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"Runter mit den Baukosten", sagen die Wohnbaugenossenschaften, für die es immer schwieriger wird, leistbare Mietwohnungen zu errichten.
In Diskussion ist das Thema seit Monaten, nun sollen offenbar Nägel mit Köpfen gemacht werden: Ausgehend vom Bundesland Salzburg verlangen immer mehr gemeinnützige Wohnbauträger nach Vereinfachungen bei den Bauvorschriften, um billigere Wohnungen bauen zu können. Einschränkungen bei den Vorschriften nach Barrierefreiheit werden verlangt, aber auch etwa ein Überdenken der geltenden Bestimmungen in Sachen Energieeffizienz (Wärmedämmung, Lüftungsanlage) oder auch bei den Autoabstellplätzen.
Salzburgs Wohnbau-Landesrat Walter Blachfellner (SPÖ), der auf einer anderen Front unermüdlich und demnächst auch in Brüssel für sein erfolgreiches Modell des "Landeswohnbaufonds" wirbt, hat sich zunächst positiv zu den Forderungen geäußert (mit Ausnahme jener zur Reduktion der Barrierefreiheit). Was eine etwaige Reduktion der Dämmung betrifft, fühlt er sich aber falsch verstanden. Es solle nicht auf eine maximale Wärmeisolation verzichtet werden, sondern "fünf Prozent der zusätzlichen Wohnbauförderung sollten in die Sanierung von alten Häusern investiert werden", präzisierte er am Freitag gegenüber orf.at.
Tiroler Innung warnt vor "sozialen Verwerfungen"
In Tirol legte die Landesinnung Bau kürzlich ein paar Vorschläge zur Kostenreduktion im geförderten Wohnbau vor. Neben einer Widmungskategorie "sozialer Wohnbau" und der Wiedereinführung der Zweckbindung in der Wohnbauförderung findet sich in dieser Liste auch die Forderung nach einer Abschaffung der Einkommensgrenzen bei der Sanierungsförderung.
Punkto Wohnungsvergabe weist die Innung auf zwei Entwicklungen hin: "Zum einen steigt der Anteil an Bewohnern mit Migrationshintergrund im geförderten Wohnbau. Hier ist zu prüfen, ob es zu sozialen Verwerfungen kommt und ob diese Problematik systembedingt ist", meint Geschäftsführer Stefan Elmer. Auffällig sei außerdem der zunehmende "Miettourismus": "Dazu kommt es, weil der Mietzins in Neuanlagen oft günstiger ist als in alten Wohnanlagen, nachdem der Annuitätenzuschuss nicht an die Person, sondern an das Gebäude gebunden ist."
Gschwentner will Stellplatzverordnung überdenken
Wohnbaulandesrat Hannes Gschwentner (SPÖ) wies via "Tiroler Tageszeitung" auf bereits eingeleitete Maßnahmen hin. Eine "offensive Raumordnung" in den Gemeinden soll Vorbehaltsflächen für den sozialen Wohnbau sicherstellen. Bei den Bauvorschriften regte er eine Erhöhung der Dichte an, außerdem müsse man die Stellplatzverordnung überdenken. Eine Abkehr der bisher oft üblichen Praxis von zwei verpflichtenden Tiefgaragenplätzen pro Wohnung, wie dies etwa in der Bezirkshauptstadt Imst vorgesehen ist, könne immens an Kosten sparen helfen.
GDI sieht "Anschlag auf Gesundheit"
In die Diskussion um eine Reduzierung der Wohnbaustandards mischt sich nun auch die Dämmindustrie ein, erwartungsgemäß mit einer klaren Warnung. Wer bei der Gebäudedämmung auf Kosten des Energieverbrauchs spare, "zeigt angesichts steigender Energiekosten, verfehlter Klimaziele und drohender Energiearmut eine geradezu unfassbare Kurzsichtigkeit", empörte sich Franz Roland Jany, Geschäftsführer der Gemeinschaft Dämmstoff Industrie (GDI), in einer Aussendung.
Dass die gemeinnützigen Wohnbauträger "zusätzlich zur Minderung der thermischen Qualität auch noch die Bestimmungen zum Schallschutz verwässern wollen", sei ein "Anschlag auf die Gesundheit der Bewohner".
Behindertenorganisation warnt
"Folgt nun Salzburg dem schlechten Beispiel von Oberösterreich?", fragt sich auch die Behindertenorganisation "Bizeps". In Oberösterreich wurden zuletzt mehrere Änderungen zur Kostensenkung im Wohnbau durchgeführt, etwa eine Reduktion der Förderungen zum nachträglichen Lifteinbau.
"Schon allein wegen der rasanten Zunahme der älteren Menschen in unserer Gesellschaft" müsse künftig nur noch barrierefrei gebaut werden, darauf wies Bizeps-Sprecher Manfred Srb schon im Februar im derStandard.at-Interview hin. Sowohl Dämmstoffindustrie-Sprecher Jany als auch der Verein Bizeps fordern eher ein Anheben der Standards - sowohl, was die Energieeffizienz, als auch, was die Barrierefreiheit betrifft. (map, derStandard.at, 11.5.2012)
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1) sind die meisten Bewohner dort nicht Kälteresistent und haben kein Geld für die Heizung
2) ist dort a.G. der dort normalen täglichen Übergriffe mit einem erhöhten Lärmpegel zu rechnen
ergo:
dämmen und isolieren wo geht damit sich unsere Gäste auch wohl fühlen!
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