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Haben Gamsböcke zwei verschiedene Formen eines Immungens, leben sie deutlich länger.
Wien - Bei den meisten Säugetierarten (inklusive dem Menschen) leben die weiblichen Vertreter länger als die männlichen. Grund dafür dürfte das aggressive, mit hohem Energieverbrauch verbundene Verhalten der Männchen sein. Möglicherweise sind die männlichen Tiere deshalb auch anfälliger für Parasiten.
Entsprechend wurde vermutet, dass eine Vielfalt bei Immungenen, die gegen Parasiten schützt, für Männchen wichtiger ist als für Weibchen. Forscher der Veterinärmedizinischen Universität Wien haben diese These an Gämsen getestet - und sie tatsächlich bestätigen können, wie sie im Fachblatt BMC Evolutionary Biology schreiben.
Gämsen werden in freier Wildbahn durchschnittlich 16 bis 20 Jahre alt. Bei Gamsböcken kann die Überlebensrate aber schon nach elf Jahren deutlich zurückgehen, was auch an der Gamsräude liegt, eine hoch ansteckende Krankheit. Jene Gamsböcke freilich, die zwei verschiedene Formen eines für das Immunsystem wichtigen Gens besitzen, leben deutlich länger als jene mit zwei identischen Kopien dieses Gens, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift "BMC Evolutionary Biology". Für Geißen hingegen fanden sie - ganz gemäß der These - keine solchen Effekte. (tasch/DER STANDARD, 12./13.5. 2012)
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