Seine Fotos aus dem Vietnamkrieg sind heute mahnende Dokumente - Eine Auswahl

Ansichtssache11. Mai 2012, 17:06

"Gigant des Fotojournalismus": Pulitzer-Preisträger Horst Faas verstarb im Alter von 79 Jahren

Seine Fotos aus dem Vietnamkrieg beeinflussten die öffentliche Meinung der Zeitgenossen. Heute sind sie mahnende Dokumente - und Vorbild der Pressefotografie. Wie kein anderer hat er das Bild vom Vietnamkrieg geprägt: Der Kriegsreporter und Fotograf Horst Faas ist am Donnerstag im Alter von 79 Jahren in München gestorben. Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP), für die Faas fast ein halbes Jahrhundert tätig war, würdigte ihn als "Gigant in der Welt des Fotojournalismus".

Die "Deutsche Gesellschaft für Photografie", die Faas 2005 in einer in mehreren Städten gezeigten Ausstellung würdigte, erklärte über dessen Werk: "Die Photographie von Horst Faas setzt sich deutlich von ästhetischen Stilisierungen anderer Photographen ab. Seine Bilder sind keine heroischen Schlachtgemälde. Sie zeigen die Welt ungeschminkt und den Krieg so brutal und abscheulich, wie er ist." Seine Aufnahmen aus dem Vietnamkrieg seien in der Geschichte der Kriegsfotografie ohne Beispiel.

Faas wurde 1933 in Berlin geboren und kannte seit 1956 nur die Aufgabe, das Zeitgeschehen mit der Kamera zu dokumentieren. Die Nachrichtenagentur Associated Press schickte ihn zu den Brennpunkten in Kongo, in Algerien und 1962 nach Vietnam. Dort wurde er 1967 bei der Explosion einer Granate an den Beinen verletzt. Zwei Jahre zuvor hatte er für seine Fotos aus Vietnam den Pulitzer-Preis erhalten. (APA, 11.5.2012)

Ein Foto von Horst Faast aus dem Jahre 1966, aufgenommen in Vietnam

1

März 1965: Helikopter der U.S. Army 18 Kilometer nördlich von Tay Ninh, Vietnam

2

Schlafende vietnamesische Soldaten auf den Weg nach Ca Mau.

3

Dong Xoai, 1965: Zivilisten in Vietnam nach einem Angriff.

4

Dezember 1965: Ein US-Soldet und vietnamesische Schulkinder in Xuan Dien.

 

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