Bau der Schulhofgarage Geblergasse vorerst gestoppt

11. Mai 2012, 15:18
  • Der Schulhof des Gymnasiums Geblergasse bleibt bis auf weiteres so grün wie bisher.
    foto: franz grassinger

    Der Schulhof des Gymnasiums Geblergasse bleibt bis auf weiteres so grün wie bisher.

Umstrittenes Projekt wird wegen fehlender Baubewilligung ausgesetzt

Wien - Das Garagenprojekt unter dem Schulhof des Gymnasiums Geblergasse in Wien-Hernals wird vorerst nicht umgesetzt. Aufgrund einer fehlenden Baubewilligung zieht der Baubewerber HH 59 die Ausschreibung zum Bau der Garage zurück, wie es in einer Aussendung der Bürgerinitiative "Rettet den Schulhof in der Geblergasse" heißt.

"Entgegen ursprünglichen Zusicherungen liegt derzeit kein rechtskräftiger Baubescheid vor. Gegen den Bescheid vom 27.02.2012 wurde berufen. Dies hat aufgrund der Vorlaufzeit und des zwingend einzuhaltenden zeitlichen Korridors für die schweren Tiefbauarbeiten (Schulferien) zur Folge, dass das Vorhaben gänzlich verschoben werden muss", lautet die Bekanntmachung der Gemeinde Wien. 

"Sinnloses, kinderfeindliches, unmoralisches Projekt"

Befürworter des Projekts waren SPÖ, ÖVP, FPÖ, die Schuldirektorin Eva Mersits und Mitglieder der "Initiative Parkplatznot". Schüler, Lehrer und Eltern sowie die Grünen Hernals haben sich hingegen in den vergangenen beiden Jahren gegen den Bau der Tiefgarage gewehrt, im Rahmen dessen der Schulhof in seiner derzeitigen begrünten Form abgetragen werden sollte. Zumindest den Sommer 2012 wird der Hof nun unbeschadet überstehen.

"Der Baustopp ist ein riesiger Erfolg für die SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern, die trotz des massiven Gegenwindes nie aufgegeben haben, für die Rechte der Kinder auf eine gesunde Lernumgebung einzutreten", erklärt Nikolaus Kirstein als Vertreter von "Rettet den Schulhof in der Geblergasse". Die Vernunft habe gegen "ein sinnloses, kinderfeindliches und unmoralisches Bauprojekt" gesiegt, sagt sein Mitstreiter Klaus Zambra. (red, derStandard.at, 11.5.2012)

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Ein Schulhof ist tabu, weil er schon benützt wird!
und außerdem in diesem Fall eigentlich ein alter Klostergarten mit wunderschönem Baubestand ist!

Warum verlangen denn die AnrainerInnen nicht die Fällung der Bäume im Pezzlpark, der gehört wirklich allen, ist öffentlich und nicht zweckgewidmet, wenn sie so dringend Parkplätze brauchen?

und der Bedarf nach Parkplätzen über allem steht und jede noch so dumme Maßnahme rechtfertigt?

wieviele der eltern besitzen ein auto?
wieviele der schüler werden im auto zur schule gebracht?
wer kein auto besitzt, wer kein auto benutzt, braucht keinen parkplatz!

Hernals wird von PendlerInnen zugeparkt, viele sind aus Wien weggezogen um ihren Lieben ein Haus mit Garten u eine Schule im Grünen zu ermöglichen, das ist ja wunderbar!

nur warum soll ich mein Auto in eine Garage stellen und monatl 84 Euro zahlen, damit die Pendler jeden morgen hier in Hernals einen Gratisparkplatz für 8 bis 10 Stunden haben?

Nein, ich werde mein Auto vor meiner Tür parken, dafür ein Parkpickerl bezahlen u der Schulhof meiner Kinder wird nicht betoniert, sollen sich die Pendler doch an Pröll halten u den fragen, ob er ihnen Park & Ride hinbaut! Am besten gleich in der Schule neben den S Bahnstationen!

meine Kinder müssen nicht auf ihren Freiraum verzichten, nur weil einige wenige glauben, dass sie mehr Rechte haben.

also ich park mein auto dort immer in garagen wo ich oft hinfahre (also zu hause + arbeit)... und hab eigentlich kein problem damit.

das problem wird aber nicht angegangen - es wäre ja möglich nur die pendler mittels massnahmen zur kasse zu bitten. nur das wird in wien nicht gemacht - es werden alle abgezockt. ich war früher öfters in hernals - parken war schon damals ein problem, es wird sicher nicht besser geworden sein.
ausserdem kommt die garage unter den schulhof und nicht statt dem schulhof.

das hat man vorgehabt, das heißt Ciy maut!

die Garage kommt gar nicht!

Sie sollten sich eine neue Kristallkugel besorgen. Ihre jetzige ist defekt.

Oder den Kaffesud erneuern.

"Hernals wird von PendlerInnen zugeparkt"

Glaubens den Schwachsinn?

Ich habe eine Bekannte Gegend Wattgasse. Wenn ich unter der Woche z.B. um 16h hinkomme bekomme ich einen Parkplatz vor der Haustüre. Nach 19h suche ich mindestens eine Viertelstunde.

Ihre "Pendler" sind wohl alle Nachtarbeiter?

30% Parkpickerl"flüchtlinge " aus dem 8. Bezirk!

es gibt eben einige Familien, die zwei und mehr Autos haben und sehr viele, die kein Auto haben. Die stellen dann ihr Auto gern abends in Innerhernals ab, die Garagen im 8. sind halbleer, denn die AutofahrerInnen weichen aus, wenn es ums Zahlen geht.

die Garage am Schlesienplatz wurde sogar öffentlich versteigert. Garagen haben daher kaum Auswirkung, denn sie werden nur zum Teil angenommen, die Leute haben das Geld einfach nicht, obwohl die Dinger eh schon hoch subventioniert sind.

