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Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Donnerstag schwächer aus dem Handel gegangen. Sorgen um Griechenlands Verbleib in der Eurozone, Spekulationen um eine Ratingabstufung spanischer Banken sowie enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben den Aktienkursen zugesetzt. Der DAX verlor 75,30 Punkte (minus 1,18 Prozent) auf 6.308,96 Einheiten. Der deutsche Leitindex beschleunigte im relativ umsatzarmen Feiertagshandel seine am Montag begonnene Talfahrt. Der TecDAX sank um -4,76 Punkte oder -0,63 Prozent auf 754,81 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 125,54 Punkte oder 1,22 Prozent auf 10.205,89 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.241,95 Einheiten und einem Minus von 38,44 Zählern oder 1,17 Prozent. Der C-DAX verlor 6,45 Punkte oder 1,14 Prozent auf 561,03 Zähler.
Die Ratingagentur Moody's plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Rundumschlag gegen spanische Banken. "Nachdem die italienischen Banken von Moody's vor wenigen Tagen herabgestuft wurden, wäre es keine Überraschung, wenn die spanischen heute oder in den nächsten Tagen dran wären", sagte Händler Markus Huber von ETX Capital. Er sprach von einer insgesamt "sehr negativen Marktstimmung" und verwies ferner auf die deutliche Eintrübung des US-Geschäftsklimas in der Region Philadelphia. Die geringen Umsätze am deutschen Aktienmarkt würden die Bewegung nach unten zudem noch verstärken. "Was dem Markt aber vor allem kräftig zusetzt, ist die Ungewissheit bis wohl mindestens zum 17. Juni, wenn die nächsten Wahlen in Griechenland stattfinden."
Staatsanleihen gefragt
Am Vormittag noch hatte eine wichtige spanische Anleihen-Auktion die wenigen Marktteilnehmer in Atem gehalten. Die Staatsanleihen waren zwar stark gefragt, doch ziehen die Zinsen, die Madrid bieten muss, immer weiter an.
Der Bankenwerte-Sektor zählte erneut zu den schwächsten in Europa. In Deutschland gaben die Titel der Commerzbank um 1,62 Prozent nach und die der Deutschen Bank um 1,96 Prozent.
Die Aktien der Deutschen Börse zeigten sich vor allem wegen des Dividendenabschlags von 3,30 Euro tief im Minus, ebenso notierten die BMW -Titel wegen des Dividendenabschlags von 2,30 Euro optisch schwach. Die Papiere von MAN hingegen gaben nach einer Hochstufung durch die WestLB nur um 0,59 Prozent nach auf 80,52 Euro. Die WestLB hatte ihr Anlageurteil nach der im Vergleich zum Index Stoxx Europe 600 unterdurchschnittlichen Kursentwicklung der Aktien im letzten Monat auf "Neutral" angehoben. (Reuters, 17.5.2012)
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