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Havanna - Die Tochter des kubanischen Präsidenten Raul Castro hat am Samstag eine Parade für die Rechte von Homosexuellen durch die Straßen von Havanna angeführt. Mariela Castro erklärte, ihr Vater wolle die sexuelle Diskriminierung beenden. Sie hoffe, dass gleichgeschlechtliche Ehen in Kuba bald zugelassen würden.
Mariela Castro, seit Jahren als Schwulenaktivistin aktiv, lobte die Äußerungen von US-Präsident Barack Obama, der sich kürzlich erstmals öffentlich für gleichgeschlechtliche Ehen ausgesprochen hatte. Seine Worte seien von großer Bedeutung, weil sie andere beeinflussen könnten. Obama müsse seinen Worten nun aber Taten folgen lassen.
An der Parade beteiligten sich rund 400 Menschen, die in den Straßen sangen und tanzten. Castro sagte weiter, sie hoffe, die kubanischen Abgeordneten würden auf ihrer nächsten Sitzung im Juli ein Gesetz über die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen verabschieden. (APA, 12.5.2012)
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Immerhin hat er schon öffentlich seine Zustimmung zur Legalisierung der Schwulenehe erklärt. Eine Erklärung, die bisher noch kein ehemaliger noch amtierender Regierungschef Kubas abgegeben hat, also weder ein Fidel noch ein Raúl Castro. Sind das keine vorbildlichen Kommunisten?
In anderen "spätkapitalistischen" Ländern wie Deutschland oder Österreich ist die Schwulenehe schon längst normal. Im vorgeblich so progressiven kommunistischen Kuba noch nicht.
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