Biosphären managen und Landfrauen fördern

15. Mai 2012, 12:50
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Ruth Moser ist die Managerin des UNESCO-Biosphärenparks Großes Walsertal. Sie wünscht sich mehr berufliche Perspektiven für junge Frauen in ländlichen Regionen

Im Mai ist die Wahl zur "FEMtech-Expertin des Monats" auf die Managerin des Biosphärenparks des Großen Walsertals Ruth Moser gefallen. Moser arbeitet fächerübergreifend und setzt sich für eigenständige Erwerbsmöglichkeiten für Frauen in ländlichen Regionen ein.

Vor Ort

Die Expertin des Monats wünscht sich mehr berufliche Perspektiven für junge Frauen in ländlichen Regionen - insbesondere auch im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. "Die Zukunft peripherer Regionen wie dem großen Walsertal steht und fällt mit der Fähigkeit dieser Regionen, jungen Frauen eine Zukunft zu bieten. Der Alltag, Nahversorgung, Kinderbetreuung, Schulen ebenso wie Ausbildung und berufliche Möglichkeiten, kulturelle Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten vor Ort stehen damit im Fokus."

Bandbreite an Aufgaben

Seit 2006 ist Moser die Managerin des UNESCO-Biosphärenparks. Die gebürtige Linzerin hat Landschaftsplanung und Landschaftspflege an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert. Mosers Aufgabe als Managerin des Biosphärenparks besteht in der Koordination der Aktivitäten im Biosphärenpark Großes Walsertal. Ihre Tätigkeit reicht von der Leitung der Geschäftsstelle bis zu Konzeption, Koordination und Umsetzung von Projekten im Bereich nachhaltige Regionalentwicklung, Umweltbildung, Naturschutz und Forschung, Vernetzung, Konzeption und Moderation von Partizipationsprozessen, Öffentlichkeitsarbeit und Vortragstätigkeit bis hin zur Aufbringung von Fördermitteln.

Nachhaltige Entwicklung

UNESCO-Biosphärenparks sind international repräsentative Land-, Wasser-, oder Küstenregionen, in denen nachhaltige Entwicklung gelebt wird. Die Bewahrung biologischer Vielfalt und regionaler kultureller Werte werden hier mit sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung in modellhafter Weise vereinbart. UNESCO-Biosphärenparks stehen damit für ein Zusammenleben von Mensch und Natur. In Österreich gibt es sechs UNESCO-Biosphärenparks. (red, 15.5.2012)

Link

Mit der monatlichen Expertinnenwahl durch eine interdisziplinär besetzte, unabhängige Jury stellt das bmvit seit März 2005 Frauen aus der FEMtech Expertinnendatenbank vor, um die Leistungen von Frauen und die weibliche Perspektive im Technologie- und Forschungsbereich sichtbar zu machen.

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