41 Prozent der Österreicher sind Software-"Piraten"

15. Mai 2012, 12:56
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Software-Umsatz betrug 2011 rund 584 Mio. Euro - 23 Prozent der Programme werden illegal verwendet

In Österreich wurden im vergangenen Jahr Computerprogramme im Wert von 584 Mio. Euro verkauft - 23 Prozent der verwendeten Software wurden aber illegal erworben, geht aus einer Umfrage der "Business Software Alliance" (BSA) hervor. Die BSA ist ein Zusammenschluss von Softwareherstellern zur Bekämpfung von Software-Piraterie. 41 Prozent der Befragten gaben zu, die illegalen Kopien zu nutzen, 6 Prozent wollten sich dazu nicht äußern. Weltweit werden 42 Prozent aller Programme illegal verwendet.

29 Prozent haben Angst erwischt zu werden

41 Prozent der befragten Österreicher sagten, wie würden aus moralischen Gründen keine widerrechtlichen Kopien verwenden, 29 Prozent aus Angst erwischt zu werden. Im größten Software-Markt USA mit einem Jahresumsatz von 41,664 Mrd. Dollar (32,391 Mrd. Euro) sind 19 Prozent der verwendeten Programme illegale Kopien, sagt die BSA unter Berufung auf die Umfrage, die sie gemeinsam mit den Marktforschungsunternehmen IDC und IPSOS durchgeführt hat. "Piraterie"-Hochburgen sind aber die großen Volkswirtschaften China mit einem Raubkopien-Anteil von 77 Prozent, Indonesien (86 Prozent), Indien und Russland (jeweils 63 Prozent) und Brasilien (53 Prozent). Wenig Hemmungen haben auch die Italiener (48 Prozent Raubkopien), Spanier (44 Prozent), während sich die Deutschen mit 26 Prozent eher zurückhalten.

Weniger Kopien bei iPad-Besitzern

Einige technische Entwicklungen und Trends bremsen die illegale Verbreitung - etwa Cloud Computing, SaaS ("Software as a Service") oder Tablet-Computer. So haben etwa die Besitzer von Apples iPad nur eine sehr eingeschränkte Kontrolle über ihre eigenen Geräte. Welche Programme installiert werden können bestimmt in der Regel Apple, und das lässt sich nur mit einem gewissen Aufwand umgehen. Vorerst ist der Anteil der Tablet-Computer aber noch gering: Weltweit werden 80 Millionen Tablets verwendet, während 1,5 Milliarden PCs im Einsatz sind.

In der Business Software Alliance sind Unternehmen wie Microsoft, Adobe, Intel und Apple organisiert. Der Verband berechnet regelmäßig, wie hoch der theoretische Schaden wäre, den die Software-Hersteller durch die Verwendung illegaler Raubkopien erleiden. Es wird angenommen, dass alle Nutzer sämtliche Programme gekauft hätten, wenn sie sie nicht in Form illegaler Kopien beschaffen hätten können. (APA, 15.5.2012)

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    In Österreich wurde 2011 Software im Wert von 584 Mio. Euro verkauft - 23 Prozent der verwendeten Programme wurden aber illegal erworben.

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