Casinos und Novomatic rittern um Spielbanklizenz

16. Mai 2012, 16:09

Die Bewerbungsfrist für das "Landpaket" ist zu Ende, das Finanzministerium hält sich zu Zahl der Bewerbungen noch bedeckt

Wien - Am heutigen Mittwoch endet die Bewerbungsfrist für die zweite Tranche der heimischen Spielbanklizenzen. Das sogenannte Landpaket beinhaltet die Konzessionen für sechs weitere Standorte, und zwar die derzeitigen Casinos in Baden, Bad Gastein, Kitzbühel, Riezlern (Kleinwalsertal), Seefeld und Velden. Fix ins Rennen gehen die Casinos Austria sowie der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic. Das für Glücksspiel zuständige Finanzstaatssekretariat will die Zahl der Bewerbungen erst am Montag bekanntgeben, da das Poststempeldatum gelte, wie es hieß.

"Wir haben eine umfangreiche und qualitativ hochwertige Bewerbung abgegeben", sagte Casinos-Sprecher Martin Himmelbauer zur Austria Presse Agentur (APA). Auch Novomatic-Sprecher Hannes Reichmann bestätigte, "dass die Novomatic-Gruppe an der Interessensbekundung zur Ausschreibung der Spielbankenkonzessionen des Landpaketes teilgenommen hat". Ob sich der Automatenkonzern wieder doppelt bewerben wird, ließ er offen. Für das "Stadtpaket" hatte Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt gleich zwei Tochterunternehmen ins Rennen geschickt - dies deshalb, um die Ausschreibung bestmöglich rechtlich bekämpfen zu können. Die Juristen des Automatenkonzerns halten es nämlich für rechtswidrig, dass die Lizenzen paketweise und nicht einzeln vergeben werden; im Winter hat Novomatic deshalb bereits den Verfassungsgerichtshof (VfGH) angerufen.

Keine freihändige Vergabe mehr

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte 2010 das österreichische Glücksspielmonopol zu Fall gebracht. Jetzt muss das Finanzministerium die bisher stets freihändig an die Casinos-Austria-Gruppe vergebenen Glücksspiellizenzen europaweit ausschreiben. Die "Interessentensuche" sorgt aber schon jetzt für heftige Kritik, zu sehr seien die Bedingungen auf die Casinos Austria zugeschnitten. Einige private Anbieter haben bereits ihre Anwälte in Stellung gebracht, sie fordern, wie auch einige Rechtsexperten, ein Zurück an den Start.

In Zukunft darf es in Österreich 15 statt 12 Casinos geben. Zu den jeweils sechs Spielbanken in Landeshauptstädten bzw. am Land kommen zwei (zusätzliche) Casinos in Wien und eines in Niederösterreich. Die Lizenzen dafür werden getrennt ausgeschrieben.

Für das "Landpaket" wiederum gelten regionale Abgrenzungen: "NÖ 1" umfasst die Bezirke Baden und Mödling, "Salzburg-Land" das gesamte Bundesland außer der Stadt Salzburg und daran angrenzende Gemeinden. Innerhalb von Kärnten kann der Standort frei gewählt werden, bei "Vorarlberg-Land" ist Bregenz ausgenommen. In Tirol wird es wie bisher drei Casinos geben, und zwar eines in Innsbruck ("Stadtpaket") und zwei außerhalb der Landeshauptstadt. (APA, 16.5.2012)

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14 Postings
30.000 Euro Belohnung

Für Hinweise und/oder Beweise, die im Fall Novomatic im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Verurteilung wegen einer Vorsatztat führen, ist eine Belohnung von 30.000 Euro ausgesetzt.
www.organisierte-kriminalitaet.at

Hui,

das Geschäft mit der Lizenzvergabe läuft bei der ÖVP sicher, wie üblich, wie geschmiert. Irgendwie muss die Korruptionspartei ja ihr karges Clubkasserl auffüllen.

Das auffallende Stillschweigen der roten Reichshälfte spricht Bände!

Nicht umsonst, also nicht gratis, hat der SPÖ Staatssekretär Schieder die Verantwortung für die Glücksspielagenden im Finanzministerium übernommen.
js

Wir sollten diesen Mafia-Ableger einfach verstaatlichen und seine sogenannten "Manager" und polit. Günstling in der ÖVP hiter Gitter bringen!

Ich bin für ein Verbot.

Alleine schon wie viel Bestechungsgeld diese mafiösen Strukturen zahlen ist unglaublich. Und wir wissen das die Justiz in Österreich nicht funktioniert - siehe Schüssel und KHG.

Kleines Glücksspiel, ja.

Glücksspiel genrell, nein. Prohibition funktioniert nicht und verteilt nur Geld in die Taschen von Kriminellen. Da ist es mir schon lieber, das Geld fließt ins Budget.

hauptsache kleines glückspiel wird verboten und zwar bundesweit (auch wenn das noch ein paar jahre dauern wird)

Da hängt viel von den nächsten Nationalratswahlen ab. FPÖ und ÖVP sind für eine weitestgehende Liberalisierung, warum auch immer...

wird sich zeigen wer am meisten geschmiert hat

IN LAS VEGAS ....

hat - so sagt man früher die Mafia die Dinge in der Hand gehabt , ein Drogenhändler der sich Sucht zum Geschäft macht ist kriminell.
Ein Staat der genau das selbe macht - ist seriös und am Wohl seiner Bürger orientiert , das der eine oder andere Bürgervertreter (legaler Drogenhändler ) da nocht mit verdient ist möglich weil wir alle es zulassen und akzeptieren - am Ende bekommen wir alle was wir verdienen auch ich.

Egal wer es wird:

Abzocker im Dienste des Staates

es muss heißen: Abzocker im Dienste der ÖVP und ihrer Amigos!

Hätte ich anders formuliert:

Staat im Dienste der Abzocker (schließt diverse 'Parteienvertreter' mit ein)...

...professionell organisierte Tasch'lzieher allesamt!

Novomatic mit den Amon von der övp

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