EU-Übersetzerpreis an Christina Viragh

13. Mai 2012, 20:46
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Verdienst um ungarische Literatur gewürdigt

 

Offenburg - Die ungarisch-schweizerische Übersetzerin und Schriftstellerin Christina Viragh hat den Europäischen Übersetzerpreis erhalten. Gewürdigt wurden damit das außerordentliche Sprachgefühl und Kulturverständnis der 59-Jährigen, sagte eine Sprecherin der Jury bei der Preisverleihung am Sonntag. Der Preis, der seit 2006 alle zwei Jahre vergeben wird, ist mit 15.000 Euro dotiert.

Viragh habe sich als eine der herausragenden Übersetzerinnen von Prosa und Lyrik einen Namen gemacht. Sie beweise sprachliche wie kulturelle Sensibilität beim Übersetzen bedeutender ungarischer Literaturwerke. Die in Budapest geborene Viragh, die in der Schweiz aufgewachsen ist und lange dort lebte, habe sich um die ungarische Literatur verdient gemacht, hieß es. Hervorgehoben wurden ihre Übersetzungen der Werke der ungarischen Schriftsteller Peter Nadas und Imre Kertesz. Zuletzt hat Viragh die Nadas-Trilogie "Parallelgeschichten" ins Deutsche übertragen. Viragh, die in Rom lebt, ist seit 1999 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis erhielt die in Stuttgart geborene Übersetzerin Agnes Relle. Sie hat sich den Angaben zufolge als Expertin für die junge ungarische Literaturszene einen Namen gemacht. Der Europäische Übersetzerpreis wird gestiftet von der Stadt Offenburg und der Hubert-Burda-Stiftung. Eine Kommission legt stets aufs Neue fest, welche Übersetzungen in welcher Sprache für den Preis infrage kommen. Für dieses Jahr stand Ungarn im Mittelpunkt.   (APA, 13.5.2012)

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