Iran verbietet Firmen Nutzung von Gmail und Co

14. Mai 2012, 10:49
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Banken, Versicherungen und Telefonanbieter dürfen nicht mehr über ausländische Provider kommunizieren

Die iranische Telekommunikationsbehörde verbietet Banken, Versicherungsanstalten und Telefonanbietern über ausländische E-Mail-Provider wie Gmail, Hotmail oder Yahoo zu kommunizieren. Laut einem Bericht der AFP müssen die Firmen Dienste mit iranischer Domain (.ir) verwenden.

Kunden benötigen inländische Adressen

Das Verbot betrifft auch die Kommunikation von Bankkunden mit derartigen Adressen. Nutzer, die die Firmen anschreiben wollen, benötigen ebenfalls eine E-Mail-Adresse eines inländischen Providers. Die Vorschrift gilt auch für Organisationen rund um die Regierung und Universitäten.

"Iranisches Internet"

Im Mai soll ein "nationales Informationsnetzwerk" in Regierungseinrichtungen, Banken und öffentlichen Diensten die Kommunikation über das Internet ersetzen. Mit diesem "iranischen Internet" will sich die Regierung offiziell unabhängig von ausländischen Providern machen und die lokale Wirtschaft fördern. Kritiker sehen darin jedoch eine weitere Verschärfung der Zensur. So waren im Februar mit SSL verschlüsselte Seiten außerhalb des Irans blockiert worden. (red, derStandard.at, 14.5.2012)

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    Die iranische Regierung will sich im Internet von ausländischen Firmen abschotten.

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