Keine ÖVP-Parteiausschlüsse für "Für Innsbruck"-Mandatare

17. Mai 2012, 13:27
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Werden allerdings nicht mehr in Führungsgremien eingeladen

Innsbruck  - Für Mandatare der Innsbrucker Bürgermeisterliste "Für Innsbruck" (FI) wird es keine Ausschlüsse aus der Tiroler Volkspartei geben. Parteiobmann Landeshauptmann Günther Platter sagte am Mittwochabend nach einer Sitzung des VP-Landesparteivorstandes in Innsbruck, dass man aber FI-Vertreter nicht mehr zu Sitzungen der Führungsgremien einladen werde. Auch als Delegierte beim Landesparteitag würden sie nicht mehr zugelassen, "so lange eine Koalition gegen die VP besteht".

Über Parteiausschlüsse sei nicht gesprochen worden, sagte Platter vor Journalisten. Dies würde über das Ziel hinaus schießen. Die Türen stünden offen. Wenn FI Interesse an einer Zusammenarbeit mit der VP habe, sei man jederzeit zu Gesprächen bereit.

Betroffen von dem einstimmigen Beschluss ist unter anderem Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, die bisher im Landesparteivorstand saß, aber auch die Tiroler Abgeordnete Karin Hakl. Von der VP-Stadtpartei werden in den nächsten Tagen alle betroffenen FI-Mandatare angeschrieben und um "Klarstellung" ersucht, sagte Stadtparteiobmann Franz Gruber. Auch er lehnte Ausschlüsse ab, "wir sind eine bunte, offene Bewegung".

Für die Funktionäre sei der Beschluss als Orientierung wichtig, sagte Platter. Mit der seinerzeitigen Situation rund um das Antreten von Fritz Dinkhauser seien die jetzigen Ereignisse nicht vergleichbar. Als Landeshauptmann werde er mit der neuen Stadtführung "sehr professionell zusammenarbeiten", versprach Platter.(APA, 17.5.2012)

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