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Wien - Die Österreichischen Bundesforste, größte Waldbesitzer im Land, wollen das schwankungsanfällige Geschäft mit Holz anteilsmäßig zugunsten stabilerer Ertragsbringer zurückfahren. Der teure Ausflug in die Erzeugung von Strom und Wärme aus Holz (SWH), der über das gleichnamige Joint Venture lief, wird als Lehrgeld abgehakt. Stattdessen soll der Bau von Wasser- und Windkraftanlagen forciert werden, gab das Vorstandsduo Georg Erlacher und Georg Schöppl bei der Bilanzpräsentation am Dienstag bekannt.
Von den 30 Biomassewerken, die SWH, ein Gemeinschaftsunternehmen mit Kelag Wärme, in den letzten zehn Jahre mit Partnern errichtet hat, wurden 28 abgestoßen. Zwei Werke in Ennsdorf (NÖ) und Imst (Tirol) bleiben bis auf weiteres im Portefeuille, ebenso die Drittelbeteiligung an der Biomasse Simmering, an der die Bundesforste direkt beteiligt sind (zwei Drittel hält Wien Energie). "Wir haben keine Absicht, das zu erweitern", sagte Schöppl.
Weniger Holzeinschlag
Die SWH machte 2010 vor dem Radikalschnitt rund 2,5 Mio. Euro Verlust, 2011 waren es etwa drei Millionen. Die Banken mussten dem Vernehmen nach neun Mio. Euro nachlassen. "Die Reorganisation hat uns 2011 knapp eine Mio. Euro im Ergebnis gekostet", sagte der bei den Bundesforsten für die Finanzen zuständige Schöppl.
Abgesehen von der Biomasse konnten die Bundesforste mit 1150 Mitarbeitern trotz historisch niedrigen Holzeinschlags von 1,5 (2010: 1, 7) Mio. Festmetern die Betriebsleistung auf 226,1 (219,8) Mio. Euro erhöhen. Dividende und Fruchtgenussentgelt zusammengerechnet, wurden 29, 9 (27,6) Mio. Euro an den Staat abgeführt.
Ausbauen wollen die Bundesforste das Immobilien- und Dienstleistungsgeschäft. Im Bereich erneuerbarer Energien habe man 40 Kleinwasserkraftprojekte in der Pipeline. Schöppl: "Wenn wir 20 schaffen und noch ein paar Windparks, wäre das ein schönes weiteres Standbein". (stro, DER STANDARD; 16.5.2012)
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http://diepresse.com/home/wirt... t/index.do
Ich kann mir das sehr schwer vorstellen. Manchmal schlägt schon einmal ein Orkan eine Schneise in den Wald und das Fallholz ist nicht mehr industriell nutzbar. Aber diese Baumstämme schauen alle ziemlich gesund aus. Es ist doch Schwachsinn so etwas zu verheizen und nicht höherwertig zu verwenden.
Wenn ich mit dem Zug von Salzburg Richtung München fahre sehe ich ein ähnliches Bild. Sägewerke schauen etwas anders aus, und vor allem kommt da kein Wasserdampf in solchen Mengen aus einem Kamin.
Am Internet finden Sie aber ein Nahwärmekraftwerk für die Stadt Salzburg. Auch wenn das Kraftwerk auf dem Bild vielleicht keinen Strom erzeugt ist es doch unsinnig solche Baumstämme in einen Ofen zu schieben.
Um Transportkosten zu sparen werden wahrscheinlich ganze Holzstämme angeliefert. Denn wenn man Hackschnitzel transportiert transportiert man hauptsächlich Luft. Daher sind Hackschnitzel nur regional sinnvoll. Das selbe gilt für Pellets.
weil sie so gern mehr bezahlen als notwendig...
und weil atomenergie soooo billig ist, reißen sich die unternehmen danach, akws bauen zu dürfen, wenn eine regierung was ausschreibt (litauen, gb...)
bei der Schnittholzproduktion anfällt. hier streiten nun die Papierindustrie-, Pelletsproduzenten und Betreiber von Biomasseanlagen um das Restholz. gibts zuwenig muss auch teures Nutzholz, Schnittholz gekauft werden und die rechnunugen stimmen nicht mehr.
