WWF präsentiert Sushi-Ratgeber

11. Mai 2012, 11:26

Auch heimische Speisefische, die sushi-tauglich sind, werden vorgestellt

Wien - Der WWF hat am Freitag einen neuen Einkaufsratgeber zum Thema Sushi vorgestellt. Neben Infos, welche Meeresfische man mit gutem Gewissen konsumieren kann, werden auch heimische Speisefische, die sich für Sushi eignen, präsentiert. Aufgrund kurzer Transportwege sind österreichische Biofische laut WWF in Sachen Nachhaltigkeit vorzuziehen.

Gemeinsam mit Marc Mößmer der ARGE Biofisch wurde im Rahmen von Kochworkshops verschiedene heimische Fischarten auf ihre Sushi-Tauglichkeit getestet. Forelle, Saibling und Karpfen seien gut für Makis geeignet, so Mößmer. 

Wer lieber zu Meeresfischen greift, dem seien Gelbflossenthun aus dem West- und Zentralpazifik aus Handleinenfang, Lachs aus dem Nordostpazifik, Bio-Garnelen oder Alaska-Seelachs mit MSC-Zertifikat empfohlen. Auf Blauflossenthun und Butterfisch sollte lieber verzichtet werden.

Grundsätzliche Orientierung beim Einkauf bieten MSC- und Biosiegel. Der Einkaufsratgeber, der die Fische mittels Ampelsystem klassifiziert, kann auf der WWF-Homepage downgeloadet werden.

Greenpeace ruft zur Reduktion der Fischfangkapazitäten auf

Zu einer Reduktion der EU-Fischfangkapazitäten und nachhaltiger Fischzucht rief auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace am Freitag anlässlich der in Mondsee stattfindenden EU-Aquakulturkonferenz auf.

In Österreich wurden im Jahr 2010 67.700 Tonnen Fisch importiert, lediglich 2.141 Tonnen Fisch stammen aus heimischer Produktion. Antje Helms, Greenpeace-Meeresexpertin, fordert KonsumentInnen dazu auf, verstärkt nachhaltigen Fisch zu verlangen. Denn auch heimischer Fisch muss nicht automatisch nachhaltig sein. Werden Forellen mit Fischmehl aus nicht nachhaltigen Quellen gefüttert, so trägt dies wiederum zur Überfischung bei. (red, derStandard.at, 11.05.2012)

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Frische Forelle (frisch gefangen und sofort filetiert) als sashimi mit soyasosse und frischem geriebenen Kren!
Absolut genial!

Und woher soll ich jetzt wissen, ob mein Sashimi

1) ein Blauflossen-, Gelbflossen- oder Großaugenthunfisch ist und
2) dieser aus dem West- und Zentralpazifik, dem Atlantik oder Ostpazifik oder dem indischen Ozean stammt?

Ich frag den Kellner oder wie?

ein ordentlicher sushianbieter hat das zu wissen!

oder wissen gastronomen nicht was sie einkaufen? das wäre ja schauderlich!

aber die ganzen -50%-superbillig-allyoucaneat-runningsushi-in-prolo-city-läden kaufen GARANTIERT keinen nachhaltig gefischten/gezüchteten fisch - mein wort drauf!

Um die Prioritäten, was die besonders gefährdeten Fischarten betrifft, richtig zu setzten, ...

... wird dieser Ratgeber hoffentlich vor allem in seiner japanischen Ausgabe ein voller Erfolg ...

vor der eigenen tür liegt aber schon auch noch dreck - bitte kehren!

Die Japaner brauchen das nicht, die wissen das selber. Thunfisch ist wie gesagt nur ein einziger, sehr kleiner Teil eines in Japan normalen Sushi-Sets, der Rest sind kleinere, eher nicht bedrohte Fische, Muscheln und Tamagoyaki. Thunfisch ist teuer... ;)

Man sollte seine Klischees schon einigermaßen richtig sortiert haben.

Vorschlag zur Güte:
Einfach mal vegetarisches Sushi essen.
Das meiste Sushi, das man bei uns bekommt wird aus so fettem Fleisch (Fisch) zubereitet, dass man sowieso nichts schmeckt, außer den Reis (und etwaige Zugaben von Sojasoße, Ingwer und Wasabi). Da kann man gleich auf den Fisch verzichten.

ahh, darum sind im japan die fetten teile vom thunfisch also am begehrtesten, danke, jetzt kenn ich mich aus...

die essen auch nicht tonnen von schweinsbraten und schnitzel, die können es sich - ernährungstechnisch - leisten!

mmmh..

Schweinsbraten Sushi und Wiener Schnitzel Maki. :)=

Gibt es alles schon!

Vorschlag

abgelehnt. und an den Geschmackspapillen scheints auch zu hapern, mein Herr.

Wenn Sie wüssten... bei dem Sushi-Takeout-Geschäft in Tokyo, wo ich immer am Abend am Weg von der Arbeit was mitgenommen hab, war sicher die Hälfte ohne Fisch. Mir waren sogar die Satomaki oder Futomaki mit kaum oder ohne Fisch geschmacklich fast noch am liebsten.

Japaner sind da etwas weniger verkrampft; es muss nicht immer Fisch sein.

obacht!

Wikipdia:

Gründungsmitglieder WWF International :

Die Gründungsmitglieder des WWF waren INDUSTRIELLE, Wissenschaftler und Naturschützer.

Und was ist jetzt nicht gut daran? Ist doch super, wenn sich Industrielle um die Umwelt kümmern, die haben wenigstens das Geld und die Mittel dazu, wirklich was zu tun.

z.B:

John H. Loudon (1976 bis 1981) – Mitglied des „Club 1001“, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Royal Dutch Shell

bekehrte, die sich im business auskennen - super. sind mir lieber als ein paar teenie-schwachköpfe mit dreads und null ahnung.

Ein MSC-Zertifikat kan ja wohl beim besten Willen nicht mehr als Garant für Nachhaltigkeit gelten. Ebensowenig eine Empfehlung des WWF.

Wie lange wird es wohl noch dauern bis sowohl der WWF als auch MSC wieder in den Unilever-Konzern eingegliedert werden?

Muss wohl die World Wrestling Federation sein.

Bei der systematischen Überfischung der Meere und dem Abschlachten der Wale durch die Japaner.

Die "Naturschutzorganisation" WWF hat wohl das Wort "Schutz" falsch verstanden. Das kommt eigentlich von "schützen". Diese Fischmordpropaganda hat damit nichts zu tun.

Der WWF sollte besser seinen Pakt mit dem Panda überdenken!

http://www.youtube.com/watch?v=wX31mT8j-Gk

wozu sushi

wenn´s auch ein fisch risotto gibt?

Aber nur mit Zitronengras!

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