Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Seit 2003 steht der ehemalige Jugendgerichtshof leer.
Bis 2003 wurden in dem vierstöckigen weißen Block jugendliche Straftäter abgeurteilt. Noch heute sind im ehemaligen Jugendgerichtshof in der Rüdengasse im dritten Wiener Gemeindebezirk hie und da Kriminelle und Exekutivbeamte zu sehen - nämlich dann, wenn wieder einmal ein Filmteam vor Ort ist, um Szenen für Krimis wie "Soko Donau" oder auch "Tatort" zu drehen. Die meiste Zeit im Jahr steht der 1928 fertiggestellte Bau aber leer - seit mittlerweile neun Jahren.
Für Rudolf Zabrana, den stellvertretenden Bezirksvorsteher von Wien-Landstraße und Vorsitzenden des Bauausschusses in der Bezirksvertretung, ist das eindeutig schon zu lang. Noch im heurigen Jahr, sagt der SPÖ-Politiker im Gespräch mit derStandard.at, sollte sich was tun in der Rüdengasse 7-9. Der langjährige Leerstand des geschichtsträchtigen Objekts mitten in seinem Bezirk bereitet ihm große Sorgen. "Der Eigentümer hat zu uns gesagt, er will jetzt endlich verwerten. Wir hoffen, es funktioniert."
CEBA kaufte 2006 von der BIG
Der Eigentümer, das ist die CEBA AG mit Sitz in Wien-Neubau - ein Investment-Unternehmen, das den ehemaligen Jugendgerichtshof im Jahr 2006 von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) erworben hat. Bezüglich des Kaufpreises wurde damals Stillschweigen vereinbart, der Rufpreis in der Auktion lag bei 2,74 Millionen Euro.
CEBA teilte damals nach Erteilung des Zuschlags mit, die rund 6.700 Quadratmeter große Immobilie mit 476 m² großem Innenhof in ein "Regionalzentrum" umwandeln zu wollen - "für Nahversorgung und Begegnung". Damals hatte in der CEBA AG noch Gründer und "Mastermind" Peter Lisowski das Sagen, der mit dem Unternehmen Powerserv auch ein Wegbereiter der Zeitarbeits-Branche in Österreich war. Im vergangenen Dezember verstarb Lisowski allerdings plötzlich und unerwartet im Alter von nur 58 Jahren.
Entwicklung ja, aber "nicht mehr heuer"
Der frühe Tod des Firmengründers machte erhebliche Umstrukturierungen notwendig. Seit März 2012 ist mit Christian Lanjus-Wellenburg ein neuer Geschäftsführer bei der CEBA Invest Management GmbH am Ruder, der allerdings auch schon vor vier Jahren, noch unter Lisowski, eine Zeitlang im Unternehmen war.
Lanjus-Wellenburg bestätigt im Gespräch mit derStandard.at, dass man die Entwicklung der Rüdengasse 7-9 nun tatsächlich angehen wolle. Über den strikten zeitlichen Fahrplan, den sich der Bauausschuss-Vorsitzende Zabrana wünscht, kann er aber nur schmunzeln: "Heuer passiert dort mit Sicherheit nichts mehr. Wir müssen noch viel arbeiten, viel rechnen, viel denken." In frühestens eineinhalb Jahren werde man dann soweit sein, mit einem etwaigen Umbau beginnen zu können, sagt er.
"Andere Prioritäten"
Wohin die Reise gehen wird, ist seinen Angaben zufolge noch völlig offen. "Das Eck ist sicher kein Triple-A-Bürostandort", sagt Lanjus-Wellenburg, auch wenn ganz in der Nähe nun die CA Immo das Quartier "Lände 3" (siehe dazu auch Artikel) entwickle und sich hier auch die Post AG mit ihrer Unternehmenszentrale angesiedelt habe.
Dass man die fünfeinhalb Jahre seit Erwerb des Objekts absichtlich verstreichen habe lassen mit dem angenehmen Nebeneffekt einer zwischenzeitlichen Aufwertung des Grätzels, stellt Lanjus-Wellenburg in Abrede. Es habe schlicht "andere Prioritäten" für das Unternehmen gegeben. Nun hofft er aber, dass sich "sinnvolle Konzepte" ergeben, die dann auch zügig umgesetzt werden können.
Kein Denkmalschutz
Ein großes Plus gibt es dabei jedenfalls für den nunmehrigen Eigentümer: Die Liegenschaft steht nicht unter Denkmalschutz. Ein zumindest teilweiser Abriss ist also jederzeit möglich und auch gar nicht unwahrscheinlich.
Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird es an dem Standort wohl künftig auch zu einer gemischten Nutzung mit Einzelhandel, Büros und Wohnungen kommen, zu entlocken ist dem CEBA-Geschäftsführer hierzu aber nichts. Zabrana weiß von früheren Plänen zu berichten, die eine Nutzung als Hotel vorsahen - "mit den Gefängniszellen als Zimmer, aber das wäre wohl nur als Hostel realisierbar gewesen", und damit wohl finanziell nicht ertragreich genug.
