Vorlesen und Singen mit den Eltern macht aus Kindern bessere Leser

11. Mai 2012, 16:35
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Sonderauswertung der PISA-Studie - Österreich nicht unter untersuchten Ländern

Berlin/Wien - Kinder, denen ihre Eltern im Kleinkindalter vorlesen, Geschichten erzählen und die miteinander singen, können später besser lesen. Das zeigt eine Sonderauswertung der PISA-Studie, die die OECD am Freitag veröffentlicht hat. Auffällig bei dem Ergebnis: Während sich häufig - und auch stark in Österreich - der soziale Hintergrund der Familien in den schulischen Leistungen der Kinder spiegelt, ist die positive Wirkung von Vorlesen und anderen Beschäftigungen mit Sprache wie Singen auf das spätere Lesevermögen laut Studie quer durch alle sozialen Gruppen zu beobachten.

Rolle von Büchern im Haushalt

Für die Studie wurden in 14 Ländern bei der PISA-Erhebung zusätzlich zu den Schülertests auch Fragebögen an die Eltern der Teilnehmer verteilt. Darin wurden nicht nur der Bildungshintergrund, Beruf und Einkommen der Eltern erhoben, es wurde auch erfasst, welche Rolle Bücher in den jeweiligen Haushalten spielten und ob die Eltern das Leseverhalten der Kinder in den ersten Schuljahren aktiv geprägt hatten. Österreich war nicht unter den untersuchten Ländern.

"Die Studie belegt, dass Eltern einen entscheidenden Beitrag zum schulischen Erfolg ihrer Kinder leisten können", wird PISA-Experte Andreas Schleicher in der Aussendung zitiert. Dafür würden diese keinen Doktortitel brauchen und müssten auch nicht Stunden mit der Betreuung von Hausaufgaben verbringen. Es sei vielmehr wichtig mit den Kindern regelmäßig über die Schule zu sprechen, ihnen eine hohe Wertschätzung von Bildung zu vermitteln und auf Schwierigkeiten gemeinsam einzugehen. "Bessere Leistungen sind auch dort sichtbar, wo Eltern hohe Anforderungen an Schulen stellen und diese aktiv einfordern." (APA, 11.5.2012)

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