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Diabetes-Signalhunde können zuckerkranken Menschen das Leben erleichtern: Sie alarmieren die Patienten, wenn ihr Blutzuckerspiegel fällt.
Salzburg - Labrador-Mischling "Keks" hat eine besondere Fähigkeit erlernt: Er kann das Leben von Menschen mit Diabetes retten, indem er auf ihre Unter- oder Überzuckerung aufmerksam macht. Seit zwei Monaten wacht der Partnerhund in Oberalm im Salzburger Tennengau über die fünfjährige Nelly, die seit ihrem zweiten Lebensjahr an der Stoffwechselerkrankung leidet. "Wenn er meine Tochter anstupst, dann wissen wir, dass die Blutzuckerwerte nicht stimmen", schilderte Nellys Mutter Astrid Wehner.
Falls das Mädchen auf das Anstupsen mit der Schnauze nicht gleich reagiert, berührt sie der "Diabetes-Signalhund" ein zweites Mal noch etwas heftiger. "Er schlägt an, bevor Nelly schlecht wird. Sie kommt dann gleich zu uns und sagt, 'da stimmt etwas nicht'. Zur Belohnung erhält er ein Leckerli. Wir kontrollieren dann den Blutzuckerspiegel unserer Tochter mit einem Messgerät", erklärte die 42-jährige Mutter und Krankenschwester.
Täglich mehrmals Schwankungen des Blutzuckerspiegels
Nelly hat Diabetes des Typs Eins. Drei- bis viermal am Tag ist das Kindergartenkind von Schwankungen des Blutzuckerspiegels beeinträchtigt. "Keks kann das an ihrer Haut riechen. Untertags erkennt er schon 80 Prozent der Fälle", lobt die Salzburger Hundetrainerin Elisabeth Färbinger, Obfrau des Vereins Partner-Hunde Österreich. Neun Monate lang bildete sie den Labrador-Königspudel-Mischling im Hundehof in Nußdorf im Salzburger Flachgau aus - zuerst anhand von Nellys Kleidungsstücken, die als Geruchsproben dienten.
Das Training des medizinischen Assistenzhundes ist noch nicht abgeschlossen. "Jetzt beginnt die aufwendige Übergangsphase, wo wir ihn auch in der Nacht einsetzen", sagte Färbinger. Der "Labradordoodle" muss noch lernen, das Mädchen, ihre Mutter oder ihren Vater zu wecken, wenn sich eine Stoffwechselentgleisung anbahnt.
Hund im Kindergarten
Die Eltern stehen derzeit dreimal in der Nacht auf, um vorsorglich die Blutzuckerwerte ihrer Tochter zu messen. "Sie hat oft Schwankungen. Durch Wachstum, aber auch Erkältung ändert sich der Blutzuckerspiegel sofort, und es besteht die Gefahr von Bewusstlosigkeit. Nelly ist das schon zweimal passiert. Für uns ist es eine große Erleichterung, wenn der Hund auch in der Nacht darauf aufmerksam wird und das meldet. Wir trainieren viel", erzählte Astrid Wehner. Im Sommer wird "Keks" das Mädchen zweimal in der Woche in den Kindergarten begleiten. "Wenn sie dann in die Schule geht, darf er immer mit. Er bleibt während des Unterrichtes bei ihr."
Elisabeth Färbinger hat die spezielle Trainingsmethode im Vorjahr an der Hundeschule "Medical Detection Dogs" in Milton Keynes in England erlernt. Dort werden Signalhunde für Anfallserkrankungen wie Epilepsie, aber auch zum Erschnüffeln von Krebszellen ausgebildet, wie die Trainerin erzählte. Die Fähigkeit zum "Riechen" von lebensbedrohlichen Zuckerwerten ist nicht rassespezifisch. "Wesentlich ist, dass der Hund selbstständig arbeiten kann, und nicht auf Anweisung wie ein Drogenhund."
Als "Keks" acht Monate alt war, kristallisierte sich heraus, dass er sich aufgrund seines Charakters als Diabetes-Signalhund eignet. Färbinger: "Er will ganz nah am Menschen sein, ist kontaktbezogener als andere Hunde." Und Nellys Mutter schwärmte: "Wir haben ihn ins Herz geschlossen. Er ist ein sehr umgänglicher, lieber, ruhiger Hund."
