Heiße Stadt, verbotene Spiele

  • Man muss sich nur zu helfen wissen. Und man darf sich nicht erwischen lassen.
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    foto: reuters/lisi niesner

    Man muss sich nur zu helfen wissen. Und man darf sich nicht erwischen lassen.

Wien muss sich abkühlen. Die WienerInnen tun das schon jetzt, auch wenn's manchmal verboten ist

Der Klimawandel kommt in die Stadt. Auch nach Wien. Es wird heiß - und voraussichtlich in den nächsten Jahren zunehmend heißer (derStandard.at berichtete).

Kühlungsmaßnahmen sind angesagt, weil eine Stadt eine Wärme-Insel ist, die durch die dichte Bebauung und den geringen Anteil an Grünfläche die Hitze noch mehr ansteigen lässt. Die Boku empfiehl umfangreiche Begrünung, Wasser und schattige Sitzgelegenheiten.

Die Wiener wissen sich zum Teil schon jetzt zu helfen, so wie die fünfköpfige, gemischte Gruppe, die im vergangenen Jahr pudelnackert den Hochstrahlbrunnen in Besitz nahm. Zu nächtlicher Stunde, versteht sich. Es wurde geplantscht, getobt, gelacht, untergetaucht - bis die Polizei auftauchte. Langsam, ganz langsam ist der Streifenwagen einen Halbkreis um den Brunnen gefahren, die nackten Schwarzschwimmer haben sich währenddessen unter der Rundumverbauung verschanzt. Kaum war das Einsatzkommando wieder weg, ging das feuchtfröhliche Treiben weiter.

Bis die städtische Begrünung Blätter treibt, kann man in Wien immerhin auf kühle Köpfe in Uniform hoffen. (Mirjam Harmtodt, derStandard.at, 16.5.2012)

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