Schweizer suchte Schlächter für Frau und Kind im Internet: verurteilt

11. Mai 2012, 16:42
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Sieben Jahre Haft und Entschädigung

Winterthur - Ein 53-jähriger Sadist aus dem Raum Winterthur, der eine Frau und deren Tochter im Internet zur Schlachtung angeboten hat, ist wegen versuchter Anstiftung zu vorsätzlicher Tötung, Gewaltdarstellungen und Pornografie schuldig gesprochen worden. Das Winterthurer Bezirksgericht verurteilte ihn am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren ohne Bewährung.

Der Mann muss seinem Opfer zudem eine Entschädigung von 10.000 Franken (8.325 Euro) zahlen und eine Therapie besuchen. Sein Anwalt meldete noch während der Urteilsverkündung Berufung an.

In einem Sado-Maso-Forum schrieb der Verurteilte im August 2010 im Namen einer damals 27-Jährigen, sie suche einen strengen Herren, der ihren Willen breche, sie malträtiere und sie zusammen mit ihrer Tochter schlachte und am Spieß brate. 39 Personen meldeten sich auf das Inserat. Zweien verriet der Verurteilte den richtigen Namen und die richtige Adresse des Opfers. Ein Mann reiste schließlich von Bern nach Winterthur, um die Frau mitzunehmen. Weil sie ihm sofort die Türe vor der Nase zuschlug, hatte der Besuch keine Folgen.

Beim zweiten Interessenten, den der Verurteilte mit richtigem Namen und Adresse versorgte, handelte es sich um einen verdeckten Ermittler der Kantonspolizei. Im Oktober 2010 konnte der bekennende Sadist verhaftet werden. (APA, 11.5.2012)

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