Vatikan und Benetton beendeten Streit um küssenden Papst

16. Mai 2012, 14:48
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Fotomontage von Benedikt XVI. und Imam hatten Kirche erzürnt

Vatikanstadt - Der Vatikan und der italienische Modekonzern Benetton haben ihren Streit um eine Werbekampagne mit einem küssenden Papst beendet. Es sei ein vorläufiges Abkommen zwischen beiden Seiten geschlossen worden, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi am Mittwoch im Radio Vatikan. Benetton werde das Motiv nie wieder nutzen und auch helfen, die Verwendung der umstrittenen Bilder durch Dritte - vor allem im Internet - zu unterbinden. In dem Streit ging es um eine Fotomontage, in der sich Papst Benedikt XVI. und ein Imam küssen.

Der Vatikan hatte empört auf die Kampagne reagiert. Benetton gestand nun den "Missbrauch des Papst-Bildes" ein, entschuldigte sich und leistete damit laut Lombardi eine "moralische Wiedergutmachung". Der Vatikan verzichtet demnach auf Schadensersatz - er erhält von dem Unternehmen aber eine Spende für karitative Zwecke. Über deren Höhe wurden keine Angaben gemacht. "Wir hoffen, dass dieser Vorfall als Lektion dient", sagte Lombardi.

Das umstrittene Werbeplakat zeigte Benedikt XVI., den Kopf leicht zurückgeneigt, wie er seine Lippen auf die des ägyptischen Imams Ahmed el Tajjeb presst. Es war Teil der globalen Benetton-Kampagne "Unhate" (Nicht-Hass). Weitere Fotomontagen zeigen Küsse zwischen US-Präsident Barack Obama und seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao, zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sowie zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. (APA, 16.5.2012)

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  • Papst und Benetton und Google-Screenshot:  Benetton will helfen, die 
Verwendung der umstrittenen Bilder durch Dritte - vor allem im Internet -
 zu unterbinden.
    foto: screenshot google

    Papst und Benetton und Google-Screenshot: Benetton will helfen, die Verwendung der umstrittenen Bilder durch Dritte - vor allem im Internet - zu unterbinden.

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