Holz ist eben kein Commodity. beim Raps machte man vor 15 Jahren den gleichen Fehler.
1) Die Menge an Strom ist der Schlüssel da dieser den Profit bringt
2) KWK in dieser Dimension sind technisch ineffizient (geringe Stromausbeute) und fehleranfälliger
3) Holz hat im Vergleich zu Gas eine viel geringere Stromausbeute
4) Im optimalen Fall sollte auch die Wärme möglichst zu 100% verkauft werden - dies ist oft nicht möglich wenn man es auf die grüne wiese baut, bzw. Haushalte als Abnehmer hat (keine Abnahme im Sommer)
5) Holzpreis ist in der Vergangenheit stark gestiegen - wobei für die bundesforste ist das linke tasche/rechte Tasche, aber für die KWKs ist es nur negativ
6) Die einzigen wirklich profitablen Biomasse KWKs sind die der Papierindustrie (MW Bereich,Holzabfälle,ganzjährige wärmenutzung im prozess)
gute Darstellung
folgende Anmerkungen
4) Abnahme im Sommer: man kann auch Fernkälte im Sommer produzieren (wie bei der Müllverbrennung). Dazu braucht man aber geeignete Abnehmer und eigene Rohre
5) Holzpreis: für Holzabfälle wie Äste gibt es diesen "Holzpreis" nicht, diese lassen sich aber als Hackschnitzel verwerten
Eigentlich war die Biomasseverbrennung eine aufgelegte Pleite, da die Erlöse nicht mit dem Holzpreis mitwachsen.
Vielleicht wäre hier eine Art Einspeisevergütung oder besser Risikoabsicherung durch den Staat nötig um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern. Dzt. wird überall Gas und Öl gefunden und ich denke die nächsten zehn Jaher wird niemand mehr die Energieautarkie betreiben...
Es geht nicht um Öl+Gas+Kohle gegen Wasser+Wind+Biomasse. Es geht vielmehr um die nächst günstigste Energieversorgung angesichts wachsenden Bedarfs und sinkenden "kommerziellen" (bis vor 10 Jahren als rentabel eingestuften) Energiequellen.
Die Energiekosten haben sich aber seit 1999 ca. verzehnfacht. Dadurch wurden verschiedenste Quellen rentabel:
- Biosprit aus Zuckerrohr (Brasilien)
- Sprit aus Kohle (Südafrika)
- Sprit aus Gas (Katar)
- Biosprit aus Palmöl (Malaysien)
- Öl aus Ölsand (Kanada)
- Tiefseeöl (z.B. Deap Water Horizon)
- Gaspipelines aus entlegenen Regionen
- Öl aus Polarregionen
- Gas per Tiefkühlschiff (Katar)
- Pelletheizung
- Schiefergas
Außerdem: Passivhaus, 3L-Auto, Müllverbrennung etc
Und die Preise steigen weiter...
Und die Amerikaner haben gesagt: Dann holen wir es selber aus den Boden. Und siehe da, sie bezahlen nur mehr ein Füftel für Erdgas. Fernlaster, Dieselloks etc wird umgebaut damit die mit dem billigen Erdgas fahren können.
Die Franzosen sollen in ihrem eigenen Interesse auch im Schiefer bohren. Das könnte so manche selbstgemachten Nachteile der Industrination wettmachen und es könnte wieder forwärts gehen.
Allerdings sollten Sie sich keinen Illusionen hingeben:
Die Preise sind immer noch deutlich höher als in den 1990ern.
Gas stellt nur ca. 25% unseres Energiebedarfs. Wollten die USA z.B.
