Österreicher verschmähen heimische Filme

14. Mai 2012, 11:27
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Insgesamt gute Besucherzahlen, aber sehr niedriger nationaler Marktanteil

Straßburg - Die Österreicher gehen gerne ins Kino - aber nicht in Filme heimischer Produktion. Dieses Ergebnis zeitigt die Statistik der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle, die jährlich kurz vor den Filmfestspielen in Cannes die geschätzten Daten für das Vorjahr veröffentlicht. Die heimischen Besucherzahlen waren demnach 2011 die neuntbesten im EU-Vergleich, noch vor vergleichbaren Ländern wie Dänemark, Schweden oder Irland. Die durchschnittlichen Ticketpreise sorgten auch dafür, dass sich die Bruttoeinnahmen im guten Mittelfeld bewegten. Nur der nationale Marktanteil lag mit 3,6 Prozent einmal mehr unter ferner liefen.

Mit Portugal und Rumänien weisen nur zwei EU-Länder einen niedrigeren Marktanteil der heimischen Filmproduktion auf. Die höchsten Marktanteils-Quoten halten Frankreich mir 41,6 Prozent, Italien mit 37,5 Prozent und Großbritannien mit 36,2 Prozent. Der US-Marktanteil ging um sieben Punkte auf 61,4 Prozent und damit den niedrigsten Wert seit 2001 zurück. Bei den Einspielergebnissen verzeichneten die europäischen Länder einen Aufwärtstrend: EU-weit stiegen die Bruttoeinnahmen um 0,7 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, was den Angaben zufolge einem Rekordwert entspricht. Mitverantwortlich dafür sind die höheren 3D-Ticketpreise, denn die Zahl der Kinobesucher blieb mit rund 962 Millionen verkauften Karten relativ stabil. (APA, 14.5.2012)

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