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Brüssel - Vor dem Hintergrund der neu aufgeflammten Schuldenkrise beraten die Euro-Finanzminister heute über Griechenland und Spanien. Die Euro-Partner pochen darauf, dass nach den Wahlen in Griechenland eine Koalitionsregierung formiert wird, die zu dem vereinbarten Spar- und Reformprogramm steht. Bisher scheiterten jedoch alle Bemühungen für eine Regierungsbildung. Konkrete Beschlüsse zu Griechenland sind nicht geplant. Erwartet wird eine Erklärung zur schwierigen Lage in Griechenland.
Es werde sicher keine Aufkündigung Athens in der Eurozone beschlossen, hieß es vor der Sitzung in EU-Ratskreisen. Die Eurogruppe werde eher Zurückhaltung üben, solange nach den Wahlen vor acht Tagen und den bisher gescheiterten Regierungsbildungen in Athen Unklarheit bestehe. Trotz der bedenklichen Situation wurde darauf verwiesen, dass die Lage so aussichtslos nicht sei.
Bankenreform in Spanien
Die obersten Kassenhüter erwarten von dem spanischen Ressortkollegen Luis de Guindos Auskünfte über die neue Bankenreform in dem südeuropäischen Land. Abwicklungsinstitute ("Bad Banks") sollen Immobilien von Banken übernehmen und an den Mann bringen. Spanien gilt als Wackelkandidat in der Eurozone, steckt in einer Rezession und bekommt sein überhöhtes Defizit nicht in den Griff.
Ein weiteres Thema ist die Neubesetzung eines Postens im Direktorium der Europäischen Zentralbank. Favorit ist der Luxemburger Yves Mersch. Die Kassenhüter stehen unter Zeitdruck, denn der Posten wird schon Ende des Monats frei.
Die Ressortchefs aller 27 EU-Staaten wollen sich dann am Dienstag auf die Umsetzung von strengeren Eigenkapitalregeln für Banken einigen. Eine einstimmige Entscheidung aller Mitgliedsländer war Anfang des Monats gescheitert, weil Großbritannien auf die Bremse trat. Hauptstreitpunkte waren mehr Spielraum für nationale Aufseher sowie Aufschläge zu den "Basel-III"-Regeln, mit denen Banken krisenfester gemacht werden sollen. (APA, 14.5.2012)
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dass die Finanzminister der EU-Bevölkerung gerade das nächste Pleitegeier-Ei gelegt haben und es nun ausbrüten, damit das Beispiel Griechenland sich möglichst rasch ausbreitet und die Menschen froh sind, wenn sie Arbeit für eine Brotrinde/Tag bekommen?
seit 2007 sieht man, daß die politiker keine sinnvollen pläne haben. sie bekämpfen das schulden problem mit neuen schulden, lassen riesige geldmengen drucken und hoffen, daß das problem von selber verschwindet.
Zitat: "Die Euro-Partner pochen darauf, dass nach den Wahlen in Griechenland eine Koalitionsregierung formiert wird..."
Es ist schön wenn die EU vor den Wahlen schon festlegt, was nach den Wahlen passieren soll. Nur eines scheinen die Politiker vergessen zu haben, der Wähler entscheidet, nur der Wähler und nicht Brüssel oder irgend ein anderes Land.
Wem wunderts, wenn die Griechen erst recht was anderes Wählen, wenn sie auch noch bevormundet werden. Entscheiden sich die Griechen gegen den Euro und machen eine Pleite, dann haben die Banken eben Pech gehabt. Die Menschen entscheiden je nachdem wie es ihnen geht.
da zahlen auch die nachfolgenden genrationen noch zigtausende jahre für die Endlagerung und nicht die Gesellschaften selbst.
Geht ein Kunde zur Bank und fragt um einen kredit für eine Riesenvilla. Daraufhin der Bankdirektor: Da zahlen Sie ja bei Ihren Gehalt schon ohne Zinsen 300 Jahre lang ab. Darufhin der Kunde: Ich weiß; aber das ist mir die Villa wert.
