Fernost-Leitbörsen schließen mehrheitlich schwächer

14. Mai 2012, 12:18
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Griechenland-Sorgen als Belastungsfaktor

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich schwächer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbesserte sich um 20,53 Zähler oder 0,23 Prozent auf 8.973,84 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel hingegen um 229,59 Zähler (minus 1,15 Prozent) auf 19.735,04 Einheiten. Der Shanghai Composite sank um 14,25 Punkte oder 0,59 Prozent auf 2.380,73 Punkte.

Kein klares Bild zeigten die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.864,12 Zählern und einem Abschlag von 19,28 Punkten oder 0,67 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg hingegen leicht um 9,2 Zähler oder 0,21 Prozent auf 4.351,90 Einheiten.

Die Sorgen über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone haben die asiatischen Börsen zu Wochenbeginn belastet. Die meisten Indizes, die dank Maßnahmen Chinas zur Ankurbelung der Wirtschaft zwischenzeitlich noch moderate Gewinne behauptet hatten, konnten sich letztlich dem Abwärtstrend in Europa nicht entziehen.

Dort sorgte die schier ausweglose Lage in Griechenland, wo bisher alle Versuche zur Bildung einer Regierung gescheitert sind, für deutliche Kursabschläge. Gleichzeitig zogen die Renditen für Staatsanleihen der Euro-Problemländer wieder an: In Spanien kletterte die Rendite für zehnjährige Papiere nach einer enttäuschend verlaufenen Anleiheauktion erstmals seit Dezember 2011 wieder über die Marke von 6,2 Prozent.

Die abermalige Absenkung des Mindestreservesatzes für Geschäftsbanken, mit der die Regierung in China die schwächelnde Konjunktur ankurbeln will, stieß einem Marktexperten zufolge bei den Anlegern zwar auf ein positives Echo. Allerdings falle die Reaktion auch wegen der Lage in Griechenland recht verhalten aus, zumal der Einfluss dieser Maßnahmen auf die Wirtschaft begrenzt sei.

In Shanghai fanden sich die Aktien der China Pacific Insurance mit einem Minus von 2,44 Prozent auf 20,77 Yuan unter den größeren Verlierern. China Life Insurance büßten 1,67 Prozent auf 17,68 Yuan ein. Hingegen zogen Saic Motor um 1,11 Prozent auf 15,45 Yuan nach oben.

An der Börsen von Hongkong rutschten Esprit Holding knapp sechs Prozent ins Minus auf 4,20 Hongkong Dollar. Li&Fung büßten 4,49 Prozent auf 14,88 Hongkong Dollar ein. Zu den wenigen Gewinnern zählten Henderson Land mit plus 0,75 Prozent.

Zu den größten Verlierern gehörten auch die Aktien des Windparkbetreibers China Longyuan Power Group, die nach Ankündigung einer Kapitalerhöhung um elf Prozent einbrachen. Die Papiere der Reederei Cosco Pacific Limited, die einen Hafen in Griechenland betreibt, verloren fünfeinhalb Prozent.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 mit einem moderaten Plus, wogegen der breit gefasste Topix 0,22 Prozent abgab. Die Aktien des Glasherstellers Nippon Sheet Glass, der seinen Hauptmarkt in Europa hat, büßten drei Prozent an Wert ein. Für die Titel des Autobauers Nissan, der ebenfalls stark vom europäischen Markt abhängig ist, ging es um zwei Prozent bergab. (APA, 14.5.2012)

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