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Kein Thoat, dafür eine andere der mehrbeinigen Kreaturen, mit denen sich John Carter auf dem Mars auseinander setzen muss.
Die Edgar Rice Burroughs-Verfilmung "John Carter of Mars" ("John Carter - Zwischen zwei Welten") geriet in den vergangenen Wochen zu einem der größten finanziellen Flops der Disney-Geschichte. In dem bildgewaltig inszenierten Fantasy-Spektakel verschlägt es einen Soldaten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg auf den Mars, wo er es unter anderem mit Thoats (ein Bild gibt es hier) zu tun bekommt. Die achtbeinigen Wesen dienen nach der Vorstellung von "Tarzan"-Erfinder Burroughs den Marsbewohnern als Reittiere - was die Disney-Leute beim Verfilmen des Stoffes vor ein nicht zu geringes Problem stellte: Wie arrangiert man acht Beine, ohne dass das Tier beim Gehen lächerlich wirkt?
Aus der Bredouille half ihnen ein einfacher Trick: Die Special-Effekt-Leute fassten jeweils zwei Beine zusammen und ließen die Wesen marschieren, als hätten sie nur vier Gliedmaßen. Aus biomechanischer Sicht ist diese Schummelei freilich wenig sinnvoll, wie Sigmund Nastrazzurro in seinem faszinierenden Blog "Furahan Biology and Allied Matters" kenntnisreich analysiert. Der niederländische Neurologe, der im bürgerlichen Namen Gert van Dijk heißt, präsentiert statt dessen in einem Video eine plausible Möglichkeit, wie sich eine achtbeinige, säugetierähnliche Kreatur tatsächlich fortbewegen könnte.
--> Furahan Biology and Allied Matters: "A century of thoats"
(red, derstandard.at, 16.5.2012)
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