Deutscher Mobilfunker O2 legte gutes 1. Quartal hin

11. Mai 2012, 17:50
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Operativer Gewinn um 13 Prozent gestiegen

Der deutsche Mobilfunker O2 hat in den ersten drei Monaten 2012 dank vieler neuer Kunden deutlich mehr Geld verdient. Dabei kommt der Tochter des spanischen Telekomriesen Telefónica vor allem der ungebrochene Trend zu Smartphones und mobilem Internet entgegen. Zwischen Jänner und März stieg die Zahl der Mobilfunkkunden um 7,1 Prozent auf rund 18,6 Millionen, wie Telefónica Germany am Freitag mitteilte. "Das Rekordergebnis bei den Vertragsneukunden zeigt, dass wir richtig aufgestellt sind", sagte O2-Chef René Schuster.

1,26 Milliarden Euro Umsatz

Der Umsatz von O2 wuchs im ersten Vierteljahr um 2,5 Prozent auf knapp 1,26 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn - andere Zahlen weist O2 nicht aus - stieg um gut 13 Prozent auf 295 Millionen Euro. Auch Rivale E-Plus hatte im ersten Quartal erneut zugelegt und steht mit 23 Millionen Mobilfunkkunden vor O2 auf Platz 3 in Deutschland. Branchenführer auf dem hart umkämpften Markt sind mit weitem Abstand Vodafone und die Deutsche Telekom.

Für die spanische Mutter von O2 läuft es allerdings weiter wenig erfreulich. Viele Spanier, von denen immer mehr arbeitslos sind, wandern zu Billiganbietern ab. Der operative Gewinn vor Abschreibungen sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um fast 9 Prozent auf 5,08 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Madrid mitteilte. Das spanische Heimatgeschäft lieferte noch ein Drittel zum operativen Gewinn - beim Konkurrenten Deutsche Telekom liegt es bei mehr als der Hälfte.

Keine Subvention mehr

In Spanien hat Telefónica zudem einen neuen Schritt gewagt: Neukunden erhalten beim Kauf von Smartphones keine Subvention mehr. In Europa ist Telefónica außerdem stark vertreten in Tschechien und Großbritannien. Den Löwenanteil des operativen Gewinns steuerte mit mehr als der Hälfte allerdings das boomende Geschäft in Lateinamerika bei. (APA, 10.05. 2012)

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