ThyssenKrupp weiter tief in den roten Zahlen

15. Mai 2012, 08:32

Essen - Der deutsche Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp steckt weiter in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2011/12 stand unter dem Strich ein Verlust von 587 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Erneut belasteten vor allem Verluste in den neuen Stahlwerken in Brasilien und den USA das Ergebnis.

Auch die vor dem Verkauf an den finnischen Konkurrenten Outokumpu stehende Edelstahlsparte schrieb hohe Verluste. Zudem musste ThyssenKrupp wegen des Preisverfalls von Ende 2011 einen heftigen Gewinnrückgang im lange boomenden europäischen Stahlgeschäft hinnehmen.

Dagegen hielt sich der Technologiebereich mit dem Aufzuggeschäft, dem Großanlagenbau und der Autozuliefersparte recht stabil. Der operative Gewinn aus dem fortzuführenden Geschäft des Konzerns brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 80 Prozent auf 76 Mio. Euro ein. Damit verfehlte das ThyssenKrupp die Erwartungen von Analysten. Zumindest zu den beiden auf ganzer Linie enttäuschenden Vorquartalen gab es aber Verbesserungen.

Allerdings stieg die Verschuldung im Quartal auf 6,5 Mrd. Euro an, Ende Dezember lag sie noch bei 5,9 Milliarden. Gründe sind der weitere Hochlauf der Werke in Brasilien und USA sowie die im Jänner gezahlte Dividende. Im Ende September 2011 abgelaufenen Geschäftsjahr war der Konzern wegen milliardenschwerer Abschreibungen auf seine amerikanische Stahlsparte und das Edelstahlgeschäft tief in die roten Zahlen gestürzt und hatte einen Nettoverlust von fast 1,8 Mrd. Euro verbucht. (APA, 15.5.2012)

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12 Postings
....sowie die im Jänner gezahlte Dividende

Interessant. Der Konzern macht Schulden, um die Gier der Anleger auf eine Dividende zu befriedigen.

Dieselben Leute schreinen lauthals, der Staat könne nicht wirtschaften, wenn er mehr Geld ausgibt als er hat. Tut er das noch dazu - unnötigerweise - zur Existenzsicherung seiner Bürger (z.B. für Pensionen), dann heißt das bei diesen Hewrrschaften: "über die Verhältnisse gelebt".

Da muss man Cashflow und Gewinn unterscheiden. Eine Dividende trotz Verlust ausschütten kann problemlos gehen, wenn man sie aus dem Cashflow bedienen kann.

Gleichzeitig kann eine Dividende trotz Gewinn das Unternehmen belasten, da sie den Cashflow übersteigt.

Der Gewinn ist eig nur eine Rechengröße. Im Tagesgeschäft ist eig nur der Cashflow interessant.

oje, den weltkriegsprofiteuren gehts schlecht?

da bin ich aber traurig

Dass dort

10.000e Menschen ihren Arbeitsplatz haben, die an den Weltkriegen genauso Schuld haben, wie du Ahnung von irgendwas hast, kommt in dem Paralleluniversum, in dem du lebst gar nicht vor, oder?
Besser die verlieren ihren Job, weil dieses Unternehmen ob seiner Vergangenheit deiner unwichtigen Meinung nach nicht existieren darf, und sie und ihre Angehörigen leben von freier Energie und staatlicher Unterstützung.

na, das die auch heute noch menschen ausbeuten wundert mich jetzt nicht wirklich - mich wundert nur, wie man das auch noch gutheissen kann.

und die einzigen die wirklich viel staatliche unterstützung beziehen sind genau diese konzerne, die steuergelder abgreifen woimmer sie können, die menschen ausbeuten und abzocken, und dabei milliarden verdienen - je schneller man diese heuschrecken loswird, umso besser für die menschen - erst der konzernprofit und die zinsen ihres kapitals verhindern nämlich, daß man den faktor einkommen vom faktor arbeit trennen kann, und die milliarden zur finanzierung eines bge verwendet.

daß manche heir noch immer die wahren kriegsgewinner verteidigen, liegt an unserem mangelnden geschichtswissen

Ja eh...

MA in einem Stahlkonzern werden ausgebeutet.
Da beschreibt der Blinde die Farbe Türkis.

Ihr Kummerln hattet eure Chance und ihr habt es geschafft, einen halben Planet zu Grunde zu wirtschaften.
Der Kapitalismus hingegen hat gezeigt, dass er funktioniert. Ich kann mich satt essen, kann jederzeit das Land verlassen, etc. Alles Freiheiten, die mir dein bevorzugtes System nicht bieten konnte. Und jetzt nicht wieder mit "aber das war ja kein richtiger Kommunismus" anfangen.

"aber das war ja kein richtiger Kommunismus"

War es auch nicht, es war eine sozialistische Diktatur.
Diesen Unterschied zu verstehen fällt manchen besonders schwer.
Mit freundliche Grüßen von jemandem, der in dieser sozialistischen Diktatur aufwuchs.

Kommunismus

wird immer in eine Diktatur abgleiten.
Es gibt keinen Gegenbeweis jedoch zig Beweise dafür.

Aus welcher Flasche haben sie den diese Weisheit?

Kleine Nachhilfe:
Der Kommunismus also das aufheben des Privateigentum an Produktionsmittel mit dem Ziel einer Gütergemeinschaft und einer klassenlosen Gesellschaft. Wo die Produktion gemeinschaftlich geplant und durchgeführt wird.

Die Diktatur des Proletariats auch sozialistische Diktatur genannt. Wo eine elitäre Kaste (gemeinhin bekannt als Politdarsteller) alles plant und das Proletariat ausführt, wurde auch Planwirtschaft genannt. Darüber hinaus waren die Produktionsmittel in staatlicher Hand.

Wenn alle Produktionsmittel beim Volk sind und es keine Klassen mehr gibt, und das Volk auch noch bestimmt. Quasi direkt Demokratisch, wie soll dann eine Diktatur entstehen?

Weisheit?

Das ist keine Weisheit, das wurde zigfach bewiesen.
Das Konstrukt Kommunismus mag vielleicht theoretisch funktionieren, eine praktische Umsetzung ist aber eine reine Utopie da es der Natur des Menschen widerspricht, der immer für sich selbst und seine nächsten das Optimum erzielen will.
Theoretisch funktioniert auch eine Diktatur eines wohlwollenden Tyrannen der nur das Beste für sein Volk im Sinne hat.

... So wie in der Sowjetunion und allen anderen ehemaligen Ostblockländern, China, Nordkorea etc.

Sie vernachlässigen den Faktor Mensch. Dieser lässt diese Idealwelt, die Sie angeführt haben, nicht zu.

Richtig. Der entscheidende Faktor ist der Mensch, wie in jeder Gesellschaftsform.
Ich habe irgendwo mal gelesen. Der Kommunismus wurde für den Menschen gemacht, der Mensch aber nicht für den Kommunismus.

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