Wiener Studenten zwangen Facebook Daten-Richtlinien zu erneuern

11. Mai 2012, 20:32
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Vorlage für Neuversion im Netz - Zur Diskussion

Facebook will seine Datenschutz-Richtlinie massiv erneuern. Das weltgrößte Online-Netzwerk stellte am Freitag die Vorlage für eine neue Version mit zahlreichen Änderungen zur Diskussion ins Netz. Eine wesentliche Neuerung ist, dass einige Informationen länger als bisher gespeichert werden könnten.

"Dienstleitungen"

"Wir werden Daten so lange einbehalten, wie dies erforderlich ist, um den Nutzern und anderen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Diese umfassendere Verpflichtung gilt für alle Daten, die wir über Dich sammeln und erhalten, einschließlich Informationen von Werbetreibenden", hieß es in einer 'Erklärung des Unternehmens. Unter anderem Daten, die Facebook von Werbepartnern oder Spiele-Anbietern bekommt, können damit in einigen Fällen länger als die bisherigen 180 Tage aufbewahrt werden.

Cookies und Co.

In der neuen Richtlinie wird außerdem erstmals sehr ausführlich dargestellt, welche Informationen Facebook über sogenannte Cookies bekommt - kleine Dateien, die Websites im Browser ablegen, um Nutzer wiederzuerkennen. Über die Verwendung von Cookies durch Facebook hatte es immer wieder zum Teil heftige Diskussionen mit Datenschützern gegeben.

"europe-v-facebook"

Die Änderungen gehen zum Teil auf die Ergebnisse der Prüfung durch die irische Datenschutzbehörde zurück, die einige Verbesserungen in den Datenschutzrichtlinien angemahnt hatte, erklärte Facebook. So wurden viele Erläuterungen deutlich ausgebaut. Zum anderen sind seit der vergangenen Aktualisierung neue Dienste und Bezeichnungen hinzugekommen.

Weltkonzern

Die neuen Richtlinien brachte der Wiener Jus-Student Max Schrems und seine Mitstreiter der Initiative "europe-v-facebook" ins Rollen. Sie gingen mit zahlreichen Anzeigen gegen das Online-Netzwerk wegen Datenschutzverletzung vor. In einer Stellungnahme meinte Schrems: ""Wir freuen uns natürlich extrem, dass wir mit ein paar Anzeigen diesen Weltkonzern ihn dazu zwingen die Richtlinie zu ändern. Gleichzeitig zeigt das natürlich wie schlecht dieses Unternehmen geführt ist und wie weit sie von den Grundsätzen des
Datenschutzes weg sind." (sum/APA, 11.05. 2012)

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    Facebook-Chef Mark Zuckerberg

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