Kongressveranstalter schwitzen

14. Mai 2012, 17:30
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AUA-Turbulenzen könnten auf Hoffnungsmarkt abfärben

Wien - Ausrichter von Tagungen und Kongressen sind auf eine gute Erreichbarkeit angewiesen. Die Turbulenzen rund um die AUA lässt die Branche nicht kalt.

"Entscheidend für unser Geschäft sind gute, zuverlässige Verbindungen. Ich hoffe, dass sich die Situation bei der AUA entspannt", sagte der Präsident des Austria Convention Bureau, Christian Mutschlecher. "Die rot-weiß-rote Heckflosse zählt", ergänzte die Chefin der Österreich Werbung, Petra Stolba, bei der Präsentation der neuesten Erhebung zum Kongresstourismus.

Dabei zeigt sich, dass der Stellenwert dieser "Königsdisziplin" des Tourismus weiter im Steigen begriffen ist. Im Vorjahr hat die Zahl einschlägiger Veranstaltungen in Österreich genauso zweistellig zugenommen wie die Zahl der Teilnehmer und der Nächtigungen. Insgesamt wurden 2011 knapp 13.400 Kongresse, Firmentagungen und Seminare mit mehr als 1,3 Millionen Teilnehmern gezählt. Im Vergleich zum Jahr davor waren das um 17 Prozent mehr Veranstaltungen und um 19 Prozent mehr Teilnehmer. Die Zahl der Nächtigungen erhöhte sich um 18 Prozent von 2,2 auf 2,6 Millionen. Der Anteil des Kongresstourismus an den Gesamtnächtigungen erhöhte sich um 0,4 Prozentpunkte von 1,7 Prozent im Jahr 2010 auf 2,1 Prozent 2011.

Treiber bei den Nächtigungen war einmal mehr die Vielzahl an internationalen Kongressen, die sich im Berichtsjahr auf rund 1200 summierte. Diese dauern im Schnitt 1,4 Tage länge als nationale Veranstaltungen - in absoluten Zahlen 3,2 statt 1,8 Tage. Den Beitrag zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt schätzt Mutschlechner auf 1,3 Mrd. Euro.

Die Hälfte aller Veranstaltungen fand im Berichtsjahr in Wien statt, die andere Hälfte teilte sich auf die anderen Bundesländer auf.

In einem weltweiten Ranking konnte sich Wien mit 181 internationalen Kongressen neuerlich vor Paris (174), Barcelona (150) und Berlin (147) behaupten. (stro, DER STANDARD, 15.5.2012)

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