Bundestrojaner: Deutsche Behörden scheitern an Entwicklung

Überwachungssoftware überfordert Experten des Bundeskriminalamts

Die Entwicklung einer eigenen Überwachungssoftware für verschlüsselte E-Mails und Internet-Telefondienste scheint das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) zu überfordern. Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge musste das BKA gegenüber Vertretern aus Bund und Ländern erhebliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung des "Bundestrojaners" einräumen.

Zurückgerudert

Die schwer umstrittene Bespitzelungssoftware, die Computer-Aktivitäten verdächtiger Personen überwachen soll, wurde ursprünglich von privaten Unternehmen entwickelt und an die Behörden überstellt. Nach jahrelangem Einsatz stellte sich dann 2011 heraus, dass das Programm mehr konnte, als gesetzlich zugelassen war. Die Nutzung der ermittelnden Behörden wurde daraufhin eingestellt und das BKA mit der eigenständigen Entwicklung eines Computerspions betraut. (red, derStandard.at, 13.5.2012)

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