Gürtelnähe....

... schauts aber tatsächlich anders aus als bei der Wattgasse

Nicht wirklich - unter tags habe ich noch immer einen Parkplatz gefunden - das Problem besteht hpts. nach 19h --> selbstgemachtes Anrainerproblem.

Die Pendler sind vorgeschobene Propaganda die falsch ist. Deshalb wehren sich ja die Anrainer gegens Pickerl (siehe Volksbefragung Währing), weil sie wissen, dass si zwar fürs Pickerl zahlen dürfen, die Situation für sie aber nicht leichter wird.

Anrainer können die Vorortsituation wohl realistischer abschätzen als ideologisch motivierte Studien.

wenn es sich so verhält wie allgemein in Wien, dann haben von 1000 WienerInnen 367 ein Auto, nur: auch wenn jemand sein Kind zur Schule fährt und dort ausssteigen lässt, dann braucht er dort keinen Parkplatz, sondern zu Haus und in der Arbeit, nicht aber in der Schule!

Nichts rechtfertigt die Zerstörung eines Schulgartens! das ist Unsinn! Vor allem wenn eine solche Garage auch woanders gebaut werden kann!

die Autolobby mag mächtig sein, nur Krankenhäuser, Schulhöfe, Parks und Kirchen,Friedhöfe bzw die Höfe der Gemeindebauten sollten Sperrzone sein!

stimmt, in hernals wohnen ja keine menschen, folglich wird in der gegend auch kein parkplatz benötigt.

sie tun ja gard so als wär die Straßenbahn und Ubahn menschenleer in Wien! wahrscheinlich wohnen sie irgendwo im Schottischen Hochland!

wer fahrt denn damit, wenn nicht die, die kein Auto haben und das ist eine Mehrheit, eigentlich ist das für euch Autonarren sogar ganz gut so, denn wenn wirklich alle WienerInnen autofahren würden, dann wär das Auto auch in Fahrt eher ein Stehzeug,

da Autos aber meist eh nur stehen und zwar 90 % bis 95 % der Zeit, die wir sie besitzen, könnt man sie gleich zur Stehsparbüchse erklären!

das ist ja der grund warum billige garagen geschaffen werden sollen - um die autos die herumstehen von der strasse zu bringen. ich nutze die verkehrsmittel so wie ich sie brauche - am meisten das fahrrad, zum transportieren von mehreren leuten und schweren gegenständen oder dorthin wo keine öffis fahren das auto, oft geh ich zu fuss, in die stadt, vom heurigen dann mit öffis.
glauben sie wirklich alle die mit der ubahn fahren haben kein auto und die die ein auto haben fahren nie mit der ubahn?

Bin auch dafür endlich die Parkgaragen unter den diversen Krankenhäusern zuzuschütten speziell unter dem AKH.

menschen mit solchen forderungen, sollte man nach einem unfall per bahre zu fuss bis zum spital tragen lassen - dauert zwar ein bissl länger, dafür braucht es aber keinen parkplatz. heimhumpeln sollen sie dann allein.

ja ist ja auch echt irre, wenn man der Meinung ist, man sollte keine Tiefgarage in einen Schulhof bauen, der eben erst mit 3 mio Euro saniert wurde!

völlig verkehrt, wenn man die Parks in Wien erhalten will, wir müssen jetzt schnell alles Roden damit die Nabumsitis im Standard endlich glücklich sind!

das traurige für jemanden dessen familie schon seit generationen in wien wohnt - die ganzen zuzügler sind schuld dass immer mehr verbaut wird, dass schöne grüne natur zerstört wurde.
und zugegeben vor hunderten jahren war auch dort wo ich wohne wilder auwald.
aber kaum hier eine billige wohnung ergattert verstehen es die zuwanderer laut zu schreien dass alles soo eng ist, soo dicht verbaut usw.
zuerst natur zerstören und dann retten wollen - irgendwie sehr eigenartig, finden sie nicht?

Bin auch dafür ;-).

Ich frage mich wie man die Realität teilweise derart ausblenden kann, bzw. wo die wirklich hinwollen. Alle Vorteile unserer Zeit, aber das Rad zurückdrehen und glauben das bleibt so.

"Befürworter des Projekts war… die Schuldirektorin Eva Mersits"

Ich gehe mal davon aus, dass der Schuldirektorin nichts anderes übrig geblieben ist als für die Garage zu sein. Da man in der seltsamen "Demokratie" hierzulande ja nicht mit Meinungsverschiedenheiten umgehen kann und politische Differenzen immer gleich persönlich bzw dienstlich auffasst, muss die Schuldirektorin einen Standpunkt vertreten, der ihrer Schule und den ihr anvertrauten Kindern objektiv schadet … ganz schön pervers.

vielleicht will Frau Direktorin auch nur selbst mit dem Auto bis in die Schule fahren?

manchmal könnte man glauben

dass der standard eine wiener stadtzeitung ist.

ich halte es für falsch, wenn hier so getan wird als ginge es um irgendeine Garage, diese mit öffentlich Gelder geförderte Tiefgaragenprojekt im Schulhof der Geblergasse nützt vor allem den angrenzenden privaten Eigentümern der Nachbarliegenschaft in der Hernalser Hauptstraße, die dort Wohnungen herstellen und keine Pflichtstellplätze errichten möchten!
Es ist kein Zufall, dass die Aktionäre der HH 59 Errichtergmbh zum überwiegenden Teil auch Liegenschaftseigentümer in der HH 59 bis 63 sind.

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