Ist Plasma-TV tot?

Plasmafernseher lassen Panasonic, einen der letzten großen Hersteller ins Minus rutschen

Zehn Milliarden US-Dollar Verlust schrieb Panasonic im letzten Jahr. Hauptverantwortlich dafür war der schlechte Verkauf von Plasmafernsehern, der nur 59 Prozent der Erwartungen erreichte. Der Umsatz schrumpfte von sechs Milliarden US-Dollar im Jahr davor auf 3,5 Milliarden US-Dollar.

Vor- und Nachteile

Die Plasma-Geräte haben im Gegensatz zu LCD-Fernsehern stärkere Farben, ein intensiveres Schwarz, einen größeren Blickwinkel und keine Bewegungsunschärfe. Aber sie haben auch Nachteile, wie Raymond Soneira Mashable erklärte. LCDs sind viel heller, was bei beleuchteten Zimmern von Vorteil ist. Außerdem sind sie leichter und günstiger als Plasmafernseher.

"Eingebrannte" Bilder schrecken Kunden ab

Diese Argumente lassen Kunden eher zu LCD-Geräten greifen. Die negative Presse von "eingebrannten" Bildern bei Plasmafernsehern taten ihr übriges dazu. Es gab die Befürchtung, dass sich beispielsweise das Logo eines Fernsehsenders "einbrennt", wenn man zu lange den gleichen Sender schaut.

Bei älteren Geräten konnte es prinzipiell dazu kommen, allerdings hätte man dafür auf einem Fernsehsender viel länger bleiben müssen, als es normalerweise der Fall ist. Neuere Geräte haben das Problem behoben.

TV-Markt schrumpft

Doch der TV-Markt leidet allgemein. Beinahe jeder hat bereits einen HD-Fernseher und Features wie 3D locken die Kunden nicht wirklich an, sich einen neuen zu kaufen. So ging auch der Verkauf von Panasonic LCD-Geräten um 30 Prozent zurück. Der Markt schrumpft, doch dabei trifft es das Segment der Plasmafernseher besonders hart. (soc, derStandard.at, 12.05.2012)

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