PulseAudio 2.0: Neue Funktionen für das Sound-Framework

14. Mai 2012, 13:26
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"Alternate Sample Rates" sollen CPU-Verbrauch minimieren - Neue Lautsprecher beim Anstecken automatisch erkannt

Das Linux-Audio-Framework PulseAudio gibt es seit kurzem in neuer Version: PulseAudio 2.0 bringt dabei wieder so manch neue Funktion sowie Verbesserungen am Bestehenden mit sich.

Erkennung

Zu den Highlights gehört die sogenannten "Jack Detection": Einen aktuellen Kernel vorausgesetzt (ab Version 3.3.0) kann PulseAudio jetzt automatisch erkennen, wenn beispielsweise zusätzliche Lautsprecher angehängt werden, und deren Lautstärke in Folge getrennt regeln.

Sample Rates

Eine weitere Neuerung listet man unter "Alternate Sample Rates": PulseAudio verwendet die Möglichkeit aktueller Sound-Karten Ton sowohl in 44100 Hz als auch in 48000 Hz auszugeben. Da praktisch alle gängigen Sample-Raten ein mehrfaches von diesem sind, nutzt man diese Funktion aktiv, um den CPU-Verbrauch beim Resampling der Ton-Ausgabe deutlich zu reduzieren. Zudem kann nun die Sampling-Rate während der Laufzeit dynamisch verändert werden.

Notizen

Desweiteren verspricht man eine Echounterdrückung für Voice-Over-IP-Kommunikation, die dem WebRTC-Projekt entspringt, sowie Verbesserungen an der Decoder-Qualität für A2DP und die Unterstützung von per Xen virtualisierten Audio-Devices. Weitere Infos liefern die Release Notes.

PulseAudio 2.0 steht ab sofort in Form des Source Codes von der Seite des Projekts zum Downloads, und wird wohl in den nächsten Releases der meisten Distributionen landen. Kommende "Major Releases" will man nun fix in einem viermonatlichen Rhythmus veröffentlichen. (apo, derStandard.at, 14.05.12)

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    grafik: pulseaudio
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