Rückkehr des Terrorismus befürchtet

11. Mai 2012, 18:00

Anarchisten bekennen sich zu Anschlag auf Manager

"Jagt ihn endlich zum Teufel!" Kein Tag vergeht, ohne dass Silvio Berlusconis Hausblatt Il Giornale dessen Partei auffordert, Mario Monti "den Stecker herauszuziehen". Nach dem jüngsten Wahldebakel werden in der Mehrheitspartei die Stimmen lauter, die auf Abkehr vom bisherigen Kurs pochen. 41 Abgeordnete forderten Monti ultimativ auf, seine Kritik an der Untätigkeit früherer Regierungen zurückzuziehen.

Der Premier beugte sich dem Druck. Auf einer internationalen Tagung in Florenz versicherte er, bereits die Regierung Berlusconi habe "wichtige Strukturreformen durchgeführt". Auf Details ging er nicht ein. Der Cavaliere erklärte im Parlament, Italien sei "ohne Verfassungsänderung unregierbar". Er werde Monti weiterhin unterstützen, "falls die Maßnahmen der Regierung mit unserem Programm vereinbar sind". Doch der Reformdruck erlahmt, die Parteien verzögern und boykottieren Montis Reformen, wo sie können.

Indessen wächst die Besorgnis über eine mögliche Rückkehr des Terrorismus. Zum jüngsten Anschlag auf einen Manager des Konzerns Ansaldo Nucleare in Genua bekannte sich die "anarchistische Föderation Fai". Am Freitag wurden in Legnano bei Mailand erstmals wieder Flugblätter der Roten Brigaden auf Gebäude geklebt. (Gerhard Mumelter aus Rom/DER STANDARD, 12.5.2012)

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16 Postings

"Mitglied des Vorstands der Bilderberg-Konferenz ... führendes Mitglied der Trilateralen Kommission ... internationaler Berater bei Goldman Sachs ... " droht mit militär-einsatz:

http://www.dw.de/dw/articl... 34,00.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_Monti

Hab mich bei der Überschrift spontan an etwas erinnert gefühlt, das ich vor einiger Zeit gelesen habe...

http://de.wikipedia.org/wiki/Stra... Italien%29

Der gelernte Italiener weiß bescheid...

Es ist wieder mal Zeit für "strategia della tensione"

Glaubt etwa der italienische Geheimdienst wieder einmal, dass Volk vor dem Kommunisten schützen zu müssen?

Manchmal frage ich mich, wozu die Italiener überhaupt eine Regierung brauchen.

Manchmal frage ich mich, wozu überhaupt irgendjemand eine Regierung braucht.

sehr bedenklich

wenn in Italien von Terrorismus gesprochen wird, ist wohl auch immer wieder die Frage erlaubt, wem es nützt! Das Beispiel Aldo Moro und die Rolle des Geheimdienstes und Andreottis zeigt, dass die roten Brigaden, ohne ihre Verbrechen zu schmälern, gerne von konservativen "einfluss"reichen Politikern instrumentalisiert werden.

Anarchisten?

Wohl eher GLADIO reloaded. Aber davon haben unsere "Journalisten" wahrscheinlich noch nie gehört...

muss man nicht reloaden

die waren nie weg und sind weiterhin voll im "geschäft".

verhasster Monti

Der Monti ist hier in Italien mittlerweile schon verhasster, als es Berlusconi je war. Dem Ex-Pleitebankier traut keiner über den Weg. Man hat sich an den Umstand gewöhnt, dass in Rom in die eigene Taschen gewirtschaftet wird, neu ist jetzt, dass man dort an den internationalen Finanzterrorismus verkauft wird.

das ist in

dieser Allgemeinheit einfach falsch. Es gibt in der Provinz ein paar dodeln, die nicht schnallen was da abgeht aber wenn wirklich wer verhasst ist sind das die willkuerlichen Kasperln der Agenzia delle Entrate

Berlusconi will in die Politik zurück?

Wo bleiben denn die Mahnwachen, die Kerzen und die Laternen?

Sind die Manager nicht die Bösen?

Kommt darauf an, ob sie auf der "richtigen" Seite stehen. Wenn man statt dem Atom-Boss einen Manager der schmierigen Öko-Lobby angeschossen hätte, wäre die Empörung groß.

Jaja... schaut nicht einmal ein bisschen nach Ente aus.

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