OeKB und Exportfonds ordnen Finanzierungen neu

16. Mai 2012, 15:46
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"Große" bei OekB, KMU-Refinanzierung über Österreichische Exportfonds GmbH

Wien - Ab 30. Juni 2012 soll eine neue Regel für kurzfristige Exportrahmenfinanzierungen gelten. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden dann in Exportangelegenheiten über die Österreichische Exportfonds GmbH refinanziert. Kurzfristige Kredite großer Unternehmen werden weiterhin von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) getragen.

Das bisherige Zusatzfinanzierungsverfahren "revolvierendes Exportfinanzierungsverfahren" wird in den Exportfonds beziehungsweise in den Kontrollbank Refinanzierungsrahmen (KRR) integriert werden, gab die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.

Künftig gilt der Exportfonds-Zinssatz für KMU, für die "Großen" der KRR-Zinssatz. Haftungsbasis aller kurzfristigen Finanzierungen sind Wechselbürgschaftszusagen der OeKB. Für Rahmenfinanzierungen von Großunternehmen soll der maximal finanzierbare Umsatzanteil von 12 Prozent entfallen. Die Kredithöhe soll dann nur mehr durch bestehende Exportforderungen und Exportaufträge limitiert sein. Allerdings werden nur Exportaufträge bis maximal 10 Prozent des Vorjahresexportumsatzes berücksichtigt werden.

Die OeKB-Refinanzierungen für einzelne Exportgeschäfte und Investitionen sind von der Neuordnung nicht berührt. (APA, 16.5.2012)

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