Deutscher Terrorverdächtiger gesucht

13. Mai 2012, 19:50
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Mann soll illegal eingereist sein, um somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab bei Anschlägen zu unterstützen

Johannesburg/Nairobi - Kenias Polizei fahndet nach einem mutmaßlichen Islamisten aus Deutschland, der für blutige Terroranschläge in dem ostafrikanischen Land verantwortlich sein soll. Der Mann sei illegal in das ostafrikanische Land eingereist, um die somalische Islamistenmiliz Al-Shabaab bei Anschlägen zu unterstützen, meldeten örtliche Medien am Sonntag.

Die "Stuttgarter Nachrichten" berichteten in ihrer Ausgabe "Sonntag aktuell", der Mann werde verdächtigt, am 29. April an einem Anschlag auf eine Kirche in Ngara bei Nairobi beteiligt gewesen zu sein, bei der zwei Menschen getötet und 15 verletzt worden seien.

Der Mann sei bereits im Mai 2009 bei der Einreise nach Pakistan festgenommen worden. Er habe im Afghanistankrieg Aufständische unterstützen wollen, schreibt das Blatt, und Beziehungen zu anderen Terrorverdächtigen aus Deutschland unterhalten.

Die kenianische Polizei veröffentlichte ein Foto des Deutschen und rief diesen auf, sich umgehend bei den Behörden zu melden, um der Antiterror-Einheit der Polizei übergeben zu werden. Der Mann sei möglicherweise bewaffnet und benutze mehrere Decknamen, hieß es.

Das deutsche Innenministerium erklärte auf dpa-Anfrage, der Vorgang in Kenia sei bekannt. Die Behörden seien umfassend informiert. Auf deutschen Fahndungslisten steht der Gesuchte bisher nicht.

Kenia ist verstärkt Ziel für Terroranschläge von Islamisten, seit Nairobi im vergangenen Jahr bis zu 4.600 Soldaten in das Nachbarland Somalia geschickt hat, um dort die Al-Shabaab zu bekämpfen. Die Organisation hatte zuvor mehrere europäische Touristen in Kenia entführt und nach Somalia verschleppt. Die dem Terrornetz Al-Kaida nahestehende Al-Shabaab will einen islamischen Gottesstaat in Somalia und bekämpft seit Jahren die dortige Übergangsregierung. (APA, 13.5.2012)

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