Neuer Anschlagsversuch in Aleppo vereitelt

11. Mai 2012, 18:16
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Selbstmordattentäter hatte 1200 Kilo Sprengstoff im Auto

Damaskus - Die syrischen Sicherheitskräfte haben nach einem Bericht des Staatsfernsehens am Freitag einen versuchten Selbstmordanschlag in der nordsyrischen Stadt Aleppo vereitelt. Im Auto des Attentäters seien 1200 Kilogramm Sprengstoff gefunden worden, hieß es weiter. Der Mann sei von den Sicherheitskräften getötet worden.

Die Meldung kommt einen Tag nach zwei Explosionen in der Hauptstadt Damaskus, bei denen mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen und fast 400 verletzt worden waren. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte die Anschläge in der Nacht auf Freitag auf das Schärfste. In einer Erklärung sprachen die 15 Ratsmitglieder am Donnerstag von "Terroranschlägen", denen zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen seien. Zugleich rief das höchste UN-Gremium die Konfliktparteien erneut auf, die Gewalt zu beenden und den Friedensplan des UN-Vermittlers Kofi Annan umzusetzen.

Die UN-Botschafterin der USA, Susan Rice, wertete die Anschläge als Bestätigung der US-Haltung, die Aufständischen nicht mit Waffen zu versorgen. Der Annan-Plan sei noch nicht gescheitert. Vertreter der Protestbewegung äußerten sich enttäuscht über die Reaktion der Weltgemeinschaft. Sie machen das Regime für die Anschläge verantwortlich. (Reuters, dpa/DER STANDARD, 12.5.2012)

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