War ja schon dumm für den EURO, dass so eine "extreme" Partei wie die Sozialisten Hollands in Frankreich gewinnen.
Eigentlich dachte ich immer, dass eine Währung für das Volk da ist.
Für diese Währung müssen nun aber alle nur laufend, zahlen und retten. Sogar Demokratieprozesse und Strukturen sollen ausgesetzt werden. Irgendwas stimmt da nicht so ganz.
und den finanzmärkten (=die reichen) übergeben.
das musst du dazusagen: keine kontrolle durch die politik heißt kontrolle durch "die märkte", also die reichen profiteure unseres ungerechten wirtschaftssystems. die interessen dieser reichen sind garantiert nicht die "des volks", im gegenteil.
natürlich kann auch die politik das falsche machen - dann müssen wir sie ändern. in jedem fall muss die politische kontrolle über währung und wirtschaft stärker werden, wenn wir sie zum wohl "des volks" verändern wollen. alles andere wird sie zerstören.
was die größenwahnsinnige Finanztruppe angerichtet hat.
Was wäre dann passiert? Im "selbstreinigenden Gewitter" wäre zwar Europas gesamte Wirtschaft draufgegangen und Millionen Menschen hätten die schweren Folgen davon tragen müssen, was durchgeknallte Banker angerichtet haben. Armut, Elend und vielleicht Tote wären die Folge gewesen.
Aber Hauptsache, dein toller Marktdogmatismus hätte zur reinen Form gerinnen können! Was sind schon Millionen zerstörter Existenzen gegen die tollen Modelle der Monetaristen und anderer Realitätsverweigerer?
Nein. Wenn die Politik versagt, weil sie sich in den Dienst der Reichen stellt, müssen wir sie ändern - nicht weiter entmachten, damit die Reichen noch besser alles dominieren können!
die Bankenheinis nur behauptet. Man haette die Hilfsgelder direkt in die Realwirtschaft blasen koennen; ware kein groeszere Problem gewesen. Am leichtesten, pleite gehende Bank darf keine Kredite exekutieren, damit haettest massenhaft Kleinbetriebe entschuldet, waerest die Spielbanken aber los
Ich glaube aber, dass auch diese Lösung nicht funktioniert hätte. Europa quasi über Nacht ohne Banken? Das hätte in jedem Fall massiv die Realwirtschaft geschädigt. Die ist viel zu sehr mit der Finanzwirtschaft verwoben, als dass man die eine einfach draufgehen lassen könnte.
Aber klarerweise hätte man den Finanzsektor nach der Rettung völlig umstrukturieren müssen:
- "Systemrelevante" Banken zerkleinern, bis sie es nicht mehr sind
- Kernaufgaben von Spekulation trennen, nur erstere mit Staatsgarantien schützen
- Derivate stark regulieren, viele verbieten
- Finanztransaktions- und Vermögenssteuern europaweit einführen
- Steueroasen schließen
Ziel: gemeinwohlorientierter Finanzsektor. Auf diesem Feld pennt die Politik seit bald 4 Jahren.
es gibt keine systemrelevanten Banken, das ist eine Behauptung , auszerdem kannstblitzschnell gruenden. Die haetten sich also von selbst "verkleinert". => man haette die Derivate ncht verbieten muessen da, siehe 1929 - ca 1985, die Finanzwirtschaft in der naechsten Generation die Finger davon gelassen haette. Mangels wahnwitziger "Buchgewinne" waeren auch die Steueroasen wurscht u. mangels Transaktionen die Finanztransaktionssteuer irrelevant. Dies Ding bringt ja nur dann etwas, wenn fleissig gespielt wird. Gleiches gilt grosso modo fuer die Vermoegenssteuer
http://tinyurl.com/cnpr447
"Pioz im spanischen Mittelland ist bei der Regierung in Madrid rund 16 Millionen Euro in der Kreide. Nun hat das Dorf einen Sanierungsplan erarbeitet – mit Ratenzahlungen über 7058 Jahre hinweg."
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