Radbotschafter aus Kopenhagen: "Autos in Wien den Platz nehmen"

Ansichtssache | Maria von Usslar, 17. Mai 2012, 12:30

"Das Auto ist der Elefant im Porzellanladen", findet der dänische "Fahradbotschafter" Mikael Colville Andersen. Sein Fotoblog zeigt den Trend zum Fahrrad.

Bild 1 von 16»
foto: cyclechic/mikael colville andersen

Wien will Kopenhagen werden - jedenfalls, was das Fahrradfahren betrifft. Die Vorzeigestadt hat einen Fahrradanteil am Verkehr von über einem Drittel (Wien: sechs Prozent).

Hinzu kommt, dass die Dänen wohl auch auf ästhetischer Ebene eine Vorreiterrolle haben. Mikael Colville Andersen hat dies in einem Fotoblog über Jahre dokumentiert. Jetzt erscheint sein Buch "Cycle Chic".

weiter ›

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1626
Radbotschafter aus Kopenhagen...

Topidee aus Kopenhagen!Aber bei "uns" im "Ösi"-"Dösi" Land,läßt sich diese Idee ja kaum verwirklichen,da wir hier ziemlich träge sind,& die "Boulevard"-Medien ja kaum diesbezüglich "reagieren"...Immer noch ist das "heilig's Blechle" in "Pole Position".....
&:"Wer sich an's Absurde gewöhnt,findet sich in dieser Welt,gu("a")t zurecht",oder "täusche" ich mich???

Vancouver ist auch nicht DIE Radmetropole

weil auch sie die Radfahrer in ein Ghetto verbannt. Radfahren ist Verkehr und gehört dort hin, wo der Individualverkehr stattfindet, auf die Fahrbahn. Dort ist es am sichersten, weil die Fahrzeuglenker die Radfahrer direkt im Blickwinkel haben. Fährt der Radfahrer auf dem Radweg wird er bestenfalls beim Abbiegen wahrgenommen, wobei die Radfahrer, die von abbiegenden LKW überrollt wurden, dem widersprechen.

2312
22.5.2012, 11:36

es beruhigt mich sehr das der KopenhagenBlum auch nicht ganz dicht ist, ich dachte schon nur unserer ist so ...

warum immer kopenhagen?

vancouver rules!

http://www.velo-city2012.com/videos

[ps: liebe wiener linien - könntet ihr euch das mit dem fahrradhalten an den bussen mal anschauen?]

was bei diesem thema zu kurz kommt...

ist meiner meinung nach der sinnvolle ausbau der öffis um radfahrer mittransportieren zu können...

denn anders als in dutch mountains gehts bei uns ganz schön bergauf und bergab...

das lässt ein entspanntes reisen per rad für nicht topfitte mitbürger ohne duschmöglichkeit vor dienstbeginn nicht zu...

das Fahrrad gehoert nicht transportiert, in Wien sollten schnellstens die Citybikes ausgebaut werden, dann haben sie genau das was sie wollen, je nach Lust und Laune fahren sie alles mit dem Rad oder den Oeffis oder sie fahren teils Oeffis teils Rad.
In Wien gibt es das Fahrradverleihsystem am laengsten und ist am schlechtesten ausgebaut. Staedte wie Sevilla, Lyon, Paris, Laibach zeigen wie es geht und in Wien ist man zu einfaeltig es einfach nachzumachen. Wenn das Netz dicht genug ist werden die Citybikes sehr oft ausgeliehen. Die zurueck gelegten Strecken sind eher kurz sowie auch die Ausleihzeiten. Sehr oft werden die Citybikes kombiniert Citybike - Oeffis - Citybike verwendet. Damit kann man auch eingefleischte Autofanatiker zum Umstieg

Ich finde das auch toll! Wenn es nach Regen ausschaut, fahre ich nicht mit meinem Rad, sondern borge ein Citybike, dann kann ich mit der Bim heimfahren. Wenn ich mich mit Leuten zur "Langen Nacht der Museen" treffe, und nicht wieder zum Rad zurückgehen will, borge ich ein Citybike. Wenn ich das Rad lange unbeaufsichtigt lassen muss, borge ich ein Citybike.
Leider geht das nur im Kern Wiens.

