"Silbermöwe" in Wien 3 nimmt Formen an

  • So soll die "Silbermöwe" im Herbst aussehen, ...
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    rendering: ca immo

    So soll die "Silbermöwe" im Herbst aussehen, ...

  • ... und so sieht sie aktuell aus. Am Dienstag war Gleichenfeier.
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    foto: putschögl

    ... und so sieht sie aktuell aus. Am Dienstag war Gleichenfeier.

  • Das gesamte Areal "Lände 3" hat 80.000 m² an Bestandsflächen. Das Objekt mit den beiden unterschiedlich hohen Bauteilen im rechten Bildzentrum ist die "Silbermöwe".
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    rendering: ca immo

    Das gesamte Areal "Lände 3" hat 80.000 m² an Bestandsflächen. Das Objekt mit den beiden unterschiedlich hohen Bauteilen im rechten Bildzentrum ist die "Silbermöwe".

Gleichenfeier beim CA-Immo-Projekt "Lände 3", das der Konzern nach dem Siemens-Auszug zum "modernen Stadtquartier" umbauen will

Die CA Immo lässt seit vergangenem Sommer das Bürogebäude "Silbermöwe" an der Erdberger Lände in Wien-Landstraße revitalisieren. Der Rohbau des knapp 40 Meter hohen Objekts ist nun fertiggestellt, am Dienstag war Gleichenfeier. Bis Herbst 2012 sollen hier auf sieben bzw. zehn Etagen moderne Büroflächen mit rund 17.500 m² vermietbarer Nutzfläche entstehen.

Zwei Baukörper

Die CA Immo hatte im Jahr 2004 das gesamte Areal von der Firma Siemens erworben, die bis dahin noch Mieter war und im März 2010 schließlich in die neue Siemens-City übersiedelte. Im Herbst 2011 bezog die Post AG als neuer Ankermieter im nunmehr "Lände 3" genannten Quartier ihre neue Unternehmenszentrale. Das 80.000 Quadratmeter Bestandsfläche umfassende Areal soll mit Wohnungen, Büros und Geschäften gemischt genutzt werden - als "neues, lebendiges Stadtquartier".

Die "Silbermöwe", in deren Modernisierung nun 30 Millionen Euro fließen, setzt sich aus zwei Bauteilen zusammen: Ein zehnstöckiger Längskörper mit Arkadierung im Vorbereich, den der zweite U-förmige siebenstöckige Bauteil harmonisch umschließt. Neben der Innensanierung wird auch die Fassade der beiden Bauteile vollkommen erneuert, eine energieoptimierte Alu-Glas-Fassade wird angebracht.

Nach Abschluss der Bauarbeiten gegen Jahresende sollte das Gebäude dann, wenn alles nach Plan läuft, auch nach ÖGNI/DGNB zertifiziert sein.

Eine Brücke

Über das Engagement der CA Immo zeigte sich Bezirksvorsteher Erich Hohenberger (SPÖ) sehr erfreut. In seiner Rede auf der Gleichenfeier berichtete er von einer "enormen" Nachfrage nach Wohnungen im 3. Bezirk. "Jeden Freitag kommen junge Menschen in meine Sprechstunde und sagen: 'Wir wollen eine größere Wohnung.'"

Der Bezirkschef nützte die Gelegenheit außerdem gleich dazu, um den anwesenden CA-Immo-Chef Bruno Ettenauer um eine neue Brücke über den Donaukanal zu bitten: "Eine Brücke wäre gut. Wir als Bezirk können's uns nicht leisten. Vielleicht springt die CA Immo ein", sagte er zur Erheiterung der zahlreichen Festgäste.  (map, derStandard.at, 15.5.2012)

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9 Postings
Das Projekt

hat keine Seele

Jeden Freitag kommen junge Menschen in meine Sprechstunde

und sagen: 'Wir wollen eine größere Wohnung.'

Ist denn Herr Erich Hohenberger vom Brotberuf Wohnungsmakler, oder wie?
Die Bezirksvosrsteher in Wien haben NULL Kompetenz bei der Wohngsvergabe, also wie macht der Erich Hohenberger das? Was läuft da ab? Offensichtlich läuft was, sonst würde am Freitag die Sprechstunde gähnend leer sein.

Natürlich ist der Herr Bezirksvorsteher Wohnungsmakler. Jeder kennt die Wiener Real-Verfassung.

Neue Fassade haben's draufgeknallt. Toll...

und ein bisserl aufgestockt

Mit welchem Geld die das wohl bauen?

Ach wie scheusslich.

Von dem (unvorteilhaften) 'Rendering' kann man nicht auf das endgültige Aussehen schließen.

aber städtebaulich kann mans jedenfalls beurteilen

und das urteil fällt vernichtend aus:

statt die durchlässigkeit der dahinter liegenden wohnbebauung wieder herzustellen, wird weiterhin das quartier zum donaukanal hin abgeriegelt.

lauter idioten am werk, leider

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