PlayStation-Chef gegen Blockade von Gebrauchtspielen

14. Mai 2012, 09:57
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US-Chef Tretton will Second-Hand-Markt auch für die nächste Konsolengeneration

Anfang des Jahres kursierten Berichte, wonach sowohl Microsoft als auch Sony für ihre nächste Konsolengeneration Konzepte verfolgen würden, um die Nutzung von gebrauchten Spielen zu verhindern. Der Gedanke dahinter ist, dass Spielentwickler nur beim Erstkauf mitschneiden und ihnen durch den Second-Hand-Markt Einnahmen entgehen.

Nicht gut für den Konsumenten

Dass solche Blockadesysteme nicht im Sinne der Konsumenten und der wichtigen Handelspartner sind, weiß auch Sonys US-Playstation-Chef Jack Tretton. Laut WedbushMorgan Securities-Analyst Michael Pachter habe Tretton im Gespräch sich klar gegen derartige Maßnahmen für die nächste Playstation ausgesprochen. Gebrauchtspiele seien gut für den Markt, speziell gegen Ende eines Konsolenzyklus, wo zahlreiche Kunden nochmal zu günstigeren Preisen zuschlagen. Tretton könne Pachter zufolge allerdings nur für sich sprechen. Wie die Meinung der japanischen Führung zu diesem Thema ist, werde sich erst zeigen.

Maßnahmen existieren

Während Maßnahmen zur Blockade des Weiterverkaufs von Spielen auf physischen Datenträgern noch heiß diskutiert werden, gibt es bereits einige Methoden, mit denen der Second-Hand-Markt eingeschränkt wird. Beispielsweise ist es Gang und Gebe, dass Download-Inhalte und -Games, egal ob auf der Konsole oder am Smartphone, nicht weitergegeben werden können und auf einzelne Nutzerkonten gesperrt sind. Ein anderer Trend ist der Online-Pass. Zahlreiche aktuell verkaufte Spiele setzen für den Online-Mehrspielermodus einen beigelegten Code voraus. Wird das Spiel weiterverkauft, muss der Käufer einen neuen Code beim Hersteller erwerben, will er über das Netz spielen. Für Entwickler ist dies eine Methode, um am Zweitmarkt mitschneiden zu können.

2013/2014

Wann die neuen Konsolen - mit oder ohne Blockadesystemen - auf den Markt kommen werden, wurde bislang nicht offiziell kommentiert. Analyst Pachter geht davon aus, dass Sony noch vor Microsoft mit einer neuen Playstation an den Start gehen werde. Die "PS4" könnte demnach Ende 2013 und die "Xbox 720" Anfang 2014 auf den Markt kommen. 2012 wird wohl in jedem Fall nur Nintendo eine neue Konsole herausbringen, die Wii U. (zw, derStandard.at, 14.5.2012)

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    US-Playstation-Chef Jack Tretton ist gegen Blockade von Gebrauchtspielen.

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