Lebensmittel-Skandal um falsche Schweineohren in China

16. Mai 2012, 13:26

Auf einem Markt in Ganzhou als Delikatessen verkaufte Ohren verströmten üblen Geruch

Shanghai - Ein neuer Lebensmittelskandal erschüttert China - diesmal geht es um falsche Schweineohren. Die Polizei gehe im Osten des Landes Vorwürfen nach, dass Händler statt echter und als Leckerbissen geltender Schweineohren Produkte aus Gelatine verkauften, berichtete am Mittwoch die amtliche Tageszeitung "China Daily".

Der Gelatine-Trick flog auf, nachdem sich mehrere Verbraucher beschwerten, dass auf einem Markt in Ganzhou in der Provinz Jiangxi gekaufte Ohren bei der Zubereitung einen üblen Geruch verströmten. Bei Labor-Untersuchungen stellte sich dann heraus, dass die Ohren aus Gelatine und Natriumoleat, einem Seifenzusatz, verfertigt wurden.

Erst kürzlich Kohl und Milchpulver betroffen

China wird immer wieder von Lebensmittelskandalen heimgesucht. Erst vor einer Woche war aufgeflogen, dass Händler Kohl mit gefährlichem Formaldehyd bespritzten, um die Ware frisch zu halten.

2008 war in der Volksrepublik Milchpulver auf den Markt gekommen, in das die gesundheitsschädliche Chemikalie Melamin gemischt worden war, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Sechs Kinder starben, fast 300.000 Kinder mussten wegen schwerer Nierenleiden behandelt werden. Die Regierung kündigte daraufhin ein strenges Vorgehen gegen das Verunreinigen von Lebensmitteln an. Bei besonders schweren Vergehen können Verantwortliche mit dem Tod bestraft werden.

Allerdings gab es in China auch nach dem Milchpulverskandal immer wieder Fälle von verseuchten Lebensmitteln. So wurden mit Schwermetallen belastete Reiskörner entdeckt, mit krebserregenden Nitraten verseuchte Bohnensprossen, chemisch gefärbte Brötchen, Schweinefleisch mit Anabolika-Rückständen oder mit einer so hohen Bakterienkonzentration, dass das Fleisch im Dunkeln leuchtete. (APA, 16.5.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 100
1 2 3

gibts eigentlich irgendwas das die chinesen nicht fälschen?:o)

Appetitlich

Das Foto sieht nicht gerade appetitlich aus. Da graust mir schon beim hinsehen auch wenn es echte Schweinsohren sind.

Beim nächsten Skandal werd ich Veganer.

Schmeckt Kebap Besser?

http://tinyurl.com/ylxk842
.,.

als zusatzmaßnahme zur 1-kind-politik sind vergiftete lebensmittel natürlich ein tolles mittel, die bevölkerungsexplosion in den griff zu bekommen.

:o(((

angesichts dieser hiobsbotschaft bleibt nur zu hoffen...

... dass unser steirisches kernöl nie mit dem schmalz vulkanische schweinsohrwaschln verunreinigt wird.

Warum wohl

kauf ich im Billa keinen Knoblauch aus China?

weil sie die EHEC-gurken aus biodynamischer zucht präferieren ?

dazu ein rinderwahnsinns-steak, ein paar hormonkartoffeln und ein gutes glykoltropferl (mit geographischer herkunft) - klingt ja gut.

auf die idee muss ma erst einmal kommen ...

die menschen sind erfinderisch

wenn es darum geht, ihren "Profit" zu heben.

Sieht man auch in unseren Breiten.

Der Glykol-Wein war auch nicht so ohne ....

Hoax-Alarm...

Ich nehm alles zurück

Hier wird (auf chinesisch, aber Bilder sagen mehr als Worte) gezeigt, wie es gemacht wird. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so etwas kostendeckend herzustellen ist:
www.youtube.com/watch?v=0... re=related

Allerdings: Wie man die Schale hinkriegt, wird ausgespart.
Ganz sicher ist man sich auf verschiedensten Seiten dennoch nicht, ob das ganze nicht ein Schwindel ist und alle Seiten die das propagieren, arbeiten mit denselben Bildern und selben Videos. Vom Kauf eines gefälschten Ei´s und einer chemischen Analyse desselben hab ich nichts gefunden.

angeblich

ist es ja auch guenstiger. wenn das der fall ist, dann kauf ichs. sofern es nicht zu krebserregend ist.>)

Auf Japanisch

wird es erklärt ;)
Tschuldigung, ist mir nur aufgefallen.

Ja in China sind die Menschen wenigstens noch was wert, das merkt man in allen Lagen!

wer China kennt.....

War frührer oft in China (nicht nur in Peking und Shanghai).
Die Ehrfurcht vor einer absolut respektlosen Gesellschaft verliert man dann, wenn man einen etwas tieferen Einblick hat!
Glauben Sie mir, es gibt kaum lebensverachtendere Menschen in unserer Zeit als dort. Mädchen werden abgetrieben oder nach der Geburt getötet.
"Rituale",in welchen Tiere zum Verzehr getötet werden (hab' das mal mit Schlangen gesehen) führen - als Westeuropäer - nur zu Rückschlüssen, dass es sich in China, mehrheitlich, um absolut - für unsere Empfindungen - extrem grausame Individuen handelt, welche dann auch nicht vor dem Export von hochgradig vergifteten Lebensmitteln zurückschrecken.
Auch wenn wir daran Mitschuldig sind ist die kein Freibrief!!!

"Rituale",in welchen Tiere zum Verzehr getötet werden

können Sie mir diesen Satz genauer erläutern?

Es ist für mich der einzige Grund, überhaupt ein Tier töten zu lassen, wenn es ausschließlich zum Verzehr bestimmt ist, und nicht zwecks Show.

da hätt ma noch fische, die lebend frittiert werden.

was hätt ma da noch?

ach ja, fast den ganzen tigerbestand ausgerottet, weil die chinesische medizin von der potenzfördernden wirkung von gemahlenen tigerknochen überzeugt ist.

Auf die Tigerknochen schwören meine Frau und ich.

Ich kann das erklären. Wenn man lebenden Affen die Schädeldecke öffnet um genüsslich deren Gehirn rauszulöffeln, dann ist das ein Ritual, in welchem Tiere zu Verzehr getötet werden.

klingt eher nach thailand.

ich hätte in china nur erlebt, dass die tiere in käfigen oder freilauf vor dem lokal stehen, und dann quasi den direkten weg zum topf antreten (schlangen, frösche, hühner, ...).

na dann bleibens doch in gramatneusiedl

Ihr "tieferer Einblick" beschränkt sich also auf gängige Klischees? Schade.

In Europa steht auf solchen "Lebensmitteln"...

... "Made in Poland". Meistens steht auf polnischen Produkten nur "Made in EU".

Das ist jetzt aber schon ein bissl zynisch

Posting 1 bis 25 von 100
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.