Morgen, Samstag werden die neuen Partnerhunde-Teams des Vereins im "Pappas"-Automobil-Haus in Salzburg vorgestellt. Auch "Keks", der erste Diabetes-Hund des Vereins, ist dabei. Den Spitznamen erhielt er wegen seiner Vorliebe zu Hunde-Keksen. Sein Dienstname lautet "Harry", wie der englische Prinz. So dürfen ihn aber nur Nelly und ihre Eltern nennen. (APA, 11.5.2012)
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Tolle Sache und für alle Betroffenen (gerade eben bei Kleinkindern mit Diabeteserkrankung) eine wahre Hilfe.
Und an alle Lästerer hier: Informiert euch mal bei Betroffenen über die Erkrankung und die Probleme, insbesondere bei Kleinkindern. Dann werdet ihr feststellen, dass sogar eine mehrjährige Ausbildung des Hundes gerechtfertigt wäre.
immerhin gibts inzwischen ja schon seit einigen jahren auch kontinuierlich messende glucosesensoren.
würd mein kind an diabetes leiden würd ich ihm auf jeden fall einen sensor implantieren lassen, oder die einfachere komplett aussenliegende version nehmen anstatt auf gut glück auf den hund zu setzen.
und zur nachtüberwachung: auch der hund muss mal schlafen, grade wenn man etwa sonstige spürhunde hernimmt die können auch nur wenige stunden pro tag arbeiten. da ists wohl absolut illusorisch zu glauben der hund könnte 24/7 auf das kind aufpassen.
1. können hunde sehr wohl 24/7 selbstständig und unbeaufsichtigt arbeiten sehen sie sich zB.: hirtenhunde bzw. einen herdenschutzhund an der ist 24/7 ohne menschlciher aufsicht bei der herde!
oder blindenhunden....
2. der vorteil eines hudens gegenüber eines messgeräts ist die positive wirkung die tiere auf kranke (speziell kinder) haben...
wetten wir, dass es einen kidn mit "hundeaufsicht" besser geht als mit "computeraufsicht" ?
3. das hat ncihts mit spürhunden zu tun, er muss ncihts suchen, hat keinen stress, er kennt sein ziel und einma schnüffeln wie der status sit, das kostet den keinen aufwand!
alles was man mit dem trainieren muss ist: "was machst du wenn..."
also das er wen aufwecken soll auf gut deutsch
Stricherlt mich rot, Fakt ist:
9 Monate Trainingsaufwand um einen Diabeteskranken ~10 Jahre zu helfen.
Entwicklung eines medizinischen Gerätes, dass diese Aufgabe übernimmt: 24 Monate mit einer kleinen Firma.
Vervielfältigbar und kann Millionen ein leben lang helfen.
Und einen normalen Hund könnte sie so auch haben.
mein golden retriever rüde wurde vor drei jahren vergiftet. er war der therapiehund meines geistig behinderten sohnes. ich hatte dem hund nie beigebracht dinge, die in seinen garten geworfen werden nicht zu fressen, weil ich nie dachte, dass jemand giftköder in einen garten schmeissen würde. er krepierte drei lang an einem nervengift, dann haben wir ihn erlösen lassen.
dieser hund war natürlich ein familienmitglied und der beste freund meines sohnes. was das für ihn bedeutet hat brauch ich niemandem zu erklären
sorry, solche Leute haben ein Problem mit sich selbst, das sie auf Hunde projizieren.
Wer den Halter als Verantwortlichen für den Hund erkannt hat braucht kein Gift zu streuen weil das der Besitzer eh nicht frisst... oder?
und meine Antwort darauf ist die:
wenn jemand explizit HUNDEN Schaden zufügt, dann hasst er/sie wohl Hunde, und nicht die HalterInnen.
Sonst würden ja nicht Hunde vergiftet, sondern HalterInnen attackiert.
Letzteres passiert selten, ersteres leider oft.
Woraus ich für mich den Schluss ableite dass die meisten Hundehasser wohl eher ein Problem mit dem Hund, und nicht der/dem HalterIn haben.
hätten sie sich beim lesen ein bissl mehr Mühe gegeben, so könnt ich mir die Erklärung sparen...
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