WWF präsentiert Sushi-Ratgeber

Auch heimische Speisefische, die sushi-tauglich sind, werden vorgestellt

Wien - Der WWF hat am Freitag einen neuen Einkaufsratgeber zum Thema Sushi vorgestellt. Neben Infos, welche Meeresfische man mit gutem Gewissen konsumieren kann, werden auch heimische Speisefische, die sich für Sushi eignen, präsentiert. Aufgrund kurzer Transportwege sind österreichische Biofische laut WWF in Sachen Nachhaltigkeit vorzuziehen.

Gemeinsam mit Marc Mößmer der ARGE Biofisch wurde im Rahmen von Kochworkshops verschiedene heimische Fischarten auf ihre Sushi-Tauglichkeit getestet. Forelle, Saibling und Karpfen seien gut für Makis geeignet, so Mößmer. 

Wer lieber zu Meeresfischen greift, dem seien Gelbflossenthun aus dem West- und Zentralpazifik aus Handleinenfang, Lachs aus dem Nordostpazifik, Bio-Garnelen oder Alaska-Seelachs mit MSC-Zertifikat empfohlen. Auf Blauflossenthun und Butterfisch sollte lieber verzichtet werden.

Grundsätzliche Orientierung beim Einkauf bieten MSC- und Biosiegel. Der Einkaufsratgeber, der die Fische mittels Ampelsystem klassifiziert, kann auf der WWF-Homepage downgeloadet werden.

Greenpeace ruft zur Reduktion der Fischfangkapazitäten auf

Zu einer Reduktion der EU-Fischfangkapazitäten und nachhaltiger Fischzucht rief auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag anlässlich der in Mondsee stattfindenden EU-Aquakulturkonferenz auf.

In Österreich wurden im Jahr 2010 67.700 Tonnen Fisch importiert, lediglich 2.141 Tonnen Fisch stammen aus heimischer Produktion. Antje Helms, Greenpeace-Meeresexpertin, fordert KonsumentInnen dazu auf, verstärkt nachhaltigen Fisch zu verlangen. Denn auch heimischer Fisch muss nicht automatisch nachhaltig sein. Werden Forellen mit Fischmehl aus nicht nachhaltigen Quellen gefüttert, so trägt dies wiederum zur Überfischung bei. (red, derStandard.at, 11.05.2012)

Share if you care