Hesjedal klettert weiter im Rosa Trikot

Kanadier bleibt auch nach der zweiten Bergetappe Gesamt­führender des Giro. Tagessieg an Pozzovivo

Lago - Der Kanadier Ryder Hesjedal fährt nach den ersten zwei Bergetappen im Rosa Trikot des Giro d'Italia. Der Radprofi des Teams Garmin verteidigte am Sonntag auf den 229 Kilometern des achten Teilstücks von Sulmona nach Lago Laceno in Süditalien die am Vortag bei der ersten Bergankunft in den Abruzzen eroberte Gesamtführung erfolgreich. Den Tagessieg in 1.058 m Höhe sicherte sich der Italiener Domenico Pozzovivo. Nach einer Attacke im letzten, neun Kilometer langen Anstieg kurz vor dem Ziel feierte der 29-jährige Colnago-Profi 23 Sekunden vor dem Basken Benat Intxausti und 27 vor dem Spanier Joaquin Rodriguez seinen ersten Giro-Etappensieg.

Der 31-jährige Hesjedal, der 21 Kilometer vor dem Ziel den Anschluss an das Feld verloren hatte und im Windschatten des Teamautos zu einem weiterhelfenden Teamkollegen gebracht wurde, schaffte vier Kilometer vor Beginn der letzten Steigung den Anschluss an das Feld und belegte den elften Rang, zeitgleich mit dem Tages-Dritten. Rodriguez verbesserte sich dank der Zeitgutschrift auf den zweiten Gesamtrang, neun Sekunden hinter Hesjedal. Vortagessieger Paolo Tiralongo ist 15 Sekunden zurück Gesamt-Dritter.

Österreicher fallen zurück

Pozzovivos Angriff wurde von keinem der Favoriten gekontert, so kam der Süditaliener nach der Trentino-Rundfahrt zu einem weiteren Erfolg. Die Österreicher vermochten sich hingegen nicht in Szene zu setzen. Der Tiroler Stefan Denifl büßte als bestplatzierter ÖRV-Profi 2:42 Minuten ein, Thomas Rohregger, der am Vortag bei einem Sturz eine Handgelenksverletzung erlitten hatte, landete mit 3:20 Minuten Rückstand unmittelbar hinter seinem engeren Landsmann an der 58. Stelle. Am Montag folgt eine Flachetappe nach Frosinone südlich von Rom.(APA, 13.05.2012)

Ergebnisse des 95. Giro d'Italia vom Sonntag:

8. Etappe (Sulmona - Lago Lacena/229 km): 1. Domenico Pozzovivo (ITA) Colnago 6:06:05 Stunden - 2. Benat Intxausti (ESP) Movistar 0:23 zurück - 3. Joaquin Rodriguez (ESP) Katjuscha 0:27 - 4. Thomas de Gendt (BEL) Vacansoleil - 5. Dario Cataldo (ITA) Omega Pharma - 6. Damiano Caruso (ITA) Liquigas - 7. Gianluca Brambilla (ITA) Colnago - 8. Bartosz Huzarski (POL) NetApp - 9. Jose Rujano (VEN) Androni - 10. John Gadret (FRA) Ag2R - 11. Ryder Hesjedal (CAN) Garmin - 12. Paolo Tiralongo (ITA) Astana, alle gleiche Zeit. Weiter: 57. Stefan Denifl (AUT) Vacansoleil 2:42 Minuten zurück - 58. Thomas Rohregger (AUT) RadioShack 3:20 - 113. Matthias Brändle (AUT) NetApp 14:39 - 134. Daniel Schorn (AUT) NetApp 16:09 - 155. Bernhard Eisel (AUT) Sky 21:16.

Gesamtwertung: 1. Hesjedal 32:23:25 Stunden - 2. Rodriguez 0:09 Minuten zurück - 3. Tiralongo 0:15 - 4. Roman Kreuziger CZE) Astana 0:35 - 5. Intxausti 0:35 - 6. Ivan Basso (ITA) Liquigas - 7. Caruso 0:45 - 8. Cataldo 0:46 - 9. Fränk Schleck (LUX) RadioShack 0:48 - 10. Eros Capecchi (ITA) Liquigas 0:52. Weiter: 49. Rohregger 4:44 - 107. Brändle 35:16 - 111. Denifl 37:11 - 133. Schorn 51:33 - 180. Eisel 1:15:27

 

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11 Postings

NetApp hält sich gut, die Einladung ist durchaus gerechtfertigt.
Hoffentlich können sich die jungen Österreicher in dem Team halten und mitwachsen.
^^

Unsympathisch wie abfällig sich die Moderatoren auf Eurosport über den Körperbau des Etappensiegers äußern.

im gegensatz zum orf sind die wohl weltklasse! wenn einer 165 cm und 50 kg hat und einen komischen tritt, wird man das wohl kommentieren dürfen.

So was besonderes ist das grad für einen Berfahrer auch wieder nicht. Warum da minutenlang auf seiner Körpergröße rumgeritten wird, anstatt den saustarken Antritt zu kommentieren wissen auch nur die beiden. Wär er Deutscher, wär der Kommentar wohl anders ausgefallen.

kommentieren ja, verächtlich machen nein.

die beiden alteingesessenen, vorallem dieser unsägliche leinauer: ja
jean-claude leclercq kommt mir immer wieder sehr verloren vor, da er einfach im gegensatz zu den anderen beiden "viel zu viel" ahnung hat, dementsprechend wenig oft anfangen kann mit deren aussagen. auch bei diesem ausrichten hat er nicht mitgemacht. eigentlich ist er der einzige grund, sich das spektakel auf eurosport anzusehen und nicht als livestream

Stimmt, da hat er nicht mitgemacht, das ist mir auch aufgefallen.
Leclercq ist mMn fachlich beeindruckend und menschlich integer. Bin immer wieder begeistert, wieviel Hintergrundinformation er beisteuert.
Die beiden anderen verbreiten auf mich eine Martin Graf - Atmosphäre.

Naja a bisserl...

Generell sin mir die Eurosportler aber lieber als die ORFler...
Gestreamt im Büro gibts eh den Sean Kelly. :-)
http://www.steephill.tv/giro-d-italia/#live

...auf der anderen Seite - sie äußern sich wenigstens im Gegensatz zum Staatsfunk Made in Austria und wenn man 3 Stunden plauscht kann schon so ein Fauxpas vorkommen....!!!

Gegen Zadrobilek, der Radrennen im ORF moderiert, ist mMn überhaupt nichts einzuwenden. Auch er ist so wie Leclecqe ein Ex-Profi und integer.

Mja, nur werden halt dann beim Orf dem Zadrobilek oder auch dem Haselbacher (den fand ich bei Olympia in Beijing eigentlich auch sehr gut) so Blindgänger wie ein Pariasek hinzugesetzt. Und zumindest Karsten Migels und Uli Jansch sind bei Eurosport recht ok, den Leinauer halt ich persönlich auch ned aus...

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