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Wien - Es falle ihm schwer, das zu sagen, aber Blumen seien für Konsumenten halt verzichtbar, vor allem in wirtschaftlich härteren Zeiten, seufzt Emil Steffek. Seit vier Jahren sei Schluss mit dem steten Wachstum der Branche, man müsse froh sein, wenn der Markt halbwegs stabil bleibe. Die wichtigsten Anbauländer wie Holland, Kenia und Kolumbien fahren ihre Exporte zurück, erzählt der Großhändler, der den Blumenvertrieb auch in der Wirtschaftskammer vertritt.
Durch die Blume wird nach wie vor viel gesagt, und am Muttertag hat sie von jeher Hochsaison. "Für die gleiche Symbolik wird jedoch weniger ausgegeben." Bei Begräbnissen macht Steffek zunehmend Plastikblumen aus anstatt üppiger Kränze. Bei den Präsenten matchten sich Sträuße mit Essenseinladungen und Billigreisen. "Früher gab es an den Muttertagen neben Blumen höchstens ein bisserl Geschirr." Heute habe sogar Apple-Store Muttertags-Angebote.
Nische finden
Die Zahl der Floristen sinkt, Lebensmittelketten und Baumärkte untergraben vor allem den Markt für Standardware. Letztlich sei es hier nicht viel anders als bei Fleischern und Bäckern, sagt Steffek: Floristen müssten kreativ sein, um als kleine Handwerker in einer Nische zu überleben.
Durchwachsene Jahre haben aber auch große hinter sich. 2008 hatte sich der Sanierer Anton Stumpf der Kette Holland Blumen angenommen. Seither wurden Filialen geschlossen, Immobilien verkauft, den übrigen hat man einen neuen Anstrich verpasst, das gesamte Konzept wurde umgekrempelt. Die Zeiten der billigen Blumen für jedermann seien vorbei, seine Mitarbeiter seien keine Kassierer und Schlichter mehr, sondern Floristen, versichert Jörg Pröll, der einst für McDonald's und Marionnaud arbeitete und nun Chef von Holland Blumen Mark ist. 450 Beschäftigte setzten im Vorjahr rund 28 Mio. Euro um. Für heuer verspricht der einstige Pionier der österreichischen Diskont-Schnittblume erstmals wieder Gewinne.
"Zu sehr Individualisten"
Die Zukunft sieht Pröll im Franchising. Bisher seien fünf der 104 Standorte an Floristen übergeben worden, 30 weitere sollen mittelfristig folgen. Mit Franchisepartnern sei einfach mehr zu bewegen, ist er überzeugt. Was Steffek wiederum bezweifelt: "Floristen lassen sich in kein Verkaufsschema pressen. Sie sind dafür zu sehr Individualisten."
Im Schnitt 41 Euro sind Muttertagssträuße Kindern wert, errechnet Marco Ansaldi, Österreich-Geschäftsführer von Fleurop, Berliner Konzern, der den weltweiten Blumenversand-Markt anführt. 15 bis 20 Prozent des Jahresgeschäfts lukriert er rund um Muttertag und Valentinstag, 100.000 Aufträge im Jahr sorgten für 3,5 Millionen Euro Umsatz. Mehr Dienstleistung sei gefragt, weiß Ansaldi. In Form von Fotos der Schenker auf Grußkarten etwa. Noch in Diskussion: ob auch ein Bild der Beschenkten bei der Blumenübergabe die Entsender umgehend beglücken soll. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 12./13.5.2012)
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anstatt eben 300 euro und mehr für die dreiviertelstunde "begutachtung" auszugeben ist absolut in ordnung. die können dann auch bleiben, bis man sich das teure grab herrichten leisten kann.
die überzogenen begräbnisgebühren für sich sind sowieso schon eine frechheit (beispiel musik vom cd-player - da hat meine tante für viermal auf den knopf drücken 60 euro bezahlt und das personal war extra)
30 bis 50 Euro sind nun mal für die meisten Leute nicht so wenig Geld, das zahlen wir, wenn wir essen gehen.
In Zeiten der sinkenden Löhne ist es klar, dass solche Ausgaben zuerst reduziert werden.
Ich kaufe Blumen übrigens auch grundsätzlich beim Hofer, ich muss mir mein Geld eben auch einteilen.
Ich wollte es nicht dazuschreiben, aber die Blumen, die ich beim Hofer kaufe, sind in der Regel viel haltbarer als die Arrangements vom Blumeneschäft, in die meist ohndies meist die Blumen, die nicht mehr topfrisch sind, wandern.
Aber jeder kann das natürlich halten wie er will :o)
Der Florist zieht die Blumen auch nicht selbst sondern kauft sie beim Großhändler wie der Hofer, er kauft nur weniger davon an, bekommt also nicht den gleich billigen Preis.
Aber nochmals, wie gesagt, kaufen Sie Ihre Blumen ruhig beim Floristen, jeder wie er glaubt.
Es geht ja nicht darum, einfach 10-20 Blumen in ein Bündel zu binden - ein gutes Blumengeschäft macht ja mehr.
Hofer hat viele gute Produkte, und ich kauf gern dort.
Bei manchen - und Blumen zählen dazu - ist ein Qualitäts (und der dazugehörende) Presiunterschied zumindest für mich klar erkennbar. Ein büschel Rosen vom Hofer ist eine andere Kategorie als schöne, langstielige dunkelrote Rosen. Die dürfen auch mehr kosten.
Und wenn's eine gute Blumenverkäuferin finden, dann sind die Sträusse Kunstwerke.
Ich mag keine Rosen, ich habe am liebsten Amaryllis, die halten, wenn man sie als Knospen kauft, praktisch wochenlang.
Man bekommt natürlich beim Hofer nicht immer alles, aber wenn frische Blumen da sind sind sie wirklich leistbar und immer eine kleine Freude, wenn man sie ansieht.
So einfach ist das nun auch wieder nicht.
Wenn man durch den Export von Schnittblumen mehr Geld bekommt als die Produktion einer bestimmten Menge Nahrung kosten würde könnte man um diese Summe mehr Nahrung zukaufen.
Grundsätzlich haben sie aber recht.
Eine Schwierigkeit: Nachdem die Blumen lokal nicht verwertet werden können, verdienen die Leute ncith viel, weil der Abnehmenr den Preis diktieren kann.
Wenn's Lebensmittel anbauen, verkaufen's einfach (einen Teil) lokal wenn der internationale Abnehmer weniger zahlt als lokal zu bekommen ist - das bringt Einkommen, und lokale Versorgung.
Exporte tragen zur Entwicklung der Wirtschaft bei, bringen Devisen,...
Natürlich ist nicht alles gut, Umweltverschmutzung, prekäre Arbeitsbedinungen etc. darf man nicht vergessen.
Allerdings sollten sie auch beachten was passieren würde gäbe es diese Arbeit nicht. Die Menschen hätten keine Arbeit.
Es macht Sinn auf einem Hektar Blumen anzubauen und mit dem Erlös Nahrungsmittel zu kaufen, solange der Wert der exportierten Blumen den Wert der importierten Lebensmittel übersteigt.
Ja, da haben sie natürlich auch recht.
In Kenia mangelt es aber nicht unbedingt an Wasser oder Anbaufläche, sondern in erster Linie an einer sinvollen Agrarpolitik.
In diesem Zusammenhang sollte man aber auch die EU erwähnen, die mit ihren Exportförderungen viel dazu beigetragen hat die lokalen Märkte zu zerstören.
Man darf die Probleme also nicht allein an der Blumenproduktion festmachen.
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