Ferrari überrascht auf längster Etappe

16. Mai 2012, 19:10
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Salzburger Schorn "sauberer" 7. - Rodriguez weiter in Rosa

Montecatini Terme - Der Italiener Roberto Ferrari hat am Mittwoch überraschend die längste Etappe des 95. Giro d'Italia der Radprofis gewonnen. Ferrari setzte sich im Sprint des Feldes nach 255 Kilometern auf der 11. Etappe in Montecatini Terme vor seinem Landsmann Francesco Chicci durch. Weltmeister Mark Cavendish, der bisher zehn Giro-Etappen gewann, musste unmittelbar hinter dem Litauer Tomas Vaitkus mit Platz vier vorlieb nehmen.

Mitten im Spitzenfeld landete neuerlich Daniel Schorn, nach seinem fünften Platz auf der 9. Etappe wurde der Salzburger diesmal Siebenter. "Wir waren uns nicht ganz sicher, wie Daniel Schorn mit dem schweren Anstieg auf der Zielrunde zurechtkommen würde. Aber die Vorbereitung der Mannschaft hat bestens geklappt und Daniel hat sauber vollendet", sagte der Sportliche Leiter vom NetApp-Team, Jens Heppner.

Die nächsten drei Österreicher rollten außerhalb der Top-100 zeitgleich mit dem Sieger über die Ziellinie, Bernhard Eisel wurde 105., Thomas Rohregger 110. und Matthias Brändle 117. Stefan Denifl verlor hingegen als 162. mehr als zehn Minuten.

Ferraris schönster Tag

"Das ist der schönste Tag meines Lebens", meinte Etappensieger Ferrari und fügt hinzu: "Es ist ein Riesenerfolg, vor Mark Cavendish zu landen." Der Brite war allerdings durch den Sturz einiger Fahrer in der letzten Kurve vor dem Ziel etwas gehandicapt und musste Ferrari ziehen lassen.

Im Rosa-Trikot des Spitzenreiters fährt weiter Katjuscha-Profi Joaquim Rodriguez aus Spanien, der sich am Dienstag mit seinem Etappensieg an die Spitze gesetzt hatte. Rodriguez führt weiter mit einem Vorsprung von 17 Sekunden auf den Kanadier Ryder Hesjedal.

Die Flachetappe wurde lange von einer sechsköpfigen Ausreißergruppe dominiert, die sich gleich nach dem Start gebildet hatte und mehr als 210 Kilometer bis zu fünf Minuten vor dem Feld fuhr. Als letzter Verbleibender des Sextetts wurde der Italiener Manuele Boaro 13 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt, als die Sprinterteams das Tempo anzogen. (APA, 16.5.2012)

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