Breivik-Opfer: "Junge Norweger können schwimmen"

14. Mai 2012, 14:25

Überlebende sagten im Terrorprozess aus - Angeklagter hörte Aussagen unbewegt zu

Oslo - Im Prozess gegen den Massenmörder Anders Behring Breivik haben erstmals Überlebende ausgesagt, die sich trotz schwerer Verletzungen von der Insel Utöya aus in Sicherheit bringen konnten. Die 21 Jahre alte Silja Uteng berichtete am Montag vor Gericht in Oslo, wie sie nach einem Schuss in den Arm über eine Stunde lang im eiskalten Fjord ans Festland geschwommen sei.

Breivik tötete am 22. Juli vergangenen Jahres auf Utöya in etwa anderthalb Stunden 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers.

Der 21 Jahre alte Lars Gönnestad berichtete, wie er sich mit einem Schuss, der durch Schulterblatt und Rippen bis in die Lunge ging, über eine Stunde lang in einem Waldstück verstecken musste und dabei hilflos am Boden lag. Der rechtsradikale Täter hörte den Aussagen der beiden Überlebenden unbewegt zu.

"Junge Norweger können schwimmen"

"Wir haben gewonnen, er hat verloren. Junge Norweger können schwimmen", antwortete die 20-jährige Frida Holm Skoglund am Montag vor Gericht in Oslo auf die Frage, ob sie dem Attentäter Anders Behring Breivik etwas sagen wolle. Ihre Worte riefen im Gegensatz zu der sonst stets bedrückten Atmosphäre im Gerichtssaal einige Lacher hervor.

Die junge Frau schilderte, wie sie am 22. Juli vergangenen Jahres bei dem Massaker in einem Jugendlager auf der Insel Utöya verletzt wurde. "Eine Freundin sagte mir, dass ich in den Oberschenkel getroffen wurde. Ich dachte, es sei ein Scherz; dass es keine echte Munition war." Anschließend habe sie selbst die Kugel aus der Wunde entfernt. Auf der Flucht vor dem Mörder sprangen Skoglund und mehrere Freunde ins eiskalte Wasser und schwammen in Sicherheit. Vom Ufer aus habe der als Polizist verkleidete Breivik auf die Flüchtenden geschossen und "Stopp! Kommt zurück!" gerufen, berichtete die 20-Jährige.

Breivik hatte unmittelbar vor dem Massaker mit einer Autobombe in Oslo acht Menschen getötet. Er begründet sein Verbrechen mit dem Kampf gegen muslimische Zuwanderung und gegen die Befürworter einer multikulturellen Gesellschaft. Das Urteil soll kurz vor dem Jahrestag der Anschläge verkündet werden. (APA, 14.5.2012)

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16 Postings
es gibt genügend Wahnsinnige, zB: mein Nachbar- der mich mittlerweile gut kennen sollte- hat mir neulich "erklärt", wie "schade" es sei, dass "zuwenige vergast" worden seien.

Und noch ein paar andere Grauslichkeiten. Und sich dann gewundert, dass ich explodiert bin. Auf meine Frage "zum Abschied", ob er FPÖ wähle, fragte der dann glatt noch "du leicht ned?". Das Thema hatten wir schon oft, er hätte es eigentlich wissen müssen. Für diese rechtsrechten (und wer sowas sagt wie er, ist einer, ist ein Nazi- ich verwende den Begriff wirklich nicht inflationär, aber hier passte er) ist ihre "Denke" so selbstverständlich, dass sie sich gar nicht mehr vorstellen können, dass nicht alle (eigentlich eh die wenigeren) so drauf sind wie sie. Und deshalb gehen sie so ungeniert mit ihrem Quaqua hausieren und erzeugen damit den Eindruck eines allgemeinen Rechtsrucks. Dabei markieren sie nur, ähnlich wie brünftige Kater.

"Wir haben gewonnen!" ist ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen jener 77 Personen die den damaligen Tag nicht überlebt haben.

Lucifer

"You're the one soul I would come up here to collect myself."

Solche abartigen Lebewesen sind Produkt einer kalten und lieblosen Familie.

Wo sind seine Eltern, die solch ein Vieh "erzogen" haben?

mach das nicht an den eltern fest.

Die Hölle hält ein ganz spezielles warmes Plätzchen für ihn bereit.

die Hölle hat er sich selbst geschaffen

sie ist hier jetzt und in der Gegenwart. In seiner Gegenwart.

was heisst da :"der mutmassliche massenmörder"?????der standard hat eine seltene begabung für abstruse bildunterschriften....fehlt nur noch "der mutmassliche massenmörder(33)"

Auch Breivik hat ein Recht aufs Gerichtsverfahren. Bis das Urteil gefällt wird, ist diese Formulierung korrekt.

Die Rechtsextremen aller Länder und Religionen hätten halt gern, dass man nach ihren Vorstellungen lebt. Da ihren sie sich...

na ja

er wenigstens so viel Anstand sein Massenmorden nicht zu bestreiten. Indem Fall ist die Unschuldsvermutung de facto gegenstandslos.
BTW: in seinem Fall wäre die Todesstrafe sogar noch die humanere Lösung. Der wird jetzt bis zum Rest seines Lebens in Isolationshaft leben müssen. Und das wird ihm sehr weh tun!
Einzig alleine ein paar durchgeknallte Frauen werden sich darum prügeln, ihn heiraten zu dürfen.
Aber das ist ein aderes Phänomen.

Langweilig.

Lebenslang einsperren.

Keine Berichterstattung.

Ende.

Wieso bietet man ihm so eine Plattform?

Sie an, sobalds um Rechtsextreme Gerichtsverfahren geht fordert der Herr NONE plötzlich Zensur...

Liest man sich andere Postings von Ihnen in den letzten Monaten durch, ist Ihre Weltanschauung von diesem Breivik nicht weit entfernt.

So klären sich die ganzen Widersprüche auf...

Der arische Psychopath kriegt eh keine Plattform,

die gehört seinen Opfern - und zu Recht.

Weil Norwegen ein zivilisiertes Land ist, das einen mutmaßlichen Verbrecher nicht einfach einsperrt, sondern ihn in einem fairen Verfahren im Einklang mit den Menschenrechten zur Rechenschaft zieht. So einfach ist ads.

Langweilig, ja, aber das finde ich von anderen Artikeln hier auch.

Plattform bieten? Ich finde der Mann ist einfach nur Ausdruck dessen was unter der Oberfläche brodelt in Norwegen. Das was sie fordern ist also wegschaun, oder glauben sie ernsthaft mit dem Geschwurbel könnte der Wahnsinnige andere zu ähnlichem anstacheln ? (ich mein jetzt welche die nicht sowieso dazu bereit gewesen wären).
Ansonsten bin ich froh das das in den Berichten ist, wenn auch langweilig, wenn wir nicht darüber reden, wird sich nichts tun.
Lassen sie ihn doch reden, der tut niemandem mehr was, die werden ihn schon lebenslänglich einsperren. Aber einfach die Sache unter den Tisch kehren? So als wär da nicht mehr dahinter falsch an der Gesellschaft? ...

Weil Zeitungen keine Charity-Veranstaltungen sind sondern berichten, was die Leute lesen wollen - Sie haben den Artikel ja schließlich auch gelesen und sind somit mit Ihrer Kritik ziemlich unglaubwürdig.

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