KommAustria prüft Schweigeminute im ORF-Programm

11. Mai 2012, 17:18
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Sie sei "weder Information, noch Kultur, Sport oder Unterhaltung im Sinne des Kernauftrages", argumentiert die Initiative " Religion ist Privatsache"

Wien - Ob der ORF mit Stille einmal jährlich gegen das Gesetz verstößt, prüft demnächst die Komm-Austria. Wie angekündigt reichte der Verein "Religion ist Privatsache" bei der Medienbehörde eine Beschwerde gegen die "Schweigeminute" in ORF 2 am Karfreitag ein. Sie sei "weder Information, noch Kultur, Sport oder Unterhaltung im Sinne des Kernauftrages", argumentiert die Initiative, sondern allenfalls " Kommentar" oder "Moderation". Der ORF habe daher "nicht über eine Predigt einer anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft berichtet oder sie übertragen, sondern selbst gepredigt." Mit der Schweigeminute verletze der ORF daher Objektivität und Sachlichkeit.

Fernsehchefin Kathrin Zechner bastelt einstweilen, wie berichtet, an einem Mittagsmagazin vor der ZiB um 13 Uhr, unter Obhut von Fernsehchronikchefin Brigitte Handlos. Heute in Österreich, Konkret und Jahreszeit könnten ebenfalls unter Handlos' Leitung verschmelzen. Medienberichte über Pläne, Universum von Donnerstag auf Freitag zu schieben, sind laut ORF "derzeit kein Thema".

Einen Deutschkurs für Austrotürken richtet darüber hinaus der Info- und Kulturspartenkanal ORF 3 mit dem Magazin Mein Almanca ein. Wie berichtet präsentiert Karl Markovics im Sommer Austrofilme, Barbara Stöckl lädt zum Science Talk, mehr dazu hier. (prie, APA, DER STANDARD, 12./13.5.2012)

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