Lanjus-Wellenburg sagt dazu, dass jedenfalls nur eines sicher sei: "Dass es wieder ein Jugendgericht wird, kann ich definitiv ausschließen." (Martin Putschögl, derStandard.at, 16.5.2012)
Nach der Kritik des roten Klubchefs Rudolf Schicker an Planungsstadträtin Maria Vassilakou holen die Grünen nun zum Gegenschlag aus
Erste Büro-Eigenentwicklung in Polen, die Investitionskosten betragen rund 35 Millionen Euro. Ein Drittel der 19.000 m² ist bereits vermietet
Die Teilnehmer des "Forum Building Science" waren sich einig: Wesentliches Thema, um Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen, ist die Kommunikation zwischen Mieter und Vermieter
Bundestag verabschiedete Änderung des Energieeinsparungsgesetzes - Für Neubauten der öffentlichen Hand gilt Verpflichtung schon ab 2019
Quoten seit mehreren Jahren rückläufig, aber mit hohen regionalen Unterschieden - Experte: "Reserven ausgeschöpft, Neubau immer dringlicher"
Steuer auf Unternehmensgebäude soll gekürzt werden, die umstrittene Steuer auf Erstwohnsitze könnte gleich ganz gekippt werden
Eine Gesellschaft um Heinz Neumann erwarb das leerstehende Objekt in Wien-Döbling von der Uniqa Versicherung. Was damit passiert, ist unklar
Genehmigungen aber auf höchstem Niveau seit fast fünf Jahren
Siegerprojekt der Architekturbüros Schenker Salvi Weber und feld72 soll 60 Millionen Euro kosten und Büro- und Handelsflächen vereinen
Eine Ausstellung zum 200. Geburstag des gebürtigen Dänen zeigt dessen Ringstraßen-Palais und beleuchtet auch sein Möbeldesign
Der Nachfolger der New Yorker "Twin Towers" hat seine endgültige Bauhöhe von 541 Metern erreicht
Zwei Studien über Bundesförderaktion veröffentlicht - Fensterhersteller: "Sanierungscheck erfüllt Funktion als Motivator nicht"
Großvolumiger Fertigbau und Exporte legen zu, die Branche bilanzierte 2012 mit leichtem Plus - Schlüsselfertiger Ausbau und Passivhäuser weniger gefragt
Wir senden Ihnen jeden Freitag die wichtigsten Artikel und Ansichtssachen direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Wohnungssuche am Smartphone – App für iPhone, Android & Co. - Aktuelle Version 1.1. mit zahlreichen neuen Features
Johannes Pepelnik und Harald Karl beantworten Ihre Fragen zu Miet- und Wohnrecht
NÖ | OÖ | Burgenland
Wien | Steiermark
Kärnten | Salzburg
Tirol | Vorarlberg
Immobilien Wien
eigentlich daran gehindert, den JGH sofort wieder aufzusperren?
Stattdessen gibt man dieses wichtige Ministerium bei der ersten Gelegenheit an die Schwarzen ab: so wie alle anderen Schlüsselressorts wie Finanz, Inneres, Äußeres und Wirtschaft!
durch das AMS und die Arbeitslosenversicherung ein sagenhafter Weg zum großen Mastermind mit unbegrenzten Mitteln bereitet wurde. Der hätte aus einem ehemaligen Gericht und Gefängnis sicherlich wieder irgendwas Bahnbrechendes für die uns alle geschaffen und das Objekt als Ort der Begegnung erhalten.
auf der strecke blieben, ist eine andere sache, er wurde vor möglichen problemen gewarnt, zb. die jungen kommen mit den älteren zusammen, und dass konflikte vorprogramiert seien, aber B. zog es durch, und dann wurde ein junger häftling ins spital eingeliefert, sein an*s musste genäht werden, und so weiter und so fort
- das projekt war wohl prinzipiell zukunftsweisend - die ausführung war zb. für die damaligen anrainer oft sehr belastend. Es gab viele probleme, vor allem im bereich u3 und k. nagl-platz, mit betont aggressiven jugendlichen freigängern u. vandalen.
ja, finde ich auch schade und traurig, eine kulturelle errungenschaft wie den jugendgerichtshof in den boden gestampft zu sehen.
das ist die immobilienseite. hätten sie einfach geschrieben: altes verwaltungsgebäude ohne denkmalschutz an ag verkauft - wer hätte dann hierher geschaut? - ich vermutlich nicht.
muss sich das tv eine neue kulisse suchen. die ag hat ein gutes geschäft mit bundeseigentum gemacht, das durch schlechte politische entscheidungen möglich wurde.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.