-Sturms um Owetschkin und Jewgeni Malkin. "Im Halbfinale wird alles besser", kündigte Owetschkin forsch an.
Bei ihren bisherigen unterstrich die Sbornaja jedenfalls ihre Titelambitionen. Die Finnen dürften vor heimischer Kulisse der bisher größte Prüfstein werden. "Ein ernstzunehmender Gegner, Weltmeister", stellte Malkin klar: "Sie haben eine gute Mannschaft, und wir wissen, was uns erwartet." (APA/red, 18.5.2012)
Eishockey-WM, Viertelfinale am Donnerstag:
In Helsinki:
Kanada - Slowakei 3:4 (1:2,2:0,0:2) Tore: Kane (17.), Skinner (27./PP), Burrows (38.) bzw. Kopecky (6.), Satan (10.), Bartovic (54.), Handzus (58./PP)
USA - Finnland 2:3 (0:0,1:1,1:2) Tore: Palmieri (34.), Ryan (42.) bzw. Joensuu (34., 60.), Mikko Koivu (54.)
In Stockholm:
Russland - Norwegen 5:2 (2:1,0:1,3:0) Tore: Owetschkin (8.), Popow (15.), Jemelin (41.), Scherdew (51.),
Nikulin (55./PP) bzw. Skröder (12.), Thoresen (21./PP)
Schweden - Tschechien 3:4 (1:2,1:1,1:1) Tore: Eriksson (8.), Zetterberg (40.), Ericsson (41.) bzw. Nedved (12.), Novotny (17.), Erat (31./PP), Michalek (60.)
Halbfinale am Samstag in Helsinki:
Russland - Finnland (13.30 Uhr)
Slowakei - Tschechien (17.30 Uhr)
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Die Sbornaja lässt der Slowakei im Finale nur wenig Licht und sichert sich mit 6:2-Triumph den Titel. Tschechien holt Platz drei
Der derStandard.at/Sport-Eishockeyblog
...ist für mich wirkliche eine Überraschung, die sind jetzt beinahe auf Augenhöhe mit den "Großen" (sprich, wenn die einen normalen / etwas schwächeren Tag erwischen, dann haben die Norweger gute Chancen).
Das ist die Rolle von Schweiz und auch (mit Abstrichen) von Deutschland, die die bis voriges Jahr spielen konnten.
Und die Slowaken sind sowieso spannend (und Satan gibt es immer noch) ;
Ich tippe jetzt wieder auf Finnland (auf ein 1:0 oder ein 2:1 gegen Russland, und dann wird eines unserer Nachbarländer an denen zerschellen).
...mit Ausnahme von Dortmund lauter totale Katastrophen...
Also wird das EM-Finale wohl Griechenland vs Deutschland heissen und die Griechen gewinnen nach einem 0:0 nach 120 Minuten im 11er-schiessen...
Alles a Wahnsinn...
Interessante Sicht der Dinge; wenn jemand ein fremdsprachiges Sprichwort (in diesem Fall finnisch) übersetzt, ist er ein Nazi...
Schön wenn man sich durch ein simples Weltbild gepaart mit Vorurteilen das Leben vereinfachen kann.
Das Sprichwort ist übrigens metaphorisch gemeint, ich glaube kaum, dass ein Durschnittsfinne tatsächlich einen Russen in Butter verfeinern will.
(hab übrigens 3 Versuche gebraucht um nicht beleidigend zu werden, was normalerweise passiert wenn jemand versucht mich in dieses Eck zu stellen)
P.S. die roten Stricherl sind nicht von mir- derartige Kindereien interessieren mich nicht
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