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Harald Ruiss (re.) als vierter Offizieller an der Seite von Mattersburg-Coach Franz Lederer.
Wien - Harald Ruiss hat am Dienstagabend in einem offenen Brief seinen Rückzug als Referee der Fußball-Bundesliga angekündigt und bei dieser Gelegenheit scharfe Kritik am österreichischen Schiedsrichterwesen geübt. In dem achtseitigen Schreiben, das an den ÖFB, die Schiedsrichter-Kommission und Medienvertreter gerichtet war, berichtet der Wiener über "offenkundige Fehlentwicklungen" und "gravierende Missstände".
Ruiss kam mit dem Brief seiner bereits feststehenden Rückstufung auf die "Leistungsstufe 3" (Regionalliga) zuvor. Aus Rachegelüsten habe er die Mitteilung aber nicht verfasst, betonte der 30-Jährige. "Vielmehr geht es mir darum, die Öffentlichkeit über Missstände im Elitebereich des Schiedsrichterwesens zu informieren und das Schweigen darüber zu brechen."
Die Vorwürfe
Vor allem Johann Hantschk, Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission, und Schiedsrichter-Manager Fritz Stuchlik sind Ruiss ein Dorn im Auge. Hantschk sei "trotz Nichtqualifikation" (der 73-Jährige leitete nur zwei Spiele der zweithöchsten Spielklasse) in sein Amt gehievt worden und versuche sich ins mediale Rampenlicht zu spielen, ohne eine höhere Professionalität anzustreben.
Stuchlik hätte laut Ruiss schon viel früher den Hut als Schiedsrichter nehmen müssen, weil er an den Lauftestvorgaben scheiterte. Seine Zeiten seien aber vom Elitekomitee zugunsten Stuchliks verfälscht worden. Der Schiedsrichter-Manager habe ein "weitreichendes Mediennetzwerk" aufgebaut und sei "seit Jahrzehnten mit den Interna des ÖFB und seiner Mitarbeiter vertraut". Dadurch sei Stuchliks Position derart gefestigt, "dass sein Handeln keiner Kontrolle unterliegt".
In Wahrheit sei Stuchlik der starke Mann im heimischen Schiedsrichterwesen. "Der medial gekrönte 'Schiri-Boss' Hantschk wirkt wie seine Mitstreiter lediglich wie eine Marionette, die - wie die meisten anderen Mitglieder des Komitees - an Stuchliks Fäden hängt. Das, was der Manager sagt, hat zumeist Gültigkeit - seine 'Erkenntnisse' werden aber immer im Namen des Komitees verlautbart."
"Bundesländer"-Denken
Weiters bemängelte Ruiss das seiner Meinung nach willkürliche Benotungssystem für Schiedsrichter und das "Bundesländer"-Denken. Da jeder Landesverband im Profi-Bereich mit einem Referee vertreten sein muss, "kann es vorkommen, dass ein sehr guter, talentierter Schiedsrichter aufgrund seiner 'falschen' Bundesländerzugehörigkeit unberücksichtigt bleibt".
Ruiss leitete in seiner Karriere 21 Spiele der Ersten Liga und drei ÖFB-Cup-Partien. Seinen bisher letzten Einsatz absolvierte er am 27. März beim 1:1 zwischen Grödig und dem LASK.
ÖFB über Vorwürfe "bestürzt"
In einer Stellungnahme am Mittwochabend zeigte sich der ÖFB "bestürzt" über die Aussagen von Harald Ruiss und sprach von "ungerechtfertigten, persönlichen Angriffen". "Für konstruktive Kritik sind wir innerhalb unserer Organisation sehr offen und dankbar. Daher wären wir auch für Harald Ruiss jederzeit für ein konstruktives Gespräch zur Verfügung gestanden. Die Möglichkeit dazu hat er in den Jahren seiner Assistenz- und Schiedsrichtertätigkeit im Bundesligabereich allerdings nie genutzt", wurde Fritz Stuchlik zitiert.
Die "inhaltlich und argumentativ haltlosen Aussagen" seien laut ÖFB "zum Zeitpunkt einer, menschlich durchaus nachvollziehbaren, persönlichen Frustration" entstanden, es handle sich "primär um einen emotional motivierten Rundumschlag". (APA, 16.5.2012)
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Das zeigte er schon Woche für Woche in seiner "aktiven" Zeit ! Er brachte es fertig dass ich als Fußballfan diese Spiele nicht mehr besuchte die er (ver)pfiff , der Rotkarten-König von Österreich !!!
Und einen Lauftest - ich bitt Sie , das juckt einen Stuchlik gar nie , nie ....!
Ihre von Ihnen gemachte Einschätzung von Stuchlik bestätigt meine jahrelange Beobachtung !!!
diese Vorwürfe zu entkräften. Sie behaupten ja nichtmal, dass er lügt?
Bei diversen Vereins- und Verbandsfunktionieren ists wohl noch schlimmer. Ich wage zu bezweifeln, dass es mehr als eine Handvoll Mitarbeiter beim ÖFB gibt, denen der österr. Fußball auch wirklich wichtig ist!
geh bitte...was für ein lächerliches statement.
Wie wärs wenn man statt dessen ein bissal auf die Vorwürfe eingeht und sie entkräftet??!?!
Langsam glaube ich, dass viele Menschen nur Vorurteilhaft meinen Nick-Lesen.
Wirtschaftsflüchtling AM Balkan, ich bin "Urösterreicher" bzw. "Schwabo" der jetzt AM Balkan lebt. :)
Nix für ungut, sie sind nicht der erste der meinen Nick falsch gelesen hat.
Und Grün, weil der Schmäh gut gewesen wäre, wenn ich vom Balkan wäre. ;)
er hat in den spielen, die ich unter seiner leitung gesehen habe, nicht überzeugt.
allerdings ist der schiri-job wirklich unangenehm, ich habe einmal eine juxpartie gepfiffen und in der pause aufgehört, weil mich die größten anti-kicker beschimpft haben. weil sie einfach unfähig waren.
Ein link zu dem kompletten Brief:
http://www.laola1.at/fileadmin... 052012.pdf
Es beginnt bereits im Nachwuchs ( beginnend bei den zwergen). Wie dort teilweise gepfiffen..teilweise sehr willkürlich..Ich sage zu immer: Am Fussballplatz hat der Schiri immer recht, bloß keine Diskussionen, ruhig bleiben (auch wenn man Kapiän ist)... aber die kids wissen zum Glück auch, wie man mit Schiris umgehen kann (mit dem kann man reden, bei dem is ma still, dem stimmt man immer zu)..wenn sie das fürs Leben lernen ist schon viel gewonnen.
nicht kuscheln, sondern soziale Fähigkeit, dass man eben manchmal besser ruhig ist, im Sinne der mannschaft. Wäre mal interessant im Nachwuchs zu fragen, was sich die jungen Spieler von einem Schiedsrichter erwarten..wahrscheinlich das Gleiche wie von Lehrern ......
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