Wenn Sie in Paris radfahren, müssen Sie lebensmüde sein.

in Paris steigt die Verwendung der Fahrraeder, auch der privaten seit es die Velibs gibt

Was keine Kunst ist, weil sie vorher so gut wie nicht vorhanden war.
Der Pariser Verkehr ist um einiges mörderischer als unserer, ich würde dort nie im Leben radfahren.

schon probiert? Auf dem Champs Elysees können Sie wunderbar mit dem Velib cruisen, müssen nur darauf aufpassen, nicht auf die Stoßstange des Vordermannes aufzufahren.

Auch sonst kommt mir Radfahren in Paris wesentlich entspannter vor als in Wien: Überholt wird man mit Abstand, es wird nicht gehupt, wenn man vor der roten Ampel die Geschwindigkeit reduziert und man kann sichs aussuchen, ob man am Radweg oder besser auf der Fahrbahn fährt...

Nein danke, ich neige nicht zu Selbstzerstörungsaktionen.
Ich genieße Paris per Metro, zu Fuß oder im Taxi.

was mach ich mit kinderwagen samt säugling und hund mit einem citybike?

Kannst du dir kein eigenes Fahrrad leisten? Dann fahr' halt mit dem Bus.

fuer sie gibt es die Strassenbahn, den Bus und U- und S-Bahn.

Wer setzt sich überhaupt auf so einen unmöglich bäurischen Karren? dAs sind ja keine Räder sondern Raiffeisenbauerngefährte und in etwa so "gelenkig" wie selbige.

momentan machen das 500.000 pro Jahr, wenn wir doppelt soviele Stationen haetten wuerden es zumindest 2.000.000 machen.
Gerade sie muessten jeden/r die/der vom Auto aufs Rad umsteigt dankbar sein, dann haben sie doch mehr Platz fuer ihr Auto.

Na ja - wenn ich Radfahre, dann mit einem Rad und nicht so einem Bauerngarben.

es steht ihnen frei ihr privates Fahrrad zu nutzen, fuer viele andere waere es eine optimale Erweiterung der oeffentllichen Verkehrsmittel. Sprich z.B. 2,5km zur naechsten U-Bahn und dann mit der U-Bahn weiterfahren, aber dafuer waeren wesentlich mehr Stationen noetig, wie gesagt in anderen Staedten wie z.B. Sevilla werden diese Fahrraederwesentlich mehr genutzt da es viel mehr Stationen gibt.

Noch besser wäre, statt 2,5 km mit dem RAd zur Ubahn

und am Ziel wieder x km mit dem Rad zum Ziel gleich zu Hause max. 300 m zur nächsten Straßenbahnstation gehen und am Ziel von der Haltestelle max. 300 m gehen. Wäre im Endeffekt in den meisten Fällen schneller.

ist natuerlich auch ok, leider steckt die Strassenbahn in Wien oft im Autoverkehr fest. Mit der Kombination Citybike Oeffis wird man so manche AutofahrerInn zum umsteigen bewegen koennen, aber dazu braucht es mehr Citybike Stationen.

In etwa 80% der Gleise

sind vom MIV getrennt (Markierungen, Stuttgarter SChwellen etc.

es sind 74%
aber was nuetzt das wenn die Strassenbahn an den entscheidenden Stellen im Stau stehen? Sind ihnen die Strassenbahne schnell genug?

Dass die Straßenbahn zu langsam ist

hängt weniger an den Teilen der STrecke, die sie sich mit dem Individualverkehr teilt. (OK, Währinger STraße vor der Spitalgasse stadteinwärts ist ein äußerst neuralgischer Puntk), sondern viel mehr an:
1) Zulagen für die Fahrer, die nach Fahrzeit ausbezahtl werden, Gewerkschaft verhindert deswegen schnellere Fahrzeiten
2) Ampeln, vor allem Ampeln mit unbedeutenden Straßen, wie Gasgasse/Mariahilfer Straße, Matznergasse/Linzerstraße, die die Straßenbahn unnötig aufhalten
3) Verkehrssünder - parken unter Behinderung der STraßenbahn, in der Kolonne so stehen, dass das Fahrzeug in den abmarkierten Gleisbereich steht, Kreuzung blockieren, weil man sie nicht rechtzeitig verlassen kann.

Natürlich wären 100% eigener Gleiskörper ideal.

- Zulagen fuer die Fahrzeit - gibt es dazu schriftliche Unterlagen? wuerde mich brennend interessieren.
Punkt 3 waere auch loesbar ueberall dort wo die Strassenbahn sehr oft durch Falschparker aufgehalten wird sollten einfach die Parkplaetze weggenommen und die Gehsteige verbreitert werden oder Radwege angelegt werden.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 1626

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.