- per GtL-Verfahren Sprit aus Gas erzeugen, müsste die Produktion um locker 100% gesteigert werden, damit der Sprit aus Gas Land von Ölimporten unabhängig macht.
- Wollten sie alle Kohlekraftwerke durch Gas-KWs ersetzt werden, müsste die Produktion um weitere 100% gesteigert werden.
- Würde man Exportgenehmigungen in großem Stil genehmigen und versuchen, auch die Preise in EU und Japan zu drücken, wäre das kaum erreichbar.
In anderen Worten: Dies ist ein punktueller Effekt, der durch ein paar Maßnahmen dieser Art schon wieder ausgeglichen sein wird.
Aber es gibt weitere riesige Schiefergasvorkommen in Frankreich, Polen , China, Argentinien, Australien, Südafrika etc.
Gas für die Stromerzeugung ist eine Brückentechnologie. Ob es den Deutschen und Ösis passt oder nicht aber auf lange Sicht werden nur AKWs die Stromerzeugung aus Kohle ersetzen können. Vielleicht nicht mit den derzeitigen Reaktortypen, aber sicherlich mit denen der nächsten Generation. Hochtemperaturreaktoren wird man in Zukunft auf jeden Fall brauchen um Wasserstoff erzeugen zu können der in fielen Anwendungsbereichen Erdgas ersetzen wird, oder als Komponente zur Herstellung von synthetischem Methan Verwendung finden wird.
Ist Ihnen bewusst dass AKWs nur ca. 6% des weltweiten Energiebedarfs abdecken und dies auch nur, weil viele Reaktoren weit über ihre geplante Betriebsdauer hinaus weiter laufen?
Es würde schon jedes Jahr ein paar neue AKWs in Europa brauchen, um wenigstens deren Bestand zu halten. Würde man Kohle durch AKWs ersetzen wollen, müsste der AKW-Stand verVIERfacht werden. Um auch noch Gas zu ersetzen bräuchte es eine VerACHTfachung!!
Da wir in Europa nicht einmal Hochspannungsleitungen oder Windräder genehmigt bekommen kann ich mir nicht vorstellen, dass die Errichtung von derart vielen AKWs in den kommenden Jahrzehnten realistisch sind.
Abgesehen davon sind die Dinger extrem gefährlich. Würde man diese Gefahr versichern, wären AKWs unrentabel!
Auch Kohle Öl und Gaskraftwerke werden teils deutlich länger betrieben als die Auslegungs-Lebensdauer.
Und "gefährlich" ist ein Wort das Sie zumindest wenn Sie Autofahrer sind nicht in den Mund nehmen sollten. Denn Der Autoverkehr fordert ungefähr 1000x so viele Tote wie die Kernkraft. Auch die Abgase aus Konventionellen Kraftwerken sind um ein vielfaches tötlicher als alles was Kernkraft anrichtet, die Folgen von Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima mit eingerechnet.
Da gibt es einen RIESEN Unterschied:
Mein KFZ ist bis zu einer Höhe von 7 Mio haftpflichtversichert.
Meckern würde ich nur, wenn sämtliche Verkehrunfallschäden vom Staat bezahlt werden müssten.
Also: AKWs im selben Ausmaß voll versichern, dann bin ich zufrieden. Wenn ein AKW z.B. Südbayern vernichtet muss jeder Bürger ohne finanziellen Verlust umziehen können. Es muss dann also genug Geld da sein, damit alle Fabriken wie BMW, Audi, Siemens & Co, Schulen, Krankenhäuser etc, Millionen Häuser und tausende km2 Äcker, Wiesen und Wälder wo anders gekauft bzw. neu gebaut werden können.
Bleibt noch die Rücklage für die Atommüllbewachung für 25.000 Jahre. Bitte auch in realistischer Dimension.
Wenn das alles sichergestellt ist bin ich zufrieden!
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