Österreich in neuem Hochschul-Ranking auf Rang zwölf

11. Mai 2012, 14:29
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Landet damit vor Deutschland, Frankreich und Japan - Bestwert bei "internatonaler Einbindung"

Wien - Österreich hat es bei einem neuen Vergleich der nationalen Hochschulsysteme von 48 Ländern auf Rang zwölf geschafft. Platz eins belegt - wie bei praktisch allen internationalen Uni-Rankings - die USA, an zweiter Stelle landet Schweden, gefolgt von Kanada. Großbritannien kommt dagegen nur auf Platz zehn. Der Ländervergleich wurde im Auftrag des internationalen Netzwerks "Universitas 21" von der Uni Melbourne erstmals durchgeführt, bei der nächsten Ausgabe sollen noch wesentlich mehr Länder untersucht werden.

Österreich kann sich bei dieser Wertung auch vor Länder setzen, die üblicherweise bei den diversen Uni-Rankings bzw. bei der Länderauswertung des "Times Higher Education Ranking" vor österreichischen Hochschulen landen: So belegt Frankreich nur Platz 15, Deutschland Rang 17 und Japan Platz 20.

Das Ranking zeige einen starken Zusammenhang zwischen den Ressourcen für Hochschulen und deren Erfolg in der Forschung, betonen die Autoren. Außerdem gebe es scheinbar so etwas wie einen Konkurrenzkampf unter benachbarten Staaten: So landen alle untersuchten nordischen Staaten unter den besten sieben, Hong Kong, Japan, Taiwan und Korea folgen auf den Rängen 18 bis 22 direkt aufeinander und die osteuropäischen Länder Polen, Slowenien, Tschechien und Ukraine bilden eine Gruppe auf den Rängen 25 bis 28. Während viele Länder nicht zu hoffen wagten, an das Hochschulsystem der USA anzuschließen, "so wollen sie mit dem der Nachbarn gleichziehen", glauben die Forscher.

Internationale Einbindung

Kriterien für die Reihung waren neben der finanziellen Ausstattung etwa die Einbindung der Hochschulen in die Gesellschaft, die internationale Einbindung sowie die Zahl und Qualität wissenschaftlicher Publikationen. Für jedes Kriterium wurden Punkte vergeben, Österreich bekam von den Forschern 73,76 der maximal 100 Punkte zugesprochen, die USA erreichten als einziges Land 100 Punkte.

Am stärksten wurde mit 40 Prozent der Faktor "Output" bewertet, darunter die Zahl der Publikationen und deren Beachtung, die Zahl der internationalen Top-Unis, aber auch der Anteil an Studenten bzw. Hochschulabsolventen in der Bevölkerung sowie die Arbeitslosenzahlen für Akademiker. Österreich landet in diesem Teilbereich auf Rang 18, an der Spitze stehen die USA, Großbritannien und Kanada.

Je ein Viertel der Reihung war von der finanziellen Ausstattung bzw. den nationalen Voraussetzungen für die Hochschulen abhängig. Bei den finanziellen Mitteln (Anteil öffentlicher und privater Ausgaben für tertiäre Bildung bzw. Forschung am BIP, Ausgaben pro Student und Jahr) landet Österreich auf Platz elf. An der Spitze stehen Kanada, Dänemark und Schweden, gefolgt von den USA. Unter die nationalen Voraussetzungen fallen der Grad der Regulierung der Hochschulen, Qualitätssicherung, Vielfalt der Hochschuleinrichtungen und der Frauenanteil unter Studenten und Forschern. Hier landet Österreich lediglich auf Platz 23 von 48, die Niederlande sind vor Neuseeland und den USA auf den Topplätzen.

Forschungsarbeiten mit internationalen Forschern

An erster Stelle landet Österreich hingegen bei der Einbindung der Unis. Für dieses Kriterium wurde der Anteil internationaler Studenten sowie der Anteil an Forschungsarbeiten mit internationalen Forschern herangezogen, zehn Prozent des Gesamtergebnisses beruhen auf diesem Faktor. (APA, 11.5.2012)

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