Ölpreise uneinheitlich

17. Mai 2012, 13:37
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Frankfurt - Die schwachen Konjunkturperspektiven haben am Donnerstag den Brent-Ölpreis belastet und ihn auf den niedrigsten Stand seit vier Monaten gedrückt. Ein Fass des Nordseeöls kostete zeitweise noch 109,01 Dollar und damit 74 Cent weniger als im späten Vortagesgeschäft. US-Öl pendelte um seinen Vortagesschluss um 92,81 Dollar je Barrel.

Vor einem Jahr kostete Brent-Öl rund drei Dollar weniger als derzeit, WTI-Öl war etwa fünf Dollar billiger. Generell ist amerikanisches Öl seit einiger Zeit deutlich günstiger, weil der Mittlere Westen der USA über ein Überangebot an Öl verfügt, das bislang nur schwer verteilt werden konnte. Nun wird eine neue Pipeline in Betrieb genommen - die Seaway-Pipeline, über die Öl an die Golfküste transportiert werden kann. Analysten gehen davon aus, dass sich der WTI-Preis wegen des neuen Transport-Weges erhöhen wird.

Kupfer kostete 7680 Dollar je Tonne und damit 0,4 Prozent mehr als im späten Vortagesgeschäft. Händler erklärten das leichte Plus mit einer technischen Gegenbewegung zu der zuletzt heftigen Talfahrt. Richtig werde der Preis wohl erst wieder anziehen, wenn eine Lösung der europäischen Schuldenkrise absehbar sei, und diese hänge vor allem an Griechenland, sagte ein Händler. "Die hohe Nervosität am Markt sagt uns, dass die Europäer eine Serie von Stabilisierungsinitiativen verabschieden müssen, und dazu gehört auch ein Plan, wie ein Euro-Austritt Griechenlands abgefedert werden könnte", sagte Analyst Edward Meir von INTL FCStone.

Schnäppchenjäger ließen den Goldpreis um fast zehn Dollar anziehen auf 1547 Dollar je Feinunze. Am Vortag war der Preis auf ein Viereinhalb-Monats-Tief gefallen. Nach wie vor hielten sich aber viele Investoren wegen der unsicheren Perspektiven zurück und agierten sehr vorsichtig, sagte Analystin Lynette Tan von Phillip Futures.  (APA, 17.5.